So läuft das hier in Hamburg. Vor kurzem erst gebaut – und schon kommt der Denkmalschutz!
Ob das auch ein Thema für den Hotelturm in Würzburg ist – mal sehen ob der VVW etwas von dieser Idee aufgreift!:
Gebäude am Dammtor sei »einzigartig« / Bezirksamtsleiter und Bürger überrascht der Vorstoß
Mit 105 Metern ist das »Radisson Hotel« am Dammtor Hamburgs höchstes Haus. Nun soll der hässliche Betonklotz mit dem CCH in die Denkmalliste eingetragen werden. Die Begründung: »Die signifikante Kontur des Hotelhochhauses ist in ihrer Art einzigartig.«
Das heutige CCH mit dem Hochhaus liegt auf geschichtsträchtigem Boden: Vor 400 Jahren gab es die mächtigen Bollwerke der Wallanlagen, ab 1821 entstand hier der Botanische Garten, und 1861 wurde neben dem großen städtischen Friedhof ein Zoo gebaut. Als 1970 Baubeginn für das Congress-Centrum und den Hotelturm war, feierte der Senat die Gebäude als Fortschrittssymbole – drei Jahre später waren sie fertig. Dass der Bettenturm, der aktuell für 45 Millionen Euro saniert wird, den wohl schönsten Hamburger Bahnhof am Dammtor regelrecht erdrückt und »Planten un Blomen« Fläche klaut, war in den 70ern kein Thema.
Heute schwärmen die Denkmalschützer von der »prägnanten Formensprache« und der interessanten Fassade des Wolkenkratzers. In einem Gutachten heißt es: »Die Erhaltung des Hotelhochhauses liegt als Zeugnis städtebaulicher Entwicklungen der Nachkriegsmoderne mit hoher architektonischer Qualität sowie zur Bewahrung charakteristischer Eigenheiten des Stadtbildes im öffentlichen Interesse.« Bei Mitte-Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (SPD) stößt die Eintragung in die Denkmalliste eher auf Unverständnis: »Ich wäre nicht auf die Idee gekommen.« Doch Frank Pieter Hesse, der Chef des Denkmalschutzamts, verteidigt den Bau: »Das Hotelhochhaus setzt einen wesentlichen Akzent in der Hamburger Skyline.« Der Fachmann erklärt, dass sich seine Zunft erst seit Kurzem mit Bauten der 60er und 70er Jahre befasst. Ihr Wert würde erst jetzt langsam erkannt: »Über den Denkmalwert entscheidet nicht der gerade herrschende Geschmack, sondern der Zeugniswert und der historische Gehalt der Bauwerke.« Hamburgs oberster Denkmalschützer stellt fest: »Ein Denkmal muss weder uralt noch besonders schön sein!« Er verweist darauf, dass beispielsweise in den 20er Jahren die heute heiß geliebten Gründerzeit-Häuser oft unbeliebt waren. Hesse hofft, dass Bauten wie das CCH mehr Anerkennung finden: »Die jüngere Generation findet die 70er Jahre oft wieder richtig gut.«
Artikel aus der Mopo vom 27.02.09
Im Rahmen der Architekturreihe »Architektur plus« hält Architekt Hermann Kaufmann aus Schwarzach/Austria einen Vortrag mit dem Titel »Ökorationale Baukunst«. Das Ganze findet am Montag, den 09.03.2009, um 18.00 Uhr im Cinemaxx, Veitshöchheimer Straße 5, statt. Nach dem Vortrag gibt`s Musik von »One more Once« und Catering vom Cinemaxx-Restaurant.
Eintritt: 28 Euro, ermäßigt 23 Euro (AIV-Mitglieder, Studenten)
Reservierung: 0931-372886
Die Bayerische Architektenkammer und LP10 laden zur Ausstellungseröffnung »Leben ohne Hindernisse« am 05.03.2009 um 18.00 Uhr im Treffpunkt Architektur ein. Zu diesem Anlass werden der Architekt Armin Kraus, freier Mitarbeiter der Beratungsstelle Barrierefreies Bauen der Bayerischen Architektenkammer und Mitglied von LP10, der Baudirektor Dieter Maußner, Leiter des Bereichs Universitätsbau im Staatlichen Bauamt Würzburg und die Architektin Brigitte Jupitz, Mitglied des Vorstands der Bayerischen Architektenkammer, Grußworte sprechen.
Inhaltlich befasst sich die Wanderausstellung „Barrierefrei bauen“ mit dem Tagesablauf von Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen oder beispielsweise Eltern mit Kindern. Auf 16 Schautafeln wird deutlich gemacht, mit welchen Hindernissen sich Betroffene täglich konfrontiert sehen und wie diese mit einfachen architektonischen Mitteln behoben werden können.
Ausstellungsdauer: 05.03-17.03.2009, Öffnungszeiten: MI-FR: 14.00-18.00 Uhr
Ausstellungsort: Treffpunkt Architektur, Herrnstraße 3, 97070 Würzburg
Eröffnung am 05.03.2009, 18.00 Uhr

Zeichnung: Matthias Braun
Die Finanzkrise erreicht nun auch die Architekten. Nachdem die Finanzierung nicht mehr auf sicheren Beinen steht, drohen Großprojekte in aller Welt wie Kartenhäuser einzustürzen…
Betroffen sind vor allem die großen Büros: das niederländische Büro Erick van Egeraat mit rund 150 Mitarbeitern hat bereits Insolvenz angemeldet (Baunetz Meldung vom 23.01.2009) – gestern war zu lesen, dass Foster sein Berliner Büro mit 76 Mitarbeitern auflöst. (Baunetz Meldung vom 10.02.2009). Einem Kommentar zu dieser Meldung ist zu entnehmen, dass nicht nur der Berliner Standort betroffen ist, sondern insgesamt 300 Mitarbeiter vor die Tür gesetzt wurden…

Nachdem ich gestern beruflich in Freiburg zu tun hatte, habe es mir nicht nehmen lassen, einen Abstecher nach Weil am Rhein zur Firma Vitra zu machen. Dort wird gerade das Vitra Haus von Herzog & de Meuron (HdM) errichtet. Für HdM aus Basel ist es ja ein Bauprojekt vor der Haustür. Sieht noch ziemlich wild aus und ich bin gespannt, was für die Oberflächen von Wänden und Dächern vorgesehen ist.
nicht vergessen!
Am donnerstag den 5. 2. 2009 ist es wieder mal an zeit für das monatliche treffen im Chambinzky !!!

Vom 09.01.2009 bis 01.02.2009 ist in der BBK-Galerie im Kulturspeicher die Debütantenausstellung »fama« der Künstlerin Verena Rempel anlässlich der Debütanten- und Katalogförderung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst 2008 zu sehen.
Vernissage ist am Freitag, den 09.01.2009, um 19.00 Uhr, Künstlercafe am Sonntag, den 18.01.2009, von 15.00-18.00 Uhr, Finissage am Sonntag, den 01.02.2009, von 15.00-18.00 Uhr.
Öffnungszeiten: Mi/Do/Fr/So: 11.00-18.00 Uhr, Sa: 13.00-20.00 Uhr

Bild: DAM – Pressemitteilungen
Wer nicht das nötige Kleingeld oder einfach keine Zeit hatte, der kann sich jetzt den deutschen Beitrag »Updating Germany – Projekte für eine bessere Zukunft« zur 11. internationalen Architekturausstellung der Biennale 2008 in Venedig im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt anschauen. Kuratoren des Beitrags sind Friedrich von Borries und Matthias Böttger vom Büro »raumtaktik«.
Die Ausstellung läuft vom 06.12.2008 bis zum 22.02.2009.
Wäre vielleicht was für eine Mini-LP10 Exkursion.
weitere Informationen:
>> Updating Germany
>> Deutsches Architekturmuseum
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