nextwürzburg – neue konzepte für die stadt

Foto: Matthias Braun

Während auf der gegenüberliegenden Seite der Bundesstraße 27 noch die Konsumtempel des Kapitalismus in bunten Farben erstrahlen, zeichnet sich auf dem Gelände des ehemaligen Furnierwerks Kohl schon die nüchterne Zukunft der Post-Finanzkrise-Ära  ab. Industrielle Brachen werden wieder in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt. Die Rückbesinnung auf den primären Sektor der Wirtschaftsproduktion hat begonnen. Zurück zu wahren Werten: Die Stadt als Selbstversorger in der Krise!

Da zerbrechen sich Architekten und Stadtplaner bei der IBA Stadtumbau 2010 (internationale Bauausstellung) noch den Kopf darüber , wie man das Problem der »Shrinking Cities« (schrumpfenden Städte) in Sachsen-Anhalt bewältigen kann, sucht verzweifelt nach Lösungen und Konzepten für Brachflächen und Gebäudeleerstand – und Würzburg: zeigt wieder einmal, wo`s langgeht! Landschaften stapeln, wie es die verrückten Holländer von MVRDV mal vorgeschlagen haben, oder Visionen von vertikal organisierten landwirtschaftlichen Produktionsbetrieben – in Würzburg keine Utopie mehr. Das Pilotprojekt auf dem Kohl-Areal könnte Schule machen: Frühstückseier für Würzburg von freilaufenden Hühnern im Hochhaus am Berliner Ring, frische Champignons und Austernpilze aus den Posthallen…

1 Kommentar zu “nextwürzburg – neue konzepte für die stadt”


  1. 1 matthias

    mehr dazu im baunetz:

    »…das konzept von „harvest green« ist autarkie: anbau von gemüse, kräutern und obst, das halten von fisch und hühnern, das betreiben einer molkerei – alles unter einem dach…«

    http://www.baunetz.de/meldungen/meldungen-klimaprojekt_in_vancouver_geplant_771243.html

  1. 1 Urbane Landwirtschaft bei lp10
    Pingback am 10. Sep 2009 um 19:38

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