VVW gegen neues Hochhaus – andere dafür!

Lieber VVW,
warum haben Sie den als Verein seinerzeit nicht das alte Ämterhochhaus in der Augustinerstrasse gekauft, renoviert & sinnvoll genutzt ??
Jetzt einfach zu sagen: … „Es ist nicht hinnehmbar, wegen eines möglichst hohen Verkaufserlöses der Stadt und der Renditeüberlegungen eines Investors eine solche Bausünde zu begehen“ … (Zitat Herr Kummer, Mainpost vom 20.01.09) scheint mir persönlich doch etwas einfach.

Die Stadt Würzburg muss zwar nicht Ihre Seele verkaufen, aber der eine oder andere Euro im Städtehaushalt schade bestimmt nicht.
Was wäre den Ihr (VVW & Freunde) Nutzungsvorschlag für den Bauplatz in der Augustinerstraße? Wie würde z.B. die Fassade aussehen? Wer würde investieren? Gibt es namentlich bekannte Mäzen, die der »Zerstörung der Innenstadt« einhalt gebieten würden?

Ich bin gespannt und bitte um eine offene & sachliche Diskussion!

5 Kommentare zu “VVW gegen neues Hochhaus – andere dafür!”


  1. 1 matthias

    das budget des verschönerungsvereins scheint komplett von würzburgs »wichtigstem bauprojekt« verschlungen worden zu sein: der sanierung des kiliansbrunnens.
    außerdem ist, wenn man herrn kummers (1. vorsitzender des vvw) »gedanken zum jahreswechsel« (http://www.vvw-online.com/fileadmin/files/vereinsnachrichten_nr._46_gesamt.pdf) liest, einem architekten der gegenwart die lösung dieser bauaufgabe wohl eh nicht zuzutrauen. da braucht es dann schon einen »barockarchitekt« (sic!), denn der verstand es schließlich »im vorhandenen baulichen bestand so zu bauen, dass das alte und das neue sich gegenseitig steigerten und ergänzten.« wobei dann an anderer stelle des pamphlets zu lesen ist: »renaissance und barock beispielsweise haben in der würzburger altstadt bauten errichtet, die häufig in schroffem gegensatz zur kleinteiligkeit der überkommenen mittelalterlichen baustruktur standen«.
    also was jetzt?
    interessant ist auch die these, »dass einst, d.h. vor 1945, selbst sperrige neubauten, wie das 1929 in der augustinerstraße errichtete hochhaus, in der masse älterer bausubstanz aufgingen, so dass der herkömmliche charakter der stadt würzburg gewahrt blieb. seit 1945 verhält es sich indessen genau anders herum: nunmehr besteht der größte teil der altstadt aus neubauten, so daß die historische bausubstanz und mit ihr der charakter unserer stadt unterzugehen droht.«
    aha, ich verstehe! was ist also demnach zu tun: mut zur lücke und einfach mal 200-300 jahre warten, dann sind nämlich die neubauten historische bausubstanz und siehe da, »unsere« stadt verträgt wieder »maßstabsbrüche im altstadtgebiet«.

  2. 2 ferdinand

    Nachtrag Dienstag Abend: »Das neue Hochhaus in der Würzburger Augustinerstraße (Tricyan-Tower) soll wesentlich kleiner ausfallen als bislang geplant. Einer entsprechenden Forderung von CSU-Stadtrat Willy Dürrnagel will sich in der Stadtratssitzung am Donnerstag die Mehrheit seiner Fraktion anschließen.«

    Eine Frage an den VVW.! Es wurde doch ein Architektenwettbewerb ausgelobt. Gab es damals keine Möglichkeit, sich sachlich in die Planungen einzubringen? Oder wurde der VVW beteiligt, jedoch nicht gehört?!

  3. 3 Ralf

    @ferdinand: Nun, vor einem Jahr war der Gewinnerentwurf auch noch »eine durchaus diskutable Grundlage für den geplanten Neubau« (VVW-Nachrichten 44). Die Meinung des VVW ändert sich wie das Wetter …

  4. 4 matthias

    … wenn noch ein paar Stockwerke gestrichen werden sollen, brauchen wir bald nicht mehr vom »Hochhaus in der Augustinerstraße« sprechen, sondern vom »Haus in der Augustinerstraße«. Ich finde es als Architekt unmöglich, dass ein Wettbewerb (für den Bau eines Hochhauses!) ausgelobt wird, es einen eindeutigen 1. Platz gibt und nun wieder eine Diskussion begonnen wird. Damit kann man sich das ganze Wettbewerbswesen auch sparen. Jetzt anzufangen, um jeden Meter Höhe zu feilschen, ist einfach lächerlich und nicht hinnehmbar!

  5. 5 matthias

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