LP 10 Tipp fürs Wochenende: Kino, Film + Party! Zum 38. Mal findet von heute bis Sonntag das Internationale Filmwochenende Würzburg statt. Wie im letzten Jahr müssen die Veranstalter am immer noch ungewohnten Märztermin gegen die ersten schönen Frühjahrstage kämpfen. An anderer Stelle wurde Ihnen deswegen schon schlechtes Wetter gewünscht, ein Blick ins vielschichtige Programm allerdings zeigt, dass man auch bei Schönem neben oder trotz der Sonne doch auch den ein oder andren interessanten Film geniessen sollte… und die Sonne geht ja schliesslich ohnehin auch irgendwann unter.
LP10 Filmtipp: The Illusionist von Sylvain Chomet – eine liebevolle Hommage an Jaques Tati, der als Monsieur Hulot in fast allen seinen Filmen auf seine unvergleichliche Art mit den Errungenschaften der Moderne ringt und dabei gezielt einen Blick auf die moderne Architektur wirft, der er oft hilflos ausgeliefert zu sein scheint. Im Animationsfilm »The llusionist« geht es zwar mehr um Zauber- als um Baukunst, aber die Hauptfigur Tatischeff heisst nicht nur zufällig gleichlautend mit dem bürgerlichen Namen von Jacques Tati. Wie der Magier so verloren in seinem Trenchcoat durch die moderne Welt stakst und seine ganz eigenen Probleme damit hat, wirkt er nicht nur von ungefähr wie ein animierter Wiedergänger des Monsieur Hulot.

Im FiWo -Programm gibts den Film am Freitag, um 21.30 und am Samstag um 17:00 Uhr jeweils im Central zu sehen.
LP10 Party-Tipp kann natürlich nur die alljährlich immer wieder gelungene Filmwochenende-Party am FiWo-Samstag sein. Diesmal ab 22:00 Uhr im Coworking in der Veitshöchheimerstrasse – übrigens als ehemaliger Bürostandort von brückner+brückner architekten und der Baustelle 4 ein durchaus auch architektonisch geprägter Ort in dem Boyman und DJ Schrauber vom on3-Radio/München schon für tanzende Füße sorgen werden.
Have Fun!

Let´s talk about music… Über Musik reden. Das ist die inhaltliche Vorgabe für die Musik-Talkshow, die von Oktober 2010 bis März 2011 jeden ersten Dienstag im Monat an wechselnden Orten in Würzburg stattfindet.
Vorgestellt wird an jedem Abend ein Akteur der Würzburger Kulturszene und seine zehn persönlichen favourite tracks, also seine zehn allerliebsten Lieder. Nach gemeinsamer Anhörung werden diese Tracks zum Ausgangspunkt für ein Gespräch über Musik … und gerne auch ein paar andere Themen.
Initiator und Moderator der Abende ist Dennis Schütze.
Gast ist Matthias Braun von LP10
Eintritt Frei!
Wann: 01. März 2011, Beginn: 20.00 Uhr
Wo: Treffpunkt Architektur, Herrnstraße 3, 97070 Würzburg
mehr dazu:
>My favourite tracks
>Dennis Schütze
>Matthias Braun
p.s. Den Text habe ich vollständig von der Seite myfavouritetracks übernommen, ohne die Satzstellung zu verändern.
Hier kann man auch das weitere Programm von Hr. Schütze sehen.

Bild: 3sat
Wer gerade mal wieder vorm Fernseher sitzt und nicht weiß was er schauen soll, der sollte es um 23.35 vielleicht mal mit 3sat und der Architekturdoku »Loos ornamental – Architektur als Autobiographie«versuchen. Vordergründig zeigt der Film 27 noch existierende Bauwerke und Innenausstattungen des österreichischen Architekten Adolf Loos in Wien, Niederösterreich, Prag, Brno, Pilsen, Nachod und Paris im Kontext ihrer heutigen Umgebungen. Loos‹ Programm wird oft auf seine Ablehnung des Ornamentes reduziert. In seiner bekanntesten Schrift Ornament und Verbrechen (1908) argumentiert er, dass Funktionalität und Abwesenheit von Ornamenten im Sinne menschlicher Kraftersparnis ein Zeichen hoher Kulturentwicklung seien. Ornamentale Verzierungen seien eine ebenso unangemessene wie überflüssige Arbeit, statt dessen plädiert Loos für die Verwendung edelster Materialien, um die Anmutung von Sinnlichkeit und Reichtum zu erzielen.Emigholz geht es in seinem Film jedoch um etwas anderes. Er führt Loos‹ »Raumplan« anhand der von ihm gebauten Häuser vor und will, dass sich ein Raum »durch die Abfolge getalteter Filmbilder gedanklich möglichst perfekt miterleben lässt«. So kommt seine Dokumentation nahezu ohne Worte aus und versetzt den Zuschauer in die Lage die Architektur anhand der Filmbilder verstehen zu lernen. „Die Architektur projiziert einen Raumentwurf in die dreidimensionale Welt. Der Film nimmt diesen Raum und übersetzt ihn in zweidimensionale Bilder, die uns in der Zeit vorgeführt werden. Im Kino erfahren wir so etwas Neues: einen Gedankenraum, der uns über Gebäude meditieren lässt.“ (Heinz Emigholz)
Am 14.11. um 11.20 Uhr zeigt 3sat eine weitere Erstsendung aus der Emigholz-Reihe: »Schindlers Häuser«.
fragte ich mich (O-Ton Würzburch: »was mechtn der, derf der des?«), als mir gerade eben dieser freundliche Helipilot ins Bürofenster linste.

Also, geschwind das Kennzeichen gegoogelt, Eigentümer angerufen und um Aufklärung gebeten. Die Lösung ist, dass der Heli und seine Crew seit ein paar Stunden die Sendeleistung, Feldstärke etc. des neuen Funkturms in alle Richtungen vermessen. Das Kind in mir und ich als Ingenieur, wir beide also, können dem Treiben jedenfalls stundenlang zuschauen. G’schafft kriech mer so natürlich nix.

Bild: Matthias Braun
Neulich in Würzburg entdeckt: Eine QR-Code (Quick Response Code) Fassade aus den 50er Jahren - Fein säuberlich an die Wand gefliest und damit mit jedem QR fähigen Handy einzulesen. Da soll doch noch einmal jemand wagen zu behaupten, die 50er wären spießig und kleinbürgerlich gewesen. Im sonst so fortschrittlichen Japan sind Architekten erst jetzt auf den Trichter gekommen, die Fassade des N Buildings (Shopping Center in Tokio) als interaktiven QR-Code auszubilden. Schnee von Gestern!
Mehr dazu:
>QR-Code
>N Building Tokio

Seit dem 10. August unterhält die Zeitschrift Baumeister ein eigenes Blog und auch bei Facebook ist das Architekturmagazin, das es übrigens seit 1902 gibt, nun präsent. Warum? »Damit wird die lange Durststrecke zwischen den Monatsheften verkürzt. Dass wir täglich Tagebuch führen, wird wohl nicht gelingen, wenn die Beiträge einen gewissen Informationswert besitzen und nicht bloß die Reisebewegungen der Redakteure oder die aktuellen Außentemperaturen mitteilen sollen.«, so steht es im ersten Beitrag geschrieben. Das hört sich doch viel versprechend an. Baumeister-Chefredakteur Wolfgang Bachmann war ja erst vor kurzem in Würzburg im Rahmen der Architekturwoche A5 als Diskussionsleiter auf der schwimmenden Bühne des Hafensommers zu sehen (LP10 berichtete).
Hier die relevanten Links:
>Baumeister Blog
>Baumeister bei Facebook
>Baumeister Website

Wer bezüglich des italienischen Pavillons bei der 12. Architektur Biennale in Venedig auf dem Laufenden gehalten werden will, der sollte sich mal die Internetseite YMAG anschauen. Hier gibt`s alle Neuigkeiten zum italienischen Beitrag »AILATI. Reflections from the future« des Kurators Luca Molinari.
(Übrigens: AILATI = ITALIA rückwärts, bzw. spiegelverkehrt, falls sich jemand über das Motto gewundert hat)
>YMAG
>Der italienische Pavillon

Die Origami-Tiger in Sydney, Foto (c) LAVA
Traurig aber wahr: Wir befinden uns nach dem chinesischen Kalender seit Februar 2010 im »Jahr des Tigers«, doch um das Wohl der stolzen Großkatze ist es nach Angaben des World Wide Fund For Nature (WWF) sehr schlecht bestellt. Nur noch rund 3200 Tiger leben in Asien in freier Wildbahn und wenn die aktuelle Entwicklung (Jagd und Zerstörung des Lebensraums) so weitergeht, könnte das nächste Jahr des Tigers im Jahr 2022 zu einem Trauerjahr werden.
Das dachten sich auch Chris Bosse, Tobias Wallisser und Alexander Rieck – das Team des Architekturbüros LAVA (Laboratory for Visionary Architecture) – und entwickelten in Zusammenarbeit mit Jennifer Kwok vom Customs House Sydney das Projekt »Origami Tiger«. Zwei Tigerskulpturen aus Aluminium und Barrisol-Membran werden auf die Reise durch die Metropolen der Welt wie Sydney, Kuala Lumpur, Singapur und Berlin geschickt, um die Öffentlichkeit auf das drohende Aussterben der Tiger aufmerksam zu machen. Die sieben Meter langen und rund zweieinhalb Meter hohen Skulpturen sind mit LED-Dioden bestückt, deren pulsierendes Licht die Tiger nachts zum Leben erweckt. Ab 10. August ist das Tigerpärchen in Berlin zu sehen.
Wer sich umfassender über die Architektur von LAVA und die aktuelle Kampagne des WWF zum Schutz der Tiger (»Tigerland«) informieren will, dem empfiehlt LP10 folgende Links:
>LAVA (Laboratory for Visionary Architecture)
>World Wide Fund For Nature (WWF)
>Aktion »Tigerland«
P.S.: Übrigens hat Tobias Walliser auch schon im Rahmen des LP10-Vortragsprogramms in Würzburg referiert. Damals war er allerdings noch für UN Studio tätig


Die WM-Pause bei LP10 ist vorbei. Joggis Jungs haben uns sehr viel Freude bereitet und ein tolles Turnier gespielt. Leider sind wir schon wieder an den »Ticki Tacka« der Spanier gescheitert wie uns Paul der Oktopus vorhergesehen hat. Aber vielleicht klappts mit unserem »jungen« Team ja in zwei oder in vier Jahren. Auf jeden Fall haben wir im Ausland mit Spielkultur geglänzt und etwas gegen unser beinhartes Image als »Panzer« getan.
Für ein positiveres Image der Stadt in Sachen Architektur veranstaltet der BDA-Unterfranken die A5 – »die fünfte Architekturwoche« in Würzburg. Thema: Umbruch, Abbruch Aufbruch. Gezeigt werden an drei unterschiedlichen Orten wie sich eine Stadt verändert, ja verändern muß um weiterleben zu können. Vielleicht können diese Beiträge zur Baukultur auch überregional glänzen und etwas gegen den Ruf der beinharten »Bauverhinderer und Dauernörgler« tun.
Mehr Informationen unter architekturwoche.org



Ansicht Nord und Ansicht Süd des LP10 Teams vor dekonstruktiver Torkulisse
Foto: Sportbild
Bei einer üblen Hitzeschlacht (gefühlte 40°C) in der Fußballarena der Freien Turner Würzburg erreichte das Aufgebot der Leistungsphase10 unter der Leitung von Trainer Georg van Fries einen erfolgreichen 7. Platz. (von insgesamt 10 teilnehmenden Mannschaften). Fehlendes Losglück bescherte dem LP10-Team die schwerste Gruppe des Turniers, aus welcher der spätere Turniersieger »Schwarzer Spatz« und das zweitplatzierte Team des Turniers – »Wissi ist kein AA« – hervorgingen. Da half auch kein Architekten-Catenaccio weiter, leider.
Dennoch zog Trainer van Fries ein positives Fazit. »Die Einsatzbereitschaft und der Kampfwille des Teams haben überzeugt, obwohl die letzten Wettbewerbswochen (vorsicht: versteckter Witz) stark an die Reserven gingen. An Schwächen in der Abstimmung und bei den Laufwegen werden wir noch weiter hart arbeiten müssen. Möglicherweise kann im nächsten Jahr mit der Bayerischen Architektenkammer als neuer Sponsor ein 14 -tägiges Trainingslager in Südtirol finanziert werden, so dass die Mannschaft dann in Topform beim nächsten Turnier antreten kann.«, verkündete Feierbiest van Fries bei der anschließenden Pressekonferenz.
LP10 gratuliert dem würdigen Gewinner des Turniers »Scharzer Spatz«, dem zweitplatzierten »Wissi ist kein AA« und natürlich dem Dritten »Schöner René« und bedankt sich bei allen anderen Mannschaften und dem Veranstalter für ein faires und sehr lustiges Turnier. Gerne wieder!
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