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last but not least…

Foto: H²M Architekten

Das Sommersemester neigt sich dem Ende entgegen und mit ihm auch die Vortragsreihe des Forum Bauhütte der FH Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg.

Wenn jetzt Sommer wär, wäre das oben abgebildete Terrassenfreibad Arzberg, das Stephan Häublein mit seinem Büro H²M Architekten aus Kulmbach realisiert hat die optimale Vortragsplattform. So gibt uns der neue Professor der FH  halt doch wieder im guten, alten 118 E die Ehre mit seiner Antrittsvorlesung:

Heute wird es energetisch- IB Leiser im Treffpunkt

Schon wieder ein lastminute-Veranstaltungshinweis: Heute Abend um 19.00 Uhr referiert LP10- und DGNB- Gründungsmitglied Thomas Leiser im Treffpunkt Architektur über Methoden und Instrumente übergreifender Energieplanung. Aufgrund vieler interessanter Referenzprojekte – u.a. Mitarbeit am neuen Mercedes BenzMuseum in Stuttgart von UN Studio für Transsolar- wird das sicher ein spannender, informativer und nachhaltiger Vortrag.

oho, soho!

Foto: Rainer Retzlaff, Niedersonthofen

Auf die Schnelle noch ein LP10- Veranstaltungstip für heute Abend: In der Reihe entdecken- ergänzen- weiterbauen des  Forum Bauhütte kann man heute an der FH Würzburg SoHo Architekten aus Memmingen hören… oho! »frei, wild & jung« schreibt sich das Büro auf sein Label und machte in den letzten Jahren mit individuellen und sehr konsequenten Bauten auf sich aufmerksam, die selbstbewusst zeigen was sie sein wollen und dennoch behutsam auf die Umgebung reagieren. »Alt vs. neu« so auch der Titel des Werkberichts.  Vielfach prämiertes und bekanntestes Projekt des Büros dürfte das »Weisse Haus« in Memmingen sein, das u.a. 2013 für den BDA Preis Bayern nominiert war und den bestarchitects 2013 award in Gold gewann.

LP 10 empfiehlt: hingehn,anhören, weitersagen!

Los gehts um 18:15 in der FH am Röntgenring im Fränkische Röhrwerke Hörsaal (ehemals 118 E). Der Eintritt ist frei.

Vordach der Woche

Foto: LP10

No Comment!

garten oder nicht garten? … oder was ist hier eigentlich die Frage?

Am Sonntag findet in Würzburg der Bürgerentscheid über die Nutzung des Platz’schen Gartens statt. Es hat sich mal wieder eine Bürgerinitiative Interessengemeinschaft gegründet, die mal wieder gegen etwas ist, auch wenn sie in dem Fall behauptet für etwas zu sein.  Nichts neues in Würzburg und wohl auch nicht im Rest der Republik und ein Thema, zu dem ich mich sonst eigentlich nicht veranlasst sehen würde etwas zu sagen, da ich die Entscheidung was mit ein paar m2 Garten passiert oder nicht passiert weder für das Gemeinwohl in,  noch für die Zukunft der Stadt Würzburg und des Stadtklimas so entscheidend halte.

Aus drei Gründen, die in mir Unmut auslösen, sehe ich mich  trotzdem veranlasst etwas dazu zu sagen:

1) Das Recht zu bauen … Bei der geplanten Blockrandbebauung  handelt es sich um ein privates Bauvorhaben auf einem privaten Grundstück, bei der weder ein Bauwerk von öffentlichem Interesse, noch ein Gewerbebau, sondern in Würzburg dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden soll. Nun kann man sich über die (eher nicht besonders beeindruckende) architektonische Qualität der Planung streiten und vielleicht auch darüber, ob man statt der geschlossenen Blockrandbebauung städtebaulich eher einen offenen Blockrand hätte wählen sollen, wie im Rest des Quartiers, aber die Planung orientiert sich in Höhe und Dachform an der umliegenden Bebauung, von der Dichte bleibt das Grundstück sogar deutlich geringer bebaut als die Nachbarschaft. Der Bebauungsplan sieht vor, die bestehenden Günstrukturen und vorhandenen Bodendenkmäler weitestgehend zu erhalten, wurde mit den Trägern öffentlicher Belange (u.a. Denkmalschutz, Bund Naturschutz, Umweltschutzämter etc.) ausführlich abgestimmt und ist dementsprechend nicht nur genehmigungsfähig, sondern eigentlich auch zu genehmigen…. Stellt sich die Frage:  Wo kommen wir hin wenn jedes öffentlichem Recht und der Gesetzgebung entsprechende private Bauvorhaben öffentlich in Frage gestellt werden kann? Nicht falsch verstehen. Das Interesse der Öffentlichkeit an örtlichen Bauvorhaben ist sicher zu begrüßen. Wenn öffentliche Interessen berührt werden ist ein Bürgerberehren unter Umständen angebracht. Nicht aber wenn es am Ende vielleicht doch mehr ums von Gerhard Matzig so trefflich beschiebene Wutbürger Dasein an sich geht, dem es entweder grundsätzlich  ums Dagegensein geht oder um die eigenen Interessen, die er bedroht sieht. Bei der geplanten Verwertung eines privaten Baugrundstücks wie den Platz´schen Garten müssen die Interessen des Eigentümers jedoch höher wiegen, als die der Nachbarn, die lieber kein weitere Bebauung inklusive Baulärm in unmittelbarer Nähe hätten. Denn dieser hat nun mal das Recht sein Grundstück auch zu nutzen und zu verwerten.

2) für was sind wir denn eigentlich dann? Nun fühlen sich also 5000 Menschen berufen ein Bürgerbegehren gegen die geplante Bebauung zu initiieren. Und für den Erhalt der Natur.  Selbst wenn wir mal annehmen, dass es allen vorrangig um den Erhalt der Natur geht,  wofür sind sie denn sie denn eigentlich,  wenn sie am Sonntag JA ankreuzen? Für den Erhalt des Gartens, klar. Aber wie soll das realistisch aussehen?  Da wohl weder die IG die Mittel aufbringen wird selbst das Grundstück zu kaufen, einen ( im besten Fall noch öffentlichen ) Park anzulegen und zu pflegen, noch sich ein betuchter Gönner mit dem großen Herz für das Würzburger Stadtklima finden wird, der ebendies tut, stellt sich die Frage wie der Erhalt dann funktionieren soll? Indem man dem Besitzer aufbürdet auf einem unverkäuflichen, da nicht verwertbaremGrundstück sitzen zu bleiben, das er aber selbst auch nicht mehr nutzen und halten kann? Auch eine Abtei muss heutzutage wirtschaftlich arbeiten, und benötigt finanzielle Mittel zum Erhalt ihrer Gebäude, zur Sanierung Ihrer Schule etc. und ist dafür eben unter Umständen auch auf Erlöse aus dem Verkauf ihrer Liegenschaften angewiesen.  Und das Recht hat sie nun mal genauso wie jeder andere Bürger auch. Dass Garten und Bestandgebäude verfallen und verwildern, weil die Unterhaltskosten nicht mehr aufzubringen sind kann wohl genausowenig Ziel sein.  Ist also eine Bebauung, die möglichst schonend mit dem Grünbestand umgeht und gleichzeitig Chancen zur Stadtentwicklung in einem Innenstadtnahen Areal bietet nicht doch die beste Alternative?

3) billige Polemik Was mich wohl erst wirklich dazu veranlasst hat, etwas zu schreiben war eine Anzeige der IG in der Mainpost über die ich zufällig gestolpert bin und nicht wusste ob ich angesichts der mit entgegenschmetternden leider eher billigen Polemik und haarsträubender Vergleiche eigentlich lachen oder weinen soll. Von Vertuschung »brutaler Lebenswirklichkeit« am Boden war da die Rede, von der »Wucht fussballfeldgroßer Fassaden«, »Energiehunger des Neubaus« (schon mal was von derEnEV gehört?) , »Echowirkung von Strassenschluchten« ( Schlucht? fünfgeschossig? schon mal in einer Großstadt gewesen?)  ,ungeheuer verschärften« Verkehrsituationen und Massenstaus um nur wenige Beispiele zu nennen. Nebenbei werden dann noch durch den mitteleren Ring versusachte Krebs- Und Schlaganfallquoten (werden die dann weniger, wenn da nicht gebaut wird?)  , Die »Belästigung Schwerstkranker durch (Dauerlärm) aus Ventilatoren am neugebauten Uniklinikum« mehr oder weniger direkt mit dem Bauvorhaben in Verbindung gebracht. (häh?)   Wer bitte lässt sich von dermaßen unreflektierter Argumentation  überzeugen? Ich fand’s zumindest eher amüsant. Und habe mich dann weder für Lachen , noch für Weinen, sondern zum Schreiben entschieden.

Franken – ausgezeichnet! Höhepunkte der Weinkultur 2013

Weingut Max Müller I, Volkach ; Foto: Stefan Meyer, Berlin/Nürnberg

Das Deutsche Weininstitut hat am Dienstag (16.04.13) in Iphofen die »Höhepunkte der Weinkultur 2013″ ausgezeichnet. Nach der Besichtigung von  bundesweit 100 Vinotheken durch eine Jury dürfen sich nun 12 Weingüter mit diesem Siegel schmücken, davon alleine 5 aus Franken. Durchaus eine Anerkennung für das, was in den letzten Jahren in unserer Region an beachtenswerter Weinarchitektur entstanden ist.

Die Preisträger aus unsrer Region:

Die Vinothek in Iphofen, mit einer modernen Stahl-Glas-Konstruktion in spannendem Dialog zum historischen Bauensemble des Bestandsbaues und der Altstadt. Ein Vorreiterprojekt, das in Franken eine »Initialzündung« auch für adere Weingüter auslöste. (Architekturbüro Böhm+Kuhn, Iphofen)

Das schon vielfach prämierte Weingut am Stein, zum dem man eigentlich nichts mehr weiter sagen muss, sondern es am Besten einfach demnächst wieder beim Weinfest im Sommer mitsamt seines gigantischen Ausblicks auf die Stadt Würzburg geniesst. (Hofmann, Keicher, Ring Architekten, Würzburg)

Das Weinreich in Sommerach mit seinem »Reich der Sinne« aus Stein, Holz, Gold und Licht (Hofmann, Keicher, Ring Architekten, Würzburg)

Das Weingut Brennfleck in Sulzdorf, dessen neue Kelterhalle modernen Zeitgeist mit dem spätmittelalerlichen denkmalgeschützen Gutshof verbindet. (Dold und Versbach Architekten, Giebelstadt)

Die Vinothek im Weingut Max Müller I in Volkach, mit ihren neuen großzügigen und lichtdurchfluteten Räumen im historischen Bestandsgebäude, die Moderne mit Tradition verbinden – »offen  für Neues und doch verwurzelt mit unseren Ursprüngen« wie die Bauherren Reiner und Monika Müller es ausdrücken. (Architektur Büro Jäcklein, Volkach)

PutPut – Indoor Art Minigolf

Bild: KÖR

Not macht erfinderisch: Da das derzeitige Wetter nicht unbedingt zu sportlichen Aktivitäten an der Frischluft motiviert, verlagert der KÖR e.V. (Verein für Kunst im öffentlichen Raum) den Spass nach Drinnen. Im April kann man jedes Wochenende ab Fr. 14 Uhr Minigolf auf einer Indooranlage im KÖR-Headquarter in der Sanderstraße 25 spielen. 9 Künstler gestalten hierfür 9 anspruchsvolle Bahnen der besonderen Art. »PUT PUT« nennt sich das innovative Projekt. Eröffnung der Anlage ist am Sonntag, 7.4.2013 um 14 Uhr. Für das leibliche Wohl ist gesorgt!

Mehr dazu:

> KÖR e.V.

PutPut on Facebook

Neulich auf der Baustelle…

Foto: LP10

Die norwegische Variante des deutschen Klassikers:

»Betreten der Baustelle verboten! Eltern haften für ihre Kinder!«

Prof. Christoph Mäckler hält Vortrag bei »Kunst-räume«

Die Vortragssaison in Würzburg hat begonnen. Nachdem die FH Würzburg vorgelegt hat,  legt das Exerzitienhaus Himmelspforten nach:

Architekt Prof. Christoph Mäckler aus Frankfurt hält den Vortrag »StadtBauSteine im  Spannungsfeld zwischen Erhalten und Weiterführen« im Rahmen der Reihe »Kunst-Räume«.

  • Datum: Donnerstag, 11. April 2013
  • Beginn: 19.00 Uhr
  • Eintritt: 7€, ermäßigt 5€

Anmeldung im Exerzitienhaus Himmelspforten:

entdecken- ergänzen – weiterbauen

Nachdem das Forum Bauhütte der FH Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt schon im letzten Wintersemester wieder aufgelebt ist geht es  im Sommersemester gleich mit einer ambitionierten Vortragsreihe weiter. Unter dem Motto entdecken- ergänzen – weiterbauen geht es um die energetische und bauliche Revitalisierung der Stadt:

»Nicht erst seit dem von der Bundesregierung formulierten Ziel, bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, ist der Umgang mit vorhandenen Bauten in unseren Städten ein Thema. Potentiale wie z.B. die grauer Energie in Bestandsimmobilien müssen oft erst bewusst gemacht und entdeckt werden, Altbauten benötigen für aktuelle Nutzbarkeit manche Ergänzung und schließlich darf nicht vergessen werden, dass Bauen nicht ein singuläres Ereignis ist, sondern wir uns in einer längeren Verabredung über das Bauen im Kontext einer Stadt befinden.«

Unterschiedlichste Referenten beleuchten in ihren Vorträgen ihr Umgehen mit der Thematik: Von progressiven Ideen für die Nachverdichtung vergessener Orte, bis hin zu hervorragend gelungenen, sensiblen Eingriffen in gebauter Umgebung.

Die Vorträge beginnen jeweils Mittwochs um 18:15 im Hörsaal 118 E Fränkische Röhrenwerke Hörsaal der FH Hochschule für angewandte Wissenschaften am Röntgenring. Der Eintritt ist frei.

Los geht’s schon kommenden Mittwoch, den 27.03.2013 mit Prof. Moritz Hauschild aus München unter dem Titel »Tuning«