Münchner Modell; Foto: Isochrom, via baunetz.de
Der so genannte „Pavillon 21 Mini Opera Space“ , dessen Entwurf das Wiener Architekturbüros Coop Himmelblau gestern vorstellte, soll als temporäres Musiktheater der Bayerischen Staatsoper für die Münchener Opernfestspiele 2010 ab April 2010 auf dem Münchner Marstallplatz gebaut werden.
Gefährlich spitze Zacken und glänzende Aluminiumbleche aussen, schräge Wände und wilde Prismen innen: Die Konstruktion besteht aus Fertigteilen, die auf eine Stahlkonstruktion montiert sind, und ist komplett zerlegbar. Die Oper kann auf- und abmontiert werden.
Das temporäre und laut den Entwurfsanforderungen „kleine, billige, zerlegbare Theater“ soll Platz für 300 Besucher bieten und in seiner Gestaltung von Bühne, Bestuhlung und Bankett-Gestaltung völlig variabel sein. Sponsor ist Mini. Kosten darf das Projekt ca. 2,1 Mio Euro. Schon im Juni 2010 soll der „Ort des Experiments, des Labors und des Risikos“ mit einem dafür entwickelten Schlingensief-Werk eröffnet werden.
Könnte das nicht auch ein Beitrag sein zur Würzburger Theater-Neubau-Sanierungs-Vorübergehend in die Frankenhalle – oder was denn nun – Diskussion ?
…wobei da vielleicht noch ein bisschen Umdenken zum Thema Architektur, Experiment und Risiko nötig wäre …
Würzburger Modell, Fotomontage: J.Roth

Für einen richtigen Veranstaltungsort ist der Vorplatz wohl zu klein. Schließlich steht da ja noch Kunst am Bau an der Stelle. Leider ist das Objekt seit Jahren unvollständig (das Innenleben fehlt). Das könnte man im Zuge der Baumaßnahmen wieder herrichten.
Vorstellen könnte ich mir jedoch einen kleinen Infopavillon (natürlich von LP10 entworfen), in dem sich Besucher über die Geschichte des Stadttheaters, den Ausweichort Frankenhalle und über den Baufortschritt bzw. über die geplanten Maßnahmen informieren können.