Archiv für die Kategorie 'Humor'

lights on in der zellerau

Foto jr

Alle Jahre wieder entbrennt in diesem Mehrfamilienhaus in der Zellerau ein heißer Wettkampf um den »ChristmasBalkonDeko – Award Zellerauer Kiez«. Für die Bemühungen der Teilnehmer und das allabendliche Winter-Weihnachts-Schauspiel verleihen wir das Gütesiegel »LP10 TOPSPOT« und sind gespannt wer in diesem Jahr das Rennen macht: Frosty the Snowmann, Lukas der Lokomotivführer oder doch der fast dezente- zurückhaltende Ohh Tannenbaum?

Foto jr

LP 10 wünscht Euch erleuchtete frohe Weihnachten und bunte Aussichten fürs neue Jahr!

Gelebte Integration

Foto: mb

Ein Musterbeispiel für Integration und Kulturaustausch im Zellerauer Kiez ist das »Frankenstüble« in der Weißenburgstraße. Die Spezialitäten des Hauses Bratwurstdöner und Pizzabloatz kann der Gast im netten Biergarten genießen. Von hier aus hat meinen einen schönen Überblick über die Hood. Wer dann noch etwas Abwechslung sucht, dem sei ein Besuch des Casinos um die Ecke ans Herz gelegt. LP10 findet`s fei echt net schlecht, Alter!, und vergibt deswegen das Gütesiegel »LP10 TOPSPOT«.

Obdachlose in Hotelturm aufgegriffen

Würzburg. Am Dienstagmorgen sind im halbfertigen Hotelturm in der Schweinfurter Straße vier Obdachlose aufgegriffen worden. Die Männer befanden sich laut eigenen Angaben auf der Durchreise und hatten sich die Baustelle als Schlaf- und Wohnstätte für ein paar Tage ausgesucht. Wie der Polizeisprecher mitteilte, gingen die Männer davon aus, dass sie als Handwerker verkleidet dort nicht weiter auffallen würden. Als Ortsunkundige konnten sie nicht wissen, dass sie genau das verdächtig machte.

Weiter Infos hier und hier

Architektenkalauer der Woche

Bild: MB

LP10 Topspot: Original Christo am Marktplatz Würzburg

Foto: Matthias Braun

Nachdem Schweinfurt in Sachen Kunst Würzburg mehr und mehr den Rang abzulaufen schien (Museum Georg Schäfer, Kunsthalle Schweinfurt) sah sich die Stadtverwaltung gezwungen zu reagieren. Es musste einfach etwas passieren. Schließlich ist Würzburg das Oberzentrum und nicht Schweinfurt. Und damit das so bleibt wurde kurzerhand der weltbekannte Verpackungskünstler Christo (seine Frau und Partnerin Jeanne-Claude verstarb am 18.11.2009) beauftragt, auf dem Würzburger Marktplatz tätig zu werden. Das Ergebnis ist auf obigem Foto zu bewundern.

Zugegeben, von der Dimension her nicht unbedingt zu vergleichen mit der Verhüllung des Reichstagsgebäudes in Berlin, aber immerhin. Bei angespannter Haushaltslage müssen es auch kleine aber feine Projekte tun – oder hat man doch nur einfach vergessen, mal endlich die Schutzverpackung zu entfernen…?

Hamster im Ringpark – Aus für Strabalinie 6?

Ein Langohrhamster (lat.: cricetus auritus) ist in eine Fotofalle im Ringpark getappt…

Den Möbelriesen Ikea hätten die Feldhamster beinahe zu Fall gebracht. Nun droht der Straßenbahnline 6 das vorzeitige Aus. Im Bereich des geplanten neuen Ringparkdurchstichs der Trasse (Gericht / Ottostraße) ist ein Exemplar der äußerst seltenen Spezies »cricetus auritus«, ein sog. Langohrhamster, mittels einer Fotofalle aufgespürt worden. Dieses Tier steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Besonders prekär an der Situation ist die Tatsache, dass sich diese Hamsterart laut Expertenaussagen im Gegensatz zum gemeinen Feldhamster kaum umsiedeln lassen könne, da die Langohrhamster ihr einmal gewähltes Revier bis an ihr Lebensende nicht mehr verlassen. Bedeutet das, dass die Planungen für die Straßenbahnlinie 6 eingestampft werden können? 

P.S.: Gerüchten zufolge sollen am Mozartareal auch schon Langohrhamster gesichtet worden sein.

Schönes Wochenende!

Neue Stadtschönheitschirurgen in Würzburg

Als hätten wir nicht schon genug davon: Verschönerungspolizei (VVW Würzburg), das omniphobe Sammelbecken »Ringpark-in-Gefahr«, Heiner-Reitberger-Stiftung und der AK Denkmalschutz (Kummers »AK 47″)…nun droht dem »entstellten« Patienten Würzburg neues Heil: die Initiative »Stadtbild Würzburg« – Würzburgs neue Stadtschönheitschirurgen, Praxiseröffnung am 26. Januar in der Aula der ehemaligen Mozartschule, Sprechzeiten ab 19.00 Uhr.

Da ist Urban-Faceliftung der ganz besonderen Art angesagt. Mumifizierung des Würzburger Stadtkörpers bis in alle Ewigkeit, damit wir auch 2050 noch das Schönheitsideal der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts/-tausends bewundern können. Hier und da die Barock-Botox- Spritze angesetzt, die hässlichen modernen Architekturfettpölsterchen abgesaugt, mit dem Laser noch ein paar Ornamente auf Sichtbetonfassaden eingraviert, partielle Flachdachkorrekturen durch implantierte Satteldächer, Ringparkvergrößerung – zum Schluss das Ganze auf einheitliche Traufhöhe abgesäbelt und alles wird (bleibt) gut, so wie es schon immer gewesen ist. Würzburg – Forever Young! JA, ich will so bleiben wie ich bin – und  DU, DU DARFST nichts verändern.

Zum Glück ist für psychologische Betreuung durch die Sprecherin des neuen Bürgerforums gesorgt, denn solch heikle Eingriffe am Stadtkörper sind häufig mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Bleibt zu hoffen, dass nach der Operation »Stadtbild Würzburg« noch ein paar sichtbare hässliche moderne Architekturnarben zurückbleiben und es nicht heißt: Operation gelungen, Patient tot.

hier noch eine Literaturempfehlung zum Thema:

> »Alternate Reality« bei Würzblog

U6 statt Straba 6 – Würzburg goes Underground!

Sensation zu Jahresbeginn: U6 statt Straba 6 – Würzburg goes Underground!

Nachdem sich für die Probleme bei der Trassenführung der geplanten Straßenbahnlinie 6 keine Lösung abzuzeichnen schien, besann man sich bei den Verantwortlichen und entwickelte in einer Klausurtagung zwischen den Jahren ein atemberaubendes Konzept auf Weltniveau, das jetzt exklusiv LP10 vorliegt.

In Anbetracht der Tatsache, dass UNESCO, Verschönerungsverein und die BI »Ringpark in Gefahr« mit keiner der angedachten Trassenvarianten der Linie 6 im Bereich der Residenz Würzburg zufrieden waren (Hauptkritikpunkt: die Oberleitungen) und schon der Weltkulturerbe-Status zu wackeln schien, musste ein völlig neuer Lösungsansatz her. Ein Blick über den Tellerrand, wie andere Großstädte mit dieser Frage umgehen, machte schnell klar: Wenn`s über der Erde nicht stadtbildverträglich funktioniert, dann eben unter der Erde. Würzburg braucht eine U-Bahn!

Dank Konjunkturpaket 2 steht nun auch der Finanzierung des ehrgeizigen Projekts nichts mehr im Wege. Im ersten Teilabschnitt soll bis 2014 die Kernstadt durch die U6 erschlossen werden. Geplant sind drei Stationen: Juliuspromenade, Plattnerstraße/Dom sowie Residenz/Hofkeller (siehe Grafik). In einem zweiten Abschnitt werden dann Bahnhof und Hubland bis 2018 an das Streckennetz angeschlossen. Auch der Tourismusverband begrüßte das Konzept. In welcher anderen Stadt kommt man als Besucher und Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel schon so direkt mit den Schätzen der Region in Kontakt wie zum Beispiel bei der Station Residenz/Hofkeller.

U6 – Würzburg erfahren.

Grafik: Matthias Braun

und wieder ein schönes fest – EUCH ALLEN

temporäres Minitheater – auch was für WÜ?

Coop Himmelb(l)au, Pavillon 21 Mini Opera Space, Münchener Opernfestspiele 2010

Münchner Modell; Foto: Isochrom, via baunetz.de

Der so genannte „Pavillon 21 Mini Opera Space“ , dessen Entwurf das  Wiener Architekturbüros Coop Himmelblau gestern vorstellte, soll als temporäres Musiktheater der Bayerischen Staatsoper für die Münchener Opernfestspiele 2010 ab April 2010 auf dem Münchner Marstallplatz gebaut werden.

Gefährlich spitze Zacken und glänzende Aluminiumbleche aussen, schräge Wände und wilde Prismen innen: Die Konstruktion besteht aus Fertigteilen, die auf eine Stahlkonstruktion montiert sind,  und ist komplett zerlegbar. Die Oper kann auf- und abmontiert werden.
Das temporäre und laut den Entwurfsanforderungen „kleine, billige, zerlegbare Theater“  soll Platz für 300 Besucher bieten und in seiner Gestaltung von  Bühne, Bestuhlung und Bankett-Gestaltung völlig variabel sein.  Sponsor ist Mini. Kosten darf das Projekt ca. 2,1 Mio Euro. Schon im Juni 2010 soll der „Ort des Experiments, des Labors und des Risikos“ mit einem dafür entwickelten Schlingensief-Werk eröffnet werden.

Könnte das nicht auch ein Beitrag sein zur Würzburger Theater-Neubau-Sanierungs-Vorübergehend in die Frankenhalle – oder was denn nun – Diskussion ? ;-) …wobei da vielleicht noch ein bisschen Umdenken zum Thema  Architektur, Experiment und Risiko nötig wäre …

Würzburger Modell, Fotomontage: J.Roth