Ausstellungstipp: Alessi 22.5.-19.9. Pinakothek der Moderne

es besteht wohl sicher ein breiter Konsens darüber, dass unseren italienischen Freunden von Natur aus eine gewisse Geschmacks- und Stilsicherheit gegeben ist. Und das mögen wir, wie ein Blick in unseren Küchenschrank beweist.

Alessi, die italienischen Designfabrik, wirft durchgestylte und reeditierte Designklassiker in so großer Zahl auf den Markt, dass zwangsläufig jeder Haushalt schon aus Versehen eines ihrer Produkte besitzen muss. Ein Wasserkessel oder gar die Zitruspresse von Philip Starck auf dem Küchenboard lassen selbst den tumbsten teutonischen Stillegastheniker gut aussehen.

Die Liste der Architekten, die für Alessi gearbeitet haben, dürfte nahezu die komplette Top-Fifty der weltweit bekanntesten Namen und Büros umfassen: UN Studio, Dominique Perrault, Frank O. Gehry, Mario Botta, David Chipperfield, Massimiliano Fuksas, SANAA, Zaha Hadid, und, und, und…

la cupola

Espressomaschine »la cupola« von Aldo Rossi (Foto: Thomas Leiser)

Oggetti e Progetti | Alessi: storia e futuro di una fabbricia del design italiano
22.05.2010 - 19.09.2010
Ausstellung | PINAKOTHEK DER MODERNE | DESIGN

»Alessandro Mendini kuratiert und gestaltet für Die Neue Sammlung einen Rückblick auf die letzten 30 Jahre italienischen Designs. Seinen Fokus richtet Mendini dabei auf einen Protagonisten der Szene: das Unternehmen Alessi, das sich vom kleinen metallverarbeitenden Betrieb zur weltweit agierenden Ideenfabrik wandelte. Mit seinen Produkten, und vor allem auch durch seine stilprägenden Ideen, Aktionen und Metaprojekte schrieb Alessi europäische Designgeschichte und ist Auslöser für Reflexionen über die Zukunft des Designs.« (www.pinakothek.de)

3 Kommentare zu “Ausstellungstipp: Alessi 22.5.-19.9. Pinakothek der Moderne”


  1. 1 chester

    Fehlt ja nur noch die Liste der weltweiten Top-Fifty Energieberater die bei der Entwicklung der Espressokannen mitgearbeitet haben. ;-)

  2. 2 matthias

    Was für eine Energieschleuder – ohne WDVS! ;)

  3. 3 ThomasL

    Liebe Kollegen,

    hier hat man ein typisches Beispiel, was passiert, wenn man keinen Energieberater hinzuzieht:

    - keinerlei Fenster für Tageslicht- oder passive Solarnutzung, d.h. da drin ist wahrscheinlich ständig elektrisches Licht an

    - die Bodenplatte kragt aus und ist offenbar nicht einmal frostfrei gegründet. Das bedeutet nicht nur enorme Energieverluste; hier sind Bauschäden vorprogrammiert

    - Tülle und Henkel sind immense Wärmebrücken und müssten natürlich entfernt oder zumindest rundum gedämmt werden

    - wie es scheint, besteht der ganze sommerliche Wärmeschutz darin, zuviel Hitze über ein Ventil im Erdgeschoss abzulassen

    Also, mal so, ohne es gerechnet zu haben, einfach aus dem Bauch raus: die EnEV 2009 hält das Ding nie und nimmer ein.

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