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Schöner (Studenten)Wohnen in WÜ

… sollen Würzburger Studenten in naher, näherer, nicht ganz ferner Zukunft am neuen Campus Hubland Nord. Anfang der Woche wurde ein vom Würzburger Studentenwerk ausgelobter Architektenwettbewerb zum Neubau eines dort geplanten Studentenwohnheims entschieden.  And the winner is … ???  (Tusch)

Wir sind stolz, mitteilen zu dürfen, dass der 1.Preis an Hetterich Architekten aus Würzburg ging und einen sicher nicht ganz unwesentlichen Anteil daran unser LP 10ler Georg Fries hat. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle! Die 2. und 3. Preise gingen an MoRe- Architekten Hamburg/ Freiburg und die Arbeitsgemeinschaft Herle + Herrle Architekten mit Hahne Mauz Architekten, München. Über Rang 4  durfte sich mit GKT  Architekten (Grellmann, Kriebel, Teichmann)  wieder ein Würzburger Büro freuen. Die Preisträger wurden bereits gestern um 15.00 Uhr im Festsaal des Studentenwerkes geehrt. Die Ausstellung mit den Wettbewerbsbeiträgen aller teilnehmenden Büros kann dort noch bis 28.05.2011 täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr besucht werden.

Und so solls nach Vorstellung des Siegerentwurfes dann irgendwann mal aussehen am Hubland:

Perspektive und Modell: Hetterich Architekten, Würzburg

stadtansichten mal anders

Grafiken: Daniela Walter, Würzburg

Das Heizkraftwerk zwischen verdächtig vielen Bäumen, ein historischer Ballon über der alten Mainbrücke und schwimmende Schwäne vor dem Dom? Unsere gewohnten Würzburger Stadtansichten stellt die Würzburger Grafikerin und Künstlerin Daniela NUE Walter in Ihren »Stadtansichten« in neue und ungewöhnliche Zusammenhänge. Fotos historischer Bauten und moderner Würzburger Architektur, Blumenbilder, alte Grafiken und archivarische Texte werden komponiert, überlagert und verfremdet und lassen facettenreiche Digitalkollagen entstehen.

Die Idee wurde 2007 für die Ausstellung VKU on Tour im Spitäle geboren. Inzwischen sind 12 Bilder und ein Kalender für 2011 entstanden, den die Künstlerin vergangenen Freitag im Rahmen eines »Kalenderfestes« und der Veranstaltungsreihe Afternetwork in der Galerie des Kunsthauses Michel in der Semmelstraße vorstellte. Die einzelnen Bilder sind dort bis Ende der Woche als großformatige und hochwertige Drucke auf Aludibond zu sehen und können ebenso erworben werden wie der Kalender, der für den ein oder anderen Würzburgliebhaber vielleicht auch ein potentielles Weihnachtsgeschenk abgibt. (24,90 €; erhältlich auch bei Daniela Walter direkt)

last minute tv-tipp – loos ornamental

Bild: 3sat

Wer gerade mal wieder vorm Fernseher sitzt und nicht weiß was er schauen soll, der sollte es um 23.35 vielleicht mal mit 3sat und der Architekturdoku »Loos ornamental – Architektur als Autobiographie«versuchen. Vordergründig zeigt der Film 27 noch existierende Bauwerke und Innenausstattungen des österreichischen Architekten Adolf Loos in Wien, Niederösterreich, Prag, Brno, Pilsen, Nachod und Paris im Kontext ihrer heutigen Umgebungen. Loos‹ Programm wird oft auf seine Ablehnung des Ornamentes reduziert. In seiner bekanntesten Schrift  Ornament und Verbrechen (1908) argumentiert er, dass Funktionalität und Abwesenheit von Ornamenten im Sinne menschlicher Kraftersparnis ein Zeichen hoher Kulturentwicklung seien. Ornamentale Verzierungen seien eine ebenso unangemessene wie überflüssige Arbeit, statt dessen plädiert Loos für die Verwendung edelster Materialien, um die Anmutung von Sinnlichkeit und Reichtum zu erzielen.Emigholz geht es in seinem Film jedoch um etwas anderes. Er führt Loos‹ »Raumplan« anhand der von ihm gebauten Häuser vor und will, dass sich ein Raum »durch die Abfolge getalteter Filmbilder gedanklich möglichst perfekt miterleben lässt«. So kommt seine Dokumentation nahezu ohne Worte aus und versetzt den Zuschauer in die Lage die Architektur anhand der Filmbilder verstehen zu lernen. „Die Architektur projiziert einen Raumentwurf in die dreidimensionale Welt. Der Film nimmt diesen Raum und übersetzt ihn in zweidimensionale Bilder, die uns in der Zeit vorgeführt werden. Im Kino erfahren wir so etwas Neues: einen Gedankenraum, der uns über Gebäude meditieren lässt.“ (Heinz Emigholz)

Am 14.11. um 11.20 Uhr zeigt 3sat eine weitere Erstsendung aus der Emigholz-Reihe: »Schindlers Häuser«.

so weiß, so gut

© online.sdekultur

LESS AND MORE – DAS DESIGNETHOS VON DIETER RAMS heisst eine neue Austellung des Museums für Angewandte Kunst in Frankfurt,  die am Sa. den 22.Mai eröffnet wurde.

Dieter Rams (»Mister Braun«) war von 1955-1995 als Gestalter und Chefdesigner für das Unternehmen Braun tätig; für Vitsoe kreierte er erweiterbare Systemmöbel, die heute u.a. im Kanzleramt stehen.  Aus seinem Designethos entwickelte sich eine Gestaltungshaltung und eine elegante und reduzierte Formensprache, die bis heute  nicht nur junge Designer, sondern auch große Firmen inspiriert- allen voran Apple.

Die Ausstellung ist jedoch mehr als eine Retrospektive seiner Arbeit. So zeigt sie auch den historischen und gestalterischen Kontext zu Dieter Rams und die Tradition der funktionalen Gestaltung in Deutschland- von Behrens über De Stijl und Werkbund, bis zu den Positionen der Nachkriegszeit, unter anderem vertreten durch die HfG Ulm – und will einen Ausblick geben auf die Gegenwart und die Zukunft unserer Produktwelten.

Sehen kann man das Ganze noch bis zum 5.September. Hier gibt es mehr Informationen,  Hier eine sehr empfehlenwerte, weil interessante,  informative und kurzweilige Bildstrecke der Süddeutschen Zeitung zur Austellung und Dieter Rams.

Architekten, Werke, Blicke – Architektur im Kino

Foto via casa-kino.de

»Mich interessiert die freie sinnliche Kurve. Die Kurve der Flüsse meines Landes, der Wolken, der schönen Frauen.«
Kein jugendlicher Heißsporn, sondern der 100jährige Architekt Oscar Niemeyer spricht diese denkwürdigen Sätze in einer Dokumentation, die seine verblüffenden Bauten in den Mittelpunkt stellt und ganz nebenbei auch eine kleine Kulturgeschichte Brasiliens liefert.

Architekten, Werke, Blicke nennt sich eine neue Reihe des Casablanca Kinos in Ochsenfurt, die gestern mit einer Dokumentation über Santiago Calatrava startete und an den kommenden drei Mittwochen fortgesetzt wird:

Am Mittwoch, 21.04. , 21.00 Uhr werden  Sketches of Frank Gehry gezeigt. Sidney Pollack hat keine Ahnung von Architektur und keine vom Dokumentarfilmen; Gehry hat keine Ahnung vom Film. Trotzdem oder gerade deswegen gelingt es dem Starregisseur ein sehens- und bemerkenswertes Poträt vom befreundeten Stararchitekten zu zeichnen,  das nicht zuletzt lebt von den Gesprächen der beiden und dem gemeinsamen Versuch den Wurzeln ihrer Kreativität und den Zwängen künstlerischer Freiheit nachzuspüren. Ich durfte den Film vor Jahren schon einmal sehen und kann ihn jedem nur ans Herz legen!

Am Mittwoch, den 28.04., 21.00 Uhr geht es weiter mit dem eingangs bereits erwähnten Oscar Niemeyer – Das Leben ist ein Hauch. „Als wir zum ersten Mal nach Brasilia flogen, saß ich neben Marschall Lott. Er sagte: ‚Niemeyer, unsere Gebäude werden doch im traditionellen Stil sein?‹ Ich lächelte ihn an: Was würden Sie im Krieg vorziehen? Eine alte Waffe oder eine moderne?« … Wohl desöfteren auch eine Würzburger Fragestellung !? ;)

Am Mittwoch den 05.05., 21.00 Uhr steht Goff in der Wüste auf dem Programm. „Von Goff kann man lernen, wie man nicht bauen sollte.« sprach einst Mies van der Rohe. Seine verspielte, ornamentale und eigensinnige Architektur war der Lehre der neuien Sachlichkeit verhasst. Der Architekt selbst wurde mit einer Schwulen- Kampagne diffamiert und seine wichtigsten Bauten posthum zerstört. Heinz Emigholz versucht den großen Unbekannten der amerikanischen Architektur mit seinem Poträt aus der Vergessenheit zurück zu holen.

Kino- Vermieter gesucht!

Sie haben eine alte Lagerhalle, eine ehemalige Werkstatt, einen alten Weinkeller oder eine sonstige leerstehende Immobilie größerer Abmessung und wissen nicht was nun damit anfangen? Vielleicht liegt hier die Lösung: Werden Sie Vermieter eines Programmkinos!

Nach den Besitzern sucht die Initiative für ein Programmkino in Würzburg nun nämlich potentielle Vermieter für selbiges. Die bereits seit Anfang März erfolgreich laufende Kino-Veranstaltungsreihe findet derzeit in wechselnden Kleinkunstbühnen und Theatern in Würzburg statt.  Auf Dauer soll jedoch  ein geeignetes Objekt mit Innenstadtanbindung gefunden werden, in dem längerfristig eine Installation von ein bis zwei Kinoräumen möglich ist.

Sollten Sie also geeignete Räume kennen oder selbst besitzen, wenden Sie sich an die Initiative!

Hier der offizielle Aufruf mit allen weiteren Infos und der Kontaktadresse:

Programmkino im April

»Die Abenteuer des Prinzen Achmed« Bildrechte: absolut MEDIEN

Nach dem überaus erfolgreichen Auftakt im März hat die Initiative für ein Programmkino in Würzburg auch im April wieder einige Vorführungen organisieren können.  Fünf Kinoabende versprechen wieder ein interessantes und vielfältiges Programm. Für die kleinen Filmfans gibt es diesmal auch zwei Nachmittagsveranstaltungen mit den »Abenteuern des Prinzen Achmed« , dem ersten abendfüllenden Animationsfilm der Filmgeschichte aus dem Jahr 1923. Als Märchen nach Motiven aus Tausendundeiner Nacht voller Poesie und bezaubernder Figuren könnte er auch heute noch- oder gerade heute wieder- ein ganz besonderes Erlebnis sein- und das nicht nur für die Kinder!

Hier die Termine zum Vormerken. Spielorte sind bei den Filmen vom 08.- 10.04.2010 das Plastische Theater Hobbit in der Münzstraße und vom 20.-27.04.2010 das Theater am Neunerplatz in der Zellerau.

Do.   8.4. 19:30 SÉRAPHINE von Martin Provost F, 08, 125 Min., DF, ab 6 J.

Fr.    9.4. 16:00 DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED von Lotte Reiniger D 23, 65 Min., ab 6 J. Silhouetten -Animationsfilm

Fr.    9.4.  20:00 PLASTIC PLANET von Werner Boote A/D 09, 95 Min. ab 0 J.

Sa. 10.4. 16:00 DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED von Lotte Reiniger

Sa. 10.4. 19:30 SÉRAPHINE von Martin Provost

Di. 20.4. 20:00 DIE FRAU MIT DEN 5 ELEFANTEN von Vadim Jendreyko CH / D 09, 93 Min., ab 6 J.

Di. 27.4. 19:30 PANDORA’S BOX von Yesim Ustaoglu T/F/D 08, 112 Min. ab 6 J.

Die ersten Vorführungen im März im Chambinsky waren, glaube ich allesamt ausverkauft. Es empfiehlt sich also,  sich rechtzeitig Karten zu besorgen. Mehr Infos zu den Filmen und alles weitere gibt es im Flyer der Initiative: ProgrammApril

via njandjulie.wordpress.com

werden sie besitzer eines kinos

Grafik: Initiative zur Gründung eines innerstädtischen Programmkinos

Da ich der Meinung bin, dass das hier eine Aktion ist, die auch LP10 unterstützen kann, poste ich hier einfach mal einen Artikel, den ich eben auf meinem privaten Blog geschrieben habe:

Werden Sie Besitzer eines Kinos! Unter diesem Slogan hat der Fachbereich Kultur der Stadt Würzburg gestern Flyer für eine Initiative zur Gründung eines innerstädtischen Programmkinos in Würzburg unters Filmvolk in der Posthalle gebracht. Ziel der Initiative ist die Installation eines kleinen Programmkinos mit mindestens  fünf Tagen Programm und kleinem gastronomischen Angebot. Geplant ist ein Aufbau in drei Stufen: Stufe 1- ein provisorisches Angebot an wechselnden Orten mit ausgewählten Filmen. Stufe 2- eine zweijährige Übergangslösung bis zur Fertigstellung der Frankenhalle mit anspruchsvollem Kinoprogramm. Stufe 3 – eine dauerhafte Lösung möglichst in der Frankenhalle. Als Träger und Betreiber soll eine Genossenschaft oder ein Verein gegründet werden.

Respekt! Es tut sich also was an der Programmkinofront! Und das sogar recht schnell. Die Initiative klingt zumindest schon recht weit und ganz gut durchdacht. Zur Umsetzung werden aber natürlich vor allem die Würzburger Bürger und Filminteressierten gefragt sein. Denn das Ganze kann nur mit dem Engagemant ehrenamtlicher Mitglieder gestemmt werden, deren Mitarbeit in den Bereichen Vorstand, Programm, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation oder Technik gefragt ist.  Wer also zeigen will, dass die Würzburger nicht nur an der Jammerfront stark sind, sondern auch wirklich bereit, etwas zu tun gegen den in den letzten Wochen so oft kritisierten und bedauerten Verfall der Kinokultur in unserer Stadt, der ist eingeladen zur Gründungs- Vorbereitungversammlung am Dienstag, den 9.Februar 2010 um 19:30 Uhr im Luisengarten.

Die ersten Filmtermine stehen auch schon – jeweils im Theater Chambinsky und für schlappe 4,50 Euro:

Dienstag, 02.03. 20:00 Die Anwälte – eine Deutsche Geschichte von Birgit Schulz, D 2009

Dienstag, 09.03.2010 19:00 Das Weisse Band von Michael Haneke, D/A/F/I 2009

Dienstag, 23.03.2010 20:00 Dolpo Tulku – Heimkehr in den Himalaya von Martin Hofmann, D 2009

Für mehr Infos findet Ihr hier den Flyer für potentielle Kinobesitzer. (auf die Schnelle eingescannt, also entschuldigt die Qualität).

lp10 weihnachtsfeier

Wir treffen uns morgen,  Freitag, den 18.12.2009 um 19.00 Uhr am Feuerzangenbowlenstand auf dem Würzburger Weihnachtsmarkt.  Das weitere Programm ist noch offen, Beschlüsse erfolgen spontan und abhängig von Lust, Laune und Teilnehmern.

Eingeladen ist wer kommen mag. Allen andren schon mal Frohe Weihnachten und schöne Tage bis zum Wiedersehen 2010!

temporäres Minitheater – auch was für WÜ?

Coop Himmelb(l)au, Pavillon 21 Mini Opera Space, Münchener Opernfestspiele 2010

Münchner Modell; Foto: Isochrom, via baunetz.de

Der so genannte „Pavillon 21 Mini Opera Space“ , dessen Entwurf das  Wiener Architekturbüros Coop Himmelblau gestern vorstellte, soll als temporäres Musiktheater der Bayerischen Staatsoper für die Münchener Opernfestspiele 2010 ab April 2010 auf dem Münchner Marstallplatz gebaut werden.

Gefährlich spitze Zacken und glänzende Aluminiumbleche aussen, schräge Wände und wilde Prismen innen: Die Konstruktion besteht aus Fertigteilen, die auf eine Stahlkonstruktion montiert sind,  und ist komplett zerlegbar. Die Oper kann auf- und abmontiert werden.
Das temporäre und laut den Entwurfsanforderungen „kleine, billige, zerlegbare Theater“  soll Platz für 300 Besucher bieten und in seiner Gestaltung von  Bühne, Bestuhlung und Bankett-Gestaltung völlig variabel sein.  Sponsor ist Mini. Kosten darf das Projekt ca. 2,1 Mio Euro. Schon im Juni 2010 soll der „Ort des Experiments, des Labors und des Risikos“ mit einem dafür entwickelten Schlingensief-Werk eröffnet werden.

Könnte das nicht auch ein Beitrag sein zur Würzburger Theater-Neubau-Sanierungs-Vorübergehend in die Frankenhalle – oder was denn nun – Diskussion ? ;-) …wobei da vielleicht noch ein bisschen Umdenken zum Thema  Architektur, Experiment und Risiko nötig wäre …

Würzburger Modell, Fotomontage: J.Roth