Archiv für die Kategorie 'würzburg'

Dirk Nowitzki Denkmal im Herzen Würzburgs geplant!

Dirk Nowitzki Denkmal (DND) bei Tag, Bild: mb

Nach einer außerplanmäßigen nicht öffentlichen Stadtratssitzung ist die Sensation perfekt: Der Würzburger Basketballsuperstar Dirk Nowitzki bekommt sein Denkmal in der Stadt, wie LP10 aus internen Quellen exklusiv erfahren hat. Der Entwurf eines international bekannten Künstlers, dessen Name noch nicht genannt werden darf, wurde mit nur zwei Gegenstimmen abgesegnet.

An prominenter Stelle mitten im Herzen Würzburgs – auf dem Marktplatz – soll das DND realisiert werden, das auf einem Upcycling-Konzept basiert. Der sanierungsbedürftige und kaum mehr beachtete Obelisk auf dem Platz soll als Sockel für einen überdimensionalen Basketball aus glasfaserverstärktem Kunststoff dienen. In goldenen Lettern ziert die Inschrift »DANKE DIRK« das Monument im unteren Bereich.

Der Clou: Das Material ist transluzent, so dass der Basketball nachts von innen mittels LED-Technik beleuchtet werden kann. Somit ist gleichzeitig das Problem der Beleuchtung des Marktplatzes gelöst.

Doch die Zeit drängt. Das Denkmal soll bis zum Ehrenempfang Nowitzkis im Sommer auf dem Balkon der Residenz fertig gestellt sein. Danach ist nämlich ein Festumzug von der Residenz zum Marktplatz vorgesehen, bei dem Dirks Obelisk feierlich eingeweiht werden soll.

DND bei Nacht, Bild: mb

Neubau Jugendzentrum Zellerau

Foto: mb

So sieht es aus, das neue Jugendzentrum für die Zellerau. Also jedenfalls die Container für die Baustelleneinrichtung, die kürzlich auf dem Baugelände aufgestellt wurden…

Nachdem der symbolische Spatenstich bereits am 03.11.2010 erfolgte, geht es nun endlich los. Realisiert wird der Entwurf des Berliner Architekturbüros Hinrichs Wilkening, der so aussehen soll:

Foto: Stadt Würzburg, Hinrichs Wilkening Architekten

»Das Jugendzentrum ist eines der Schlüsselprojekte der Sozialen Stadt Zellerau. Die derzeitige Unterbringung ist äußerst unbefriedigend und bedarf seit langem einer neuen Lösung. Das Jugendzentrum soll als Anlaufstelle für Jugendliche und junge Erwachsene, Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung und sozialen Lernens bieten…«

Mehr dazu:

>Stadt Würzburg

Mobile Office

Foto: mb

Mobile Office eines digitalen Nomaden – neulich gesehen in der Weißenburgstraße in Würzburg. Ein weiteres Indiz für die Gentrifizierung der Zellerau?

P.S.: Das nagelneue MacBook Pro ist geschickt im unteren Teil des Wagens versteckt!

Europan 11 in Würzburg

Noch bis zum 10. Juni 2011 können sich junge Architekten, Landschafts- und Stadtplaner bis 40 Jahre für eine Teilnahme beim EUROPAN-Wettbwerb anmelden. Der elfte EUROPAN unter dem Motto »Städtische Gebiete und Lebensmodelle im Einklang – Welche Architektur für nachhaltige Städte?« sucht für 49 Standorte in ganz Europa strategische Konzepte und innovative Ideen zur künftigen Entwicklung unserer Städte. In Deutschland beteiligen sich die Städte Ibbenbüren, Ingolstadt, Wittstock/Dosse, Selb und Würzburg mit spannenden Arealen zum Thema Stadtumbau und Transformation ehemaliger Industrie- bzw. Militärstandorte. Nähere Informationen zu den Standorten und Aufgabenstellungen findet man unter www.europan.de und www.europan-europe.com

EUROPAN bietet den Teilnehmern neben den Preisgeldern, eine internationale Plattform für den fachlichen und kulturellen Erfahrungsaustausch sowie aktive Unterstützung im Rahmen von Workshops, um die prämierten Ideen in die Realisierung zu überführen.

>hier geht`s direkt zum Würzburger Standort

Internationaler Architektur Workshop Würzburg – Halbzeit

im Bild: Das ehemalige Sudhaus

Halbzeit beim 8. Internationalen Architektur Workshop auf dem Gelände des ehemaligen Bürgerbräu-Areals in Würzburg. Am vergangenen Freitag wurden erste Analysen, Ideen, Leitbilder und Visionen in einer Zwischenpräsentation von den einzelnen Arbeitsgruppen vorgestellt.

Heute gibt es eine Gastkritik von Prof. Arno Lederer (Büro Lederer + Ragnarsdóttir + Oei, Stuttgart), der heute Abend auch einen Vortrag in der Reihe »Architektur Plus« mit dem Titel »Eigentlich eine Kleinigkeit« im CinemaxX Würzburg, Veitshöchheimer Str. 5 halten wird. Beginn ist um 19.00 Uhr, es gibt ein musikalisches und kulinarisches Begleitprogramm (Musik: music project eighteen Rock / Jazz Improvisationen, Catering: CinemaxX Restaurant am Alten Hafen). Eintritt kostet »schlappe« 28 Euro, ermäßigt für AIV-Mitglieder und Studenten 23 Euro. Übrigens hat das Büro Lederer + Ragnarsdóttir + Oei auch hier in der Nähe in Ochsenfurt einen Wettbewerb für das Pfarrzentrum in Ochsenfurt gewonnen, so dass man sich demnächst selbst einen Eindruck vom Architekturverständnis des Büros am gebauten Objekt verschaffen kann. Das aber nur am Rande.

Nun zurück zum Workshop: In der zweiten Woche steht nun die Ausarbeitung der Ideen an. Die Ergebnisse werden dann am Freitag, den 30. Juli, bei der Endpräsentation gezeigt. Für alle diejenigen, die sich nicht »trauen« mal vor Ort vorbeizuschauen, findet vom 02.08 – 13.08. eine Ausstellung aller Arbeiten im Oberen Foyer des Rathauses statt.

Updating Würzburg

Heute Abend findet die Abschlussveranstaltung der 5. Architekturwoche des BDA (Bund Deutscher Architekten) in Würzburg statt. Thema des  heutigen Abends ist UMBRUCH: Architektur-Upgrade. Schauplatz ist das Areal des Alten Hafens Würzburg, das sukzessive zu einer Kulturmeile ausgebaut werden soll. Mit Kulturspeicher und Cinemaxx ist der Anfang gemacht, die Frankenhalle auf der gegenüberliegenden Seite der Veitshöchheimer Straße soll in eine multifunktionale Veranstaltungshalle umgeplant werden. Seit vier Jahren findet das einzigartige Musik- und Kulturfestival »Hafensommer« auf der der großen Freitreppe des umgebauten Heizkraftwerks mit einer schwimmenden Bühne im Hafenbecken statt (Beginn des Hafensommers 23. Juli!). Es passiert also was. Die Stadt verändert sich. Und genau das ist auch das Thema der Veranstaltung, die folgenden Ablauf hat:

PODIUMSDISKUSSION
17.00 – 18.30 Uhr Frankenhalle, Zugang Scanzonistraße
18.30 – 20.00 Uhr Treppe/Schwimmbühne Alter Hafen
20.00 – 22.00 Uhr Treppe/Schwimmbühne Alter Hafen

UMBRUCH:
Architektur-Upgrade:

Nur eine sich verändernde Stadt lebt. Hier wird gelebt, gearbeitet, gefeiert.
Wie meistert die gemauerte Stadt die sich ständig ändernde Gesellschaft?
Änderungen werden im besten Sinne demokratisch-kritisch begleitet:

  • Größe, Proportion, Wirkung: Ist dies verhandelbar?
  • Energie, Ökologie, Ökonomie: Was bedeutet dies im Weiterbauen der Stadt?
  • Abbruch.Umbruch.Aufbruch: Sind dies die Jahreszeiten von Stadt?

Die historische Frankenhalle wird zurzeit in eine multifunktionale Veranstaltungshalle umgeplant. Die bestehende Atmosphäre kann bei einer Exkursion in dem seit Jahrzehnten ruhenden Ort erfahren werden. Anschließend wird auf der Schwimmbühne des Hafensommers über Tendenzen in der Stadtentwicklung diskutiert. Danach endet die A5 mit einem Fest auf der Hafentreppe.

Podiumsdiskussion mit:

  • Dr. Wolfgang Bachmann, Chefredakteur Baumeister, München
  • Prof. Gerhard Matzig, Architekturkritiker, Süddeutsche Zeitung, München
  • Christian Baumgart, Stadtbaurat, Würzburg
  • Muchtar Al Ghusain, Kulturreferent, Würzburg
  • Prof. Friedrich von Borries, Architekt/Stadttheoretiker, Forschung, Gestaltung und gesellschaftliche Entwicklung, Hamburg
  • Herr Dipl.-Ing. Rainer Kriebel, Würzburg

Musik: kwmusic
www.kwmusic.de

WM vorbei, jetzt: Fünfte Architekturwoche – 18. bis 21. Juli 2010

Die WM-Pause bei LP10 ist vorbei. Joggis Jungs haben uns sehr viel Freude bereitet und ein tolles Turnier gespielt. Leider sind wir schon wieder an den »Ticki Tacka« der Spanier gescheitert wie uns Paul der Oktopus vorhergesehen hat. Aber vielleicht klappts mit unserem »jungen« Team ja in zwei oder in vier Jahren. Auf jeden Fall haben wir im Ausland mit Spielkultur geglänzt und etwas gegen unser beinhartes Image als »Panzer« getan.

Für ein positiveres Image der Stadt in Sachen Architektur veranstaltet der BDA-Unterfranken die A5 – »die fünfte Architekturwoche« in Würzburg. Thema: Umbruch, Abbruch Aufbruch. Gezeigt werden an drei unterschiedlichen Orten wie sich eine Stadt verändert, ja verändern muß um weiterleben zu können. Vielleicht können diese Beiträge zur Baukultur auch überregional glänzen und etwas gegen den Ruf der beinharten »Bauverhinderer und Dauernörgler« tun.

Mehr Informationen unter architekturwoche.org

Zum Thema öffentlicher Raum

Im Bild: Hofstraße und Eichhornstraße

In der Presse war es bereits zu lesen: Der öffentliche Raum in Würzburg soll »gepimpt« werden. Im Fall der Hofstraße, die Dom und Residenz miteinander verbindet, wird ein städtebaulicher Ideen- und Realisierungswettbewerb ausgelobt, durch den das Residenzumfeld aufgewertet werden soll. Zum Glück, denn im gegenwärtigen Zustand sieht die wichtige Verbindungsachse von Residenz zu Innenstadt nicht sehr einladend aus. Dies gilt sowohl für den Straßenraum an sich als auch für die städtebauliche Situation, die Schwächen aufweist. Nicht unbedingt die beste Visitenkarte für eine Stadt, für die vor allem der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. 45 Architekturbüros werden für den Wettbewerb ausgewählt bzw. geladen. Nähere Informationen zum Verfahren liegen noch nicht vor.

Ähnliches gilt für die Eichhornstraße. Hier sind die Pläne schon etwas konkreter. Eine Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Adler & Olesch sieht eine Erweiterung der Fußgängerzone in diesem Bereich vor. Der Tiefgaragenschlund soll im Zuge der Maßnahme verschwinden. Die Zufahrt zur Marktgarage wird dann über eine bereits bestehende Tiefgarage im Gebäude der Hypovereinsbank abgewickelt werden, die mit der Tiefgarage am Markt verbunden wird. Das macht Sinn und wäre ein großer Schritt hin zu einem attraktiveren Stadtbild.

Es scheint sich also was zu tun. Und da lohnt es sich für Interessierte wieder einmal über den Tellerrand hinauszublicken. Wie gehen andere Städte mit ihrem öffentlichen Raum um? Hierzu zwei Hinweise (beide aus Österreich):

  1. Architekturradio »a palaver« berichtet am Montag, den 03.05.2010 um 13.00 Uhr auf radio O94 zum Thema »Öffentlicher Raum in Wien«. »Zu Gast sind Doris Lippitsch, Chefredakteurin des Stadtmagazins city und Autorin der kürzlich erschienenen Bücher “Öffentlicher Raum – ein Streifzug durch das Wien von heute” sowie “Lichträume in Wien” und der Architekt Clemens Kirsch, der Autor des gerade realisierten Projektes im Bereich des Stephansplatzes / Kärntnerstrasse und Grabens.«          
  2. Neugestaltung der Maria-Theresien-Straße in Innsbruck: Hier gibt`s eine schöne Website, auf der alle Informationen zum Projekt gebündelt sind. Der Siegerentwurf stammt vom Wiener Büro »AllesWirdGut« – der Name ist Programm. Vorbildlich wie hier Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird. Das wäre ab und an auch in Würzburg wünschenswert, dann gäbe es viel weniger Zündstoff für die immer wiederkehrenden und nicht enden wollenden Diskussionen…

Willy wills wissen !!!

Willy Dürrnagel stimmt als einziges Stadtratsmitglied gegen die Stadtbildkommission KSA.

Stand heute in der Mainpost und ich denke, dass es ein Anlaß wäre, diesen Namen hier mal in unserem Blog zu erwähnen. Nachdem unseren »populären« Stadtrat seine eigene Partei nicht in den KSA gewählt hat, obwohl er das unbedingt wollte, war dieser wohl so eingeschnappt, dass er kurzerhand als einziges Stadtratsmitglied gegen die Gründung der »Kommission für Stadtbild und Architektur« gestimmt hat. Schade, uns wird sein »scharfer Geist« und sein Sachverstand als »autodidaktischer Denkmalpfleger« in diesem Gremium sicher fehlen. Allerdings bin ich mir sicher, dass uns die Mainpost mit seinen Kommentaren leider trotzdem auf dem Laufenden halten wird.

Kommission für Stadtbild und Architektur in Würzburg tritt heute in Kraft

Lange war die »KSA« für Würzburg angekündigt. Heute triff sie sich zum ersten mal. Zusammensetzen wird sie sich aus folgenden Personen:

Vorsitz (Oberbürgermeister): OB Rosenthal

Fachpersonen (Architekten): Ferdinand Stracke; Christiane Thalgott; Norbert Diezinger ; Rebecca Chestnutt; Bernhard Winking ;

Fachpersonen (Stadträte): Christian Baumgart; Muchtar Al-Ghusein

Sachpersonen (Stadträte): Thomas Schmitt; Wolfgang Scheller; Heinrich Jüstel; Karin Miethaner-Vent; Klaus Zeitler; Karl Graf; Charlotte Schloßereck; Josef Hofmann

Stadtheimatpfleger: Hans Steidle

Künstler: Ovis Wende

Kunsthistoriker: Thomas Gunzelmann

Wir sind mal gespannt in wieweit die »KSA« einerseits die Stadtentwicklung beeinflußen wird, und ob sie es andererseits hoffenlich schafft das Niveau der öffentlich geführte Architekturdiskussion zu heben.