Monthly Archive for März 2009Page 2 of 4

noch ein Hochhaus?!

Noch ein Hochhaus, diesmal in Hamburg.
Hadi Teheranis (BRT Architekten) »Tanzende Türme« sollen die Reeperbahn aufwerten. Baubeginn für die ca. 88m hohen Türme soll noch dieses Jahr sein.
Kosten für das 24-Stockwerke-Projekt werden mit ca. 150 Millionen Euro (inkl.  achtgeschossigen Hotelkomplex) angegeben.
Den ganzen Artikel gibt es auf sueddeutsche.de . (Bildquelle: welt.de)


Neues Café in der Zellerau

Foto: Matthias Braun

Minimalistisch präsentiert sich das neue Steh-Café an der Kupsch-Filiale in der Frankfurter Straße in Würzburg. Hier wurde wirklich auf jeden überflüssigen Schnickschnack verzichtet. Klare und einfache Formen dominieren, der gekonnte Einsatz der  Materialien Stahl und Plexiglas überzeugt und verleiht dem Bauwerk Leichtigkeit und Transparenz. Die Außenwand geht fließend in das Dach über – »liquid-architecture«, Zaha Hadid hätte es es nicht besser gekonnt!

Der Clou: Die Einrichtung ist mobil. Das erlaubt eine Vielzahl von Möblierungsvarianten. Bei Bedarf können die Einrichtungsgegenstände aber auch platzsparend zusammengeschoben werden (siehe Bild). Ein wertvoller architektonischer Beitrag zum Thema »Café«, der sich wohltuend vom sonstigen Einerlei abhebt. 

Öffnungszeiten: Mo-So 24h

Entwürfe Wettbewerb Spiegelstraße

Hier sind alle Arbeiten zum Wettbewerb Neubau Wohn- und Geschäftshaus Spiegelstraße auszugsweise zu sehen:

Ausgewählte Arbeit: Architekt Zumkeller, Würzburg

GKT-Architekten, Würzburg

Hetterich Architekten, Würzburg

Oechsner Architekten, Würzburg

Redelbach Architekten, Marktheidenfeld

K(l)ein(er) Unterschied, oder?

Lieber Würzburger Verschönerungsverein,
Liebe Würzburger,

auf der Webseite des Verschönerungsverein Würzburg e.V gibt es derzeit eine Fotomontage zum Planungsvorhaben  Augustiner-Hochhaus zusehen.
Das Höhe und Volumen des gezeigten Gebäudes dem aktuellen Planungsstand entsprechen setzte ich bei sachlichen Diskussion voraus.
Laut Blogeintrag oder diesem Mainpost-Artikel scheint mir aber die vom VVW gezeigte Fassadenfarbe etwas willkürlich dargestellt!
Hier die Überarbeitung als Gegenüberstellung. (Haus hell:VVW / Haus dunkel:LP10)

P.S. In der Augustinerstraße wurde ein Höhengerüst installiert.
Vielleicht kann jemand oben gezeigte Bilder überprüfen.

Ausstellung Wettbewerb Spiegelstraße

Aus der MainPost:

Noch bis zum Dienstag, den 24. März 2009 31. März 2009, sind die Entwürfe des Wettbewerbs für den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses in der Spiegelstraße zu sehen. Bauherr ist das St. Bruno-Werk.

Die Arbeiten sind im Burkardushaus, Am Bruderhof 1, ausgestellt. Öffnungszeiten: Montag – Freitag von 8.15 bis 16.30 Uhr, Samstag von 8.15 bis 12.00 Uhr.

Ausstellung Ideenwettbewerb »Leighton Areal«

Die Ergebnisse der 1. Stufe des städtebaulichen Ideenwettbewerbs »Konversion Würzburg: Leighton Areal« werden im Rathaus der Stadt Würzburg ausgestellt. 

Ort: Rathaus der Stadt Würzburg, Rückermainstraße 2

Öffnungszeiten: 30.03.-03.04.2009, jeweils 10 – 18 Uhr, 04.-06.04.2009, jeweils 10 – 17 Uhr

Nachlese »Barrierefrei Bauen«

»Besucherrekord« bei der Ausstellung, l. Armin Kraus, LP10; r. Matthias Braun, LP10

Foto: Ralf Thees, würzblog (»echter Besucher«)

Hier noch ein paar Worte zur Ausstellung »Barrierefrei Bauen« der Bayerischen Architektenkammer, präsentiert von LP10 im Treffpunkt Architektur:

Das öffentliche Interesse scheint gegen Null zu tendieren, wenn es darum geht, positive Beispiele für barrierefreie Baukultur in einer kleinen aber feinen Ausstellung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Groß dagegen ist das Geschrei, wenn nach Jahren festgestellt wird, dass unser schöner Hauptbahnhof nicht barrierefrei ausgebildet ist. Da steht die Presse Gewehr bei Fuß und berichtet. Negative Nachrichten verkaufen sich halt besser. Nur so ist es wohl zu erklären, dass es unsere Lokalpresse trotz einer Pressemitteilung nicht geschafft hat, wenigstens einen kleinen Veranstaltungshinweis in ihrem Blatt abzudrucken oder mal jemanden zur Vernissage zu schicken. Dann doch lieber ein großformatiges Bild vom Kaninchenzuchtverein Hinterdupfingen – das sind die wahren gesellschaftsrelevanten Themen. So muss man sich also nicht wundern, wenn keiner kommt.

Konjunkturpakete: Bauqualität darf nicht auf der Strecke bleiben

Pressemitteilung der Bayerischen Architektenkammer:
Der Vorstand der Bayerischen Architektenkammer hat in seiner Sitzung am 11. März die Verabschiedung der jüngsten Konjunkturpakete durch die Bayerische Staatsregierung ausdrücklich begrüßt. Der Berufsstand erhofft sich dadurch deutliche und kurzfristig wirksame Impulse für die Planungs- und Baubranche.
„Trotz der gebotenen zügigen Umsetzung der Maßnahmen darf die Qualität dabei nicht auf der Strecke bleiben“, so der Präsident der Bayerischen Architektenkammer, Dipl.-Ing. Lutz Heese, im Anschluss an die Sitzung. Architekten, Innenarchitekten und Landschaftsarchitekten sind bereit und in der Lage, hochwertige Planungsleistungen zu erbringen, die die Grundvoraussetzung für qualitätvolles Bauen bilden – sei es in der Ausführung oder in der Gestaltung. Besonderes Augenmerk muss dabei auf die Nachhaltigkeit der Planungen gelegt werden. Dabei spielen z. B. Fragen der Energieeffizienz eine wesentliche Rolle. Gerade in der augenblicklichen wirtschaftlich angespannten Situation kommt es darauf an, dass sich nicht nur die Herstellungs-, sondern vor allem auch die Betriebskosten für Neubauten in einem angemessenen Rahmen bewegen. Nur dann ist gewährleistet, dass die bereit gestellten Steuergelder das Ziel einer gezielten Förderung der Wirtschaft auch langfristig erreichen.
Dabei spielt auch die optimale Nutzung der vom Gesetzgeber bereitgestellten Vergabeverfahren durch die öffentliche Hand eine wichtige Rolle: Die Dringlichkeit der invesitionsfördernden Maßnahmen rechtfertigt in aller Regel eine Verkürzung der Vergabefristen. Dass die von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen Beschleunigungen für alle Auftragsvergaben des Freistaats und der Kommunen gelten, ist aus Sicht der Architektenschaft besonders zu begrüßen, wirkt sich doch ein deutlich verkürzter Verfahrensablauf erfahrungsgemäß positiv auf die Investitionstätigkeit aus. Der Kammerpräsident betont in diesem Zusammenhang auch, dass die zügige Abwicklung von Vergabeverfahren nicht auf Kosten der Transparenz gehen darf: „Qualitätssicherung bedeutet auch, dass ein Mindestmaß an Wettbewerb sichergestellt sein muss. Durch die Mindestanforderungen, die die Bayerische Staatsregierung in dieser Hinsicht auch an beschränkte Ausschreibungen stellt, liegen hierfür geeignete Voraussetzungen vor.“

Bauskandal in Würzburg von 1810 endlich aufgedeckt

(Achtung Satire):

Durch die Sensibilisierung für das homogene Würzburger Stadtbild der »Phantastischen Vier« (VVW, Arbeitskreis Studierende für Denkmalschutz, Heiner-Reitberger-Stiftung, ringpark-in-gefahr) haben wir endlich wahrgenommen, dass der Mannheimer »Revolutionsarchitekt« Peter Speeth bereits im Jahre 1810 in der Burkharder Straße eine riesige Bausünde in Würzburg begangen hat. Bei dem Bau des »Frauengefängnisses« hatte er doch tatsächlich die Frechheit besessen den vorherrschenden Barock abzulehnen und auch noch zeitgemäß im Stile der »sprechenden Architektur« (architecture parlante) zu bauen. Diese bezog sich auf eine Rückbesinnung zu den klaren Formen der Antike und bezeichnete die Barockarchitektur als »ausschweifend und überladen«.

Wir fordern deshalb die Stadt Würzburg auf, das Gebäude an die Traufhöhe der Nachbarbebauung anzupassen (2 Stockwerke abbrechen) und die restliche Fassade nachträglich barockisieren zu lassen. Auch auf die Gefahr hin, dass dieses Gebäude aus den Geschichtsbüchern verschwinden würde.
Die Finanzierung geht natürlich auf Kosten des Stadtsäckels.

das kleine Glück

Wochenende, Frühstück mit Tages- und Wochenzeitung. Herrlich diese kleine Oase der Entspannung und, ja man kann es so nennen, des Glücks im täglichen Überlebenskampf des Freiberuflers ohne Rettungsschirm. Und heute genieße ich diesen Augenblick ein wenig mehr: Laut MainPost hat am Donnerstagabend der Stadtrat beschlossen, den Verschönerungsverein nicht in die neue »Kommission für Stadtbild und Architektur« aufzunehmen. Ich wünsche der Kommission viel Glück und ein dickes Fell bei ihrer Arbeit!