Urban Hacking

Würzburger Marktplatz mit Wachturm als temporäre Installation, Idee + Montage: Matthias Braun

Zum Umgang mit öffentlichem Raum

Aus aktuellem Anlass möchte ich zum Thema »Urban Hacking« ein paar Zeilen schreiben. Am Dienstag fand im Treffpunkt Architektur ein sehr guter Vortrag mit dem Titel »Orte Plätze Räume – vom Umgang mit der Stadt« statt. Bei diesem ging es vor allem um die Neuplanung von öffentlichen Plätzen auch unter der Einbindung von Kunst im öffentlichen Raum. Ende Oktober findet in München die »STROKE.01 – Urban Art Fair Munich« statt. 

Mit dem Begriff »Urban Hacking« werden künstlerische Interventionen im öffentlichen bzw. städtischen Raum bezeichnet. Zu dem Spektrum gehören Installationen, Werbeumgestaltungen, Streetart, Flashmobs u.s.w. Die kritische Auseinandersetzung mit Thema öffentlicher Raum und den damit verbundenen Fragestellungen gewinnt in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung. Wem gehört öffentlicher Raum? Wo sind die Grenzen zwischen öffentlichem, »halböffentlichem« und privatem Raum?  Was passiert im öffentlichen Raum – welchen Nutzen, welche Chancen bietet er? Inwieweit darf bzw. soll öffentlicher Raum überwacht werden?…

In Städten wie Wien oder Zürich gibt bereits es eine rege öffentliche Diskussion zu diesem Thema. So fand jüngst in Wien ein Kongress im Museumsquartier Wien statt: Urban Hacking – Paraflows 09. Die Stadt Zürich veranstaltet im November ein Symposium mit dem Titel »Ruhestörung – Über die Wirkung zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum«. Bemerkenswert ist dabei, dass die Stadt Zürich ein erhebliches Potential in der Kunst im öffentlichen Raum für die Vermarktung der Stadt sieht:

»…In dem Symposium «Ruhestörung» soll daher auch erörtert werden, wie und auf welche Weise eine Stadt und ihre Bevölkerung von Kunst im öffentlichen Raum profi tiert und weshalb gerade markante Projekte zu einem zeitgemässen Markenzeichen Zürichs werden können – einer Stadt, die sich in einer städtebaulich zukunftsorientierten, permanenten Entwicklung befindet. Fünf konzentrierte Kurzvorträge aus berufener künstlerischer wie theoretischer Sicht und zwei hochkarätig besetzte Podiumsgespräche werden hierfür ein angemessenes und spannendes Forum schaffen…«

Mehr zum Thema:

Symposium »Ruhestörung«, 07. November 2009, 09.00 – 17.45 Uhr, Kongresshaus Zürich, CH

http://www.ruhestoerung.info/

oder bei:

http://www.paraflows.at/

3 Kommentare zu “Urban Hacking”


  1. 1 ThomasL

    das Gebäude rechts am Bildrand stört das Ensemble schon arg

  2. 2 matthias

    @Thomas: Bei dem Beitrag und dem Bild geht es eigentlich nicht so sehr um die Architektur der Gebäude, sondern eher um den Raum dazwischen. Aber wenn Dich das Gebäude am rechten Bildrand so stört: Ein bisschen Wärmedämmverbundsystem wirkt da Wunder und das Gebäude würde sich perfekt einpassen – So, das war mal ein kritischer Satz zum »energetischen Sanierungswahn«.

  3. 3 matthias

    Die aktuelle Baunetzwoche #146 beschäftigt sich auch mit dem Thema »Interventionen im Stadtraum«

    http://www.baunetz.de/meldungen/meldungen-baunetzwoche_146_838720.html

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