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LP10-Kinotipp: Over Your Cities Grass Will Grow

Anselm Kiefer, einer der bedeutendsten, aber auch umstrittendsten deutschen Gegenwartskünstler, zog 1993 nach Südfrankreich in eine riesige, stillgelegte Seidenfabrik, „La Ribaute“. Dort erschuf er mit seinem Team eine eigene Kunstwelt aus Türmen, Tunneln, Brücken und Höhlen. Inzwischen hat Anselm Kiefer den Ort wieder verlassen, der dem Verfall preisgegeben werden soll: Über euren Städten wird Gras wachsen.

Die Dokumentarfilmerin Sophie Fiennes begleitete den Künstler filmisch und erstellte in 2-jähriger Arbeit den Film »Over Your Cities Grass Will Grow», der jetzt in den Kinos zu sehen ist.

Ein neues Projekt hat Anselm Kiefer auch schon in Arbeit. Er will das stillgelegte Atomkraftwerk Mülheim-Klärlich erwerben oder zumindest den großen Kühlturm. Die Verhandlungen mit dem Energiekonzern RWE laufen bereits. Wir sind gespannt…

Informationen zum Film:

Over Your Cities Grass Will Grow

2010 Frankreich, Niederlande, Großbritannien
Regie: Sophie Fiennes
Länge: 101 Min

>offizielle Website

läuft im Casablanca Ochsenfurt am:

So, den 27.11. um 19:00 Uhr und
Mo, den 28.11. um 19:00 Uhr

>Casablanca Kino

kunst film comic orangerie

In Kooperation mit Art In Residence und im Rahmen der Ausstellung Axel Bumbulut – Kunst Film Comic zeigt das Programmkino Central im September vier Filme zum Thema Comic und Film in der Orangerie der Residenz.

Am 9.9. startet die Programmreihe mit der Manga/Anime Kompilation „Genius Party”, am 10.9. gibts den ersten animierten Dokumentarfilm „Waltz With Bashir”, am 16.9. „Crumb”,  ein Porträt des Comic-Künstlers Robert Crumb und am 17.9. den skurrilen Spielfilm über seinen Kollegen Harvey Pekar „American Splendor”.

Spannende Filmauswahl und die Orangerie können wir uns schon auch sehr gut als gelungenes Kinohintergrundambiente vorstellen ….  LP 10 – Tipp deshalb: Hingehn + Ansehn!

LP10 empfiehlt: Hafensommer 2011

Hafensommer Datum

Im mittlerweile 5 Jahr reiht sich der Hafensommer in den Reigen hervorragender Würzburger Festivals wie Mozartfest, Umsonst und Draußen und Afrikafestival ein.

Auch wir, LP10, ausgezeichnet mit dem »Preis für junge :wink: Kultur :!: 2010« der Stadt Würzburg, sind dabei: Matthias Braun mit einer Kunstinstallation, Julia Roth twittert und facebooked, Manfred Ring und seine Kollegen vom Architekturbüro Hofmann Keicher Ring sind ebenso wie Thomas Leiser mit seinem Ingenieurbüro Programmförderer.
Also, wir sehen uns!

Architekten, Werke, Blicke – Architektur im Kino

Foto via casa-kino.de

»Mich interessiert die freie sinnliche Kurve. Die Kurve der Flüsse meines Landes, der Wolken, der schönen Frauen.«
Kein jugendlicher Heißsporn, sondern der 100jährige Architekt Oscar Niemeyer spricht diese denkwürdigen Sätze in einer Dokumentation, die seine verblüffenden Bauten in den Mittelpunkt stellt und ganz nebenbei auch eine kleine Kulturgeschichte Brasiliens liefert.

Architekten, Werke, Blicke nennt sich eine neue Reihe des Casablanca Kinos in Ochsenfurt, die gestern mit einer Dokumentation über Santiago Calatrava startete und an den kommenden drei Mittwochen fortgesetzt wird:

Am Mittwoch, 21.04. , 21.00 Uhr werden  Sketches of Frank Gehry gezeigt. Sidney Pollack hat keine Ahnung von Architektur und keine vom Dokumentarfilmen; Gehry hat keine Ahnung vom Film. Trotzdem oder gerade deswegen gelingt es dem Starregisseur ein sehens- und bemerkenswertes Poträt vom befreundeten Stararchitekten zu zeichnen,  das nicht zuletzt lebt von den Gesprächen der beiden und dem gemeinsamen Versuch den Wurzeln ihrer Kreativität und den Zwängen künstlerischer Freiheit nachzuspüren. Ich durfte den Film vor Jahren schon einmal sehen und kann ihn jedem nur ans Herz legen!

Am Mittwoch, den 28.04., 21.00 Uhr geht es weiter mit dem eingangs bereits erwähnten Oscar Niemeyer – Das Leben ist ein Hauch. „Als wir zum ersten Mal nach Brasilia flogen, saß ich neben Marschall Lott. Er sagte: ‚Niemeyer, unsere Gebäude werden doch im traditionellen Stil sein?‹ Ich lächelte ihn an: Was würden Sie im Krieg vorziehen? Eine alte Waffe oder eine moderne?« … Wohl desöfteren auch eine Würzburger Fragestellung !? ;)

Am Mittwoch den 05.05., 21.00 Uhr steht Goff in der Wüste auf dem Programm. „Von Goff kann man lernen, wie man nicht bauen sollte.« sprach einst Mies van der Rohe. Seine verspielte, ornamentale und eigensinnige Architektur war der Lehre der neuien Sachlichkeit verhasst. Der Architekt selbst wurde mit einer Schwulen- Kampagne diffamiert und seine wichtigsten Bauten posthum zerstört. Heinz Emigholz versucht den großen Unbekannten der amerikanischen Architektur mit seinem Poträt aus der Vergessenheit zurück zu holen.