
Foto: Matthias Braun
Minimalistisch präsentiert sich das neue Steh-Café an der Kupsch-Filiale in der Frankfurter Straße in Würzburg. Hier wurde wirklich auf jeden überflüssigen Schnickschnack verzichtet. Klare und einfache Formen dominieren, der gekonnte Einsatz der Materialien Stahl und Plexiglas überzeugt und verleiht dem Bauwerk Leichtigkeit und Transparenz. Die Außenwand geht fließend in das Dach über – »liquid-architecture«, Zaha Hadid hätte es es nicht besser gekonnt!
Der Clou: Die Einrichtung ist mobil. Das erlaubt eine Vielzahl von Möblierungsvarianten. Bei Bedarf können die Einrichtungsgegenstände aber auch platzsparend zusammengeschoben werden (siehe Bild). Ein wertvoller architektonischer Beitrag zum Thema »Café«, der sich wohltuend vom sonstigen Einerlei abhebt.
Öffnungszeiten: Mo-So 24h
Wochenende, Frühstück mit Tages- und Wochenzeitung. Herrlich diese kleine Oase der Entspannung und, ja man kann es so nennen, des Glücks im täglichen Überlebenskampf des Freiberuflers ohne Rettungsschirm. Und heute genieße ich diesen Augenblick ein wenig mehr: Laut MainPost hat am Donnerstagabend der Stadtrat beschlossen, den Verschönerungsverein nicht in die neue »Kommission für Stadtbild und Architektur« aufzunehmen. Ich wünsche der Kommission viel Glück und ein dickes Fell bei ihrer Arbeit!
aus dem Handelsblatt:
Die Wirtschaftskrise schlägt auch bei den Freiberuflern in Deutschland voll durch. Der Bundesverband der Freien Berufe fürchtet, dass mittelfristig 400 000 Arbeitsplätze in Gefahr sind. Vor allem Architekten und Ingenieure stehen zunehmend ohne Aufträge da. Deshalb appelliert auch an Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich in der Krise nicht nur um Großunternehmen zu sorgen…
vollständiger Artikel: Freiberufler fürchten um 400 000 Jobs (bei Handelsblatt.com am 01.03.2009 veröffentlicht)»>Handelsblatt vom 01.03.2009
Doch die Bayerische Architektenkammer hat bereits reagiert:

Zeichnung: Matthias Braun
Im Rahmen der Architekturreihe »Architektur plus« hält Architekt Hermann Kaufmann aus Schwarzach/Austria einen Vortrag mit dem Titel »Ökorationale Baukunst«. Das Ganze findet am Montag, den 09.03.2009, um 18.00 Uhr im Cinemaxx, Veitshöchheimer Straße 5, statt. Nach dem Vortrag gibt`s Musik von »One more Once« und Catering vom Cinemaxx-Restaurant.
Eintritt: 28 Euro, ermäßigt 23 Euro (AIV-Mitglieder, Studenten)
Reservierung: 0931-372886
Die Bayerische Architektenkammer und LP10 laden zur Ausstellungseröffnung »Leben ohne Hindernisse« am 05.03.2009 um 18.00 Uhr im Treffpunkt Architektur ein. Zu diesem Anlass werden der Architekt Armin Kraus, freier Mitarbeiter der Beratungsstelle Barrierefreies Bauen der Bayerischen Architektenkammer und Mitglied von LP10, der Baudirektor Dieter Maußner, Leiter des Bereichs Universitätsbau im Staatlichen Bauamt Würzburg und die Architektin Brigitte Jupitz, Mitglied des Vorstands der Bayerischen Architektenkammer, Grußworte sprechen.
Inhaltlich befasst sich die Wanderausstellung „Barrierefrei bauen“ mit dem Tagesablauf von Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen oder beispielsweise Eltern mit Kindern. Auf 16 Schautafeln wird deutlich gemacht, mit welchen Hindernissen sich Betroffene täglich konfrontiert sehen und wie diese mit einfachen architektonischen Mitteln behoben werden können.
Ausstellungsdauer: 05.03-17.03.2009, Öffnungszeiten: MI-FR: 14.00-18.00 Uhr
Ausstellungsort: Treffpunkt Architektur, Herrnstraße 3, 97070 Würzburg
Eröffnung am 05.03.2009, 18.00 Uhr

Zeichnung: Matthias Braun
Die Finanzkrise erreicht nun auch die Architekten. Nachdem die Finanzierung nicht mehr auf sicheren Beinen steht, drohen Großprojekte in aller Welt wie Kartenhäuser einzustürzen…
Betroffen sind vor allem die großen Büros: das niederländische Büro Erick van Egeraat mit rund 150 Mitarbeitern hat bereits Insolvenz angemeldet (Baunetz Meldung vom 23.01.2009) – gestern war zu lesen, dass Foster sein Berliner Büro mit 76 Mitarbeitern auflöst. (Baunetz Meldung vom 10.02.2009). Einem Kommentar zu dieser Meldung ist zu entnehmen, dass nicht nur der Berliner Standort betroffen ist, sondern insgesamt 300 Mitarbeiter vor die Tür gesetzt wurden…

Nachdem ich gestern beruflich in Freiburg zu tun hatte, habe es mir nicht nehmen lassen, einen Abstecher nach Weil am Rhein zur Firma Vitra zu machen. Dort wird gerade das Vitra Haus von Herzog & de Meuron (HdM) errichtet. Für HdM aus Basel ist es ja ein Bauprojekt vor der Haustür. Sieht noch ziemlich wild aus und ich bin gespannt, was für die Oberflächen von Wänden und Dächern vorgesehen ist.
Der Baukunstbeirat kommt (Mainpost vom 29.01.2009). Hoffentlich wird diese Institution das Niveau der Diskussionen über das Baugeschehen in Würzburg etwas anheben. Zu begrüßen ist, dass sich das Gremium aus Architekten zusammensetzen soll, die nicht in Würzburg tätig sein dürfen. Ein neutraler Blick von außen auf die Stadt ist sehr wichtig und sichert einen wesentlich unverkrampfteren Umgang mit Würzburgs »unantastbarem« Stadtbild, als dies bisher der Fall war. Wahrscheinlich werden sich dann einige »alteingesessene« Würzburger wundern, was externe Fachleute in dieser Stadt für möglich und angemessen halten.
Interessant wird sein, welchen tatsächlichen Einfluss dieses Gremium auf zukünftige Entscheidungen des Stadtrats haben wird, schließlich handelt sich um ein beratendes Gremium. Das Ehrenamt des Stadtheimatpflegers werden sich wohl Kummer & Co (sprich der Verschönerungsverein) unter den Nagel reißen…Es bleibt spannend!
Zur Abwechslung nach dem ganzen »Hochhaus-Theater« wieder mal etwas Architektur: Frank Barkow vom Berliner Büro Barkow Leibinger hält am 29.01.2009 einen Vortrag mit dem Titel »Revolutions of Choice« in der Städelschule in Frankfurt. Der Vortrag beginnt um 19.00 in der Aula der Städelschule.
Foto: Barkow Leibinger
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