(pw)
Die CSU wehrt sich gegen die Kritik des Verschönerungsvereins (VVW) an den Plänen für das neue Hochhaus in der Augustinerstraße. „Guten Morgen, Würzburg“, sagte CSU-Fraktionschef Thomas Schmitt am Montag in der Sitzung des Hauptausschusses. Für den „Tricyan Tower“, den geplanten Nachfolger des maroden städtischen Ämterhochhauses, sei nach gültigen Beschlüssen des Stadtrats „die Messe längst gelesen“, so Schmitt.
Der CSU-Chef wehrt sich dagegen, dass durch den Verschönerungsverein in der Öffentlichkeit „der Eindruck erweckt wird, der Stadtrat habe nicht sauber gearbeitet“. Das städtische Ämtergebäude aus dem Jahr 1930 wurde wegen akuter Einsturzgefahr vor vier Jahren geräumt und mit Gerüsten abgesichert. Im Mai 2007 beschloss der Stadtrat den Abriss. Der Investor „Informica Real Invest“ aus Reichenberg gewann mit seinem Entwurf für den Neubau einen Architektenwettbewerb. Zuletzt wurde im Stadtrat über die äußeren Maße des Neubaus diskutiert und die Höhe mit 33,90 Metern festgelegt.
Dagegen will sich der VVW mit allen legalen Mitteln zur Wehr setzen. Der Vorsitzende Professor Stefan Kummer legte Fotomontagen vor und kündigte rechtliche Schritte und ein Bürgerbegehren an, sollte der Stadtrat seine Beschlüsse nicht rückgängig machen (wir berichteten). Die Hochhaus-Gegner befürchten durch das Gebäude, das „wie ein abgebrochener Riese“ wirke, schweren Schaden für die von Kirchtürmen und Walmdächern geprägte Silhouette der Altstadt.
Der VVW dürfe sich zwar „bei jeder Ecke und Kante einbringen, aber wir müssen die Entscheidungen politisch verantworten“, hielt Thomas Schmitt dagegen. Auch der Grünen-Fraktionschef Matthias Pilz fühlt sich an die Stadtrats-Entscheidungen in Sachen „Tricyan-Tower“ gebunden.
Die Äußerungen fielen in der Diskussion um die „Kommission für Stadtbild und Architektur“ am Montag im Hauptausschuss. Oberbürgermeister Georg Rosenthal wurde deutlich, ohne sich allerdings konkret auf das Thema Augustiner-Hochhaus oder den VVW zu beziehen: Man brauche keine „Schlaumeier“, die gültige Entscheidungen des Stadtrats hinterher wieder rückgängig machen wollten, so Rosenthal.
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