
Bild: Zirkumflex
Vom 28. Januar bis 26. Februar 2011 ist in den Räumen des Designstudios Zirkumflex die Ausstellung »Botoxcloud« von SAQ zu sehen. Die Ausstellung beinhaltet eine interaktive Installation, die Spezialedition eines Papiermodells sowie ein audiovisuelles Eröffnungsevent. Bei der Installation handelt es sich um ein modulares Lichtsystem, das Wolkenstrukturen darstellt und damit die Komplexität von Wettererscheinungen kopiert. Die Installation wird durch ein dreidimensionales Puzzle aus Papiermodellen räumlich erweitert.
Am 28. Januar findet um 19.00 Uhr das Audio-visual Opening mit folgenden Musikkünstlern statt:
DJ set: Varoslav + Friends (Supplement facts),
Cheers Chris (ESP Institute / Luna Flicks) &
Johannes Maria Moser (Disco Tivoli / MNNS)
Live set: Alan Doe
Wo: Zirkumflex, Fontanestraße 25, 12049 Berlin
Wann: 28. Jan- 26. Feb 2011, Öffnungszeiten: tägl. 14 – 19 Uhr
mehr zum Thema:
>SAQ
>Zirkumflex

Alpines Panorama inmitten der Stadt: »The Berg«, Würzburg Bild: Matthias Braun
In Berlin zu den Akten gelegt, nachdem sich der Berliner Senat bezüglich der Neunutzung des ehemaligen Flughafen Tempelhof für das Projekt »Tempelhofer Freiheit« entschieden hat. Somit ist das ambitionierte und spektakuläre Projekt des Büros Mila, einen riesigen Berg namens »The Berg« (Höhe: über 1000m) auf dem Flughafengelände aufzuschütten, wohl leider gestorben. Das wäre was gewesen für Berlin…
Anders die Situation in Würzburg: Hier werden die Dinge angepackt und konsequent umgesetzt. »The Berg« gibt es hier schon längere Zeit. Im Stadtteil Zellerau auf dem Gelände des Kinderzentrums »Spieli«. 3 Bergziegen und 2 Alpinesel bewohnen das Höhenbiosphärenreservat in urbanem Umfeld. Kletterbegeisterte bevorzugen allerdings aufgrund der höheren Schwierigkeitsgrade das Kletterzentrum des Deutschen Alpenvereins in direkter Nachbarschaft. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn bei den ersten Schneeflocken wieder der Liftbetrieb losgeht… bis dahin gibt`s frischen Bergziegenkäse aus urbaner landwirtschaftlicher Erzeugung.
mehr Infos:
>Kinderzentrum Zellerau »SPIELI«
>The Berg, Büro Mila
>Berlin Städtebau: Tempelhof Planung

The Berg… Berlin hat eine Chance vertan, Bild: Büro Mila

Fotos: (c) WWF
Die Origami-Tiger von LAVA (Laboratory for Visionary Architecture) sind am Berliner Hauptbahnhof eingetroffen. Vom 10. – 30. August sind die Raubkatzen in Berlin zu sehen, bevor die Reise weitergeht. Mit der Aktion will der World Wide Fund For Nature (WWF) auf die problematische Situation der Tiger in Asien aufmerksam machen (LP10 berichtete).

Die Origami-Tiger in Sydney, Foto (c) LAVA
Traurig aber wahr: Wir befinden uns nach dem chinesischen Kalender seit Februar 2010 im »Jahr des Tigers«, doch um das Wohl der stolzen Großkatze ist es nach Angaben des World Wide Fund For Nature (WWF) sehr schlecht bestellt. Nur noch rund 3200 Tiger leben in Asien in freier Wildbahn und wenn die aktuelle Entwicklung (Jagd und Zerstörung des Lebensraums) so weitergeht, könnte das nächste Jahr des Tigers im Jahr 2022 zu einem Trauerjahr werden.
Das dachten sich auch Chris Bosse, Tobias Wallisser und Alexander Rieck – das Team des Architekturbüros LAVA (Laboratory for Visionary Architecture) – und entwickelten in Zusammenarbeit mit Jennifer Kwok vom Customs House Sydney das Projekt »Origami Tiger«. Zwei Tigerskulpturen aus Aluminium und Barrisol-Membran werden auf die Reise durch die Metropolen der Welt wie Sydney, Kuala Lumpur, Singapur und Berlin geschickt, um die Öffentlichkeit auf das drohende Aussterben der Tiger aufmerksam zu machen. Die sieben Meter langen und rund zweieinhalb Meter hohen Skulpturen sind mit LED-Dioden bestückt, deren pulsierendes Licht die Tiger nachts zum Leben erweckt. Ab 10. August ist das Tigerpärchen in Berlin zu sehen.
Wer sich umfassender über die Architektur von LAVA und die aktuelle Kampagne des WWF zum Schutz der Tiger (»Tigerland«) informieren will, dem empfiehlt LP10 folgende Links:
>LAVA (Laboratory for Visionary Architecture)
>World Wide Fund For Nature (WWF)
>Aktion »Tigerland«
P.S.: Übrigens hat Tobias Walliser auch schon im Rahmen des LP10-Vortragsprogramms in Würzburg referiert. Damals war er allerdings noch für UN Studio tätig

Bild: DMY 2010
Vom 09.-13. Juni 2010 findet wieder das International Design Festival in Berlin statt. Früher hieß das Ganze mal »Designmai«, jetzt findet die Veranstaltung im Juni statt und nennt sich DMY. Die Hauptausstellung am ehemaligen Flughafen Berlin Tempelhof, der sich zusehends zu Berlins neuem »Messezentrum« entwickelt (Bread & Butter 2010 gastierte auch hier), wird von vielen Zusatz- und Sonderveranstaltungen begleitet, die über die ganze Stadtgebiet verteilt sind. Ein Schwerpunkt wird bei der diesjährigen Ausgabe der DMY Schweizer Design bilden, wobei nicht nur ausgewählte Designstudios präsentiert sondern auch die Schweizer Designschulen vorgestellt werden.
mehr Infos:
>DMY 2010
einen guten Überblick kann man sich hier verschaffen:
>Festival-Ausstellungskatalog 2010 (Preview 286 Seiten!)

Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin Berlin Bild: denkmalberlinfilm
Wer heute Abend nicht das Notwist-Konzert in der Posthalle besucht, der kann sich »alternativ« auf 3sat eine interessante Architektursendung anschauen:
Denk Mal Berlin – Wer baut die Stadt? Ein Film von Gabriela Neuhaus und Angelo Scudeletti
»Berlin erfindet sich stets neu. Was schließlich in Glas und Beton dasteht, ist das Resultat langer Prozesse. Seit März 2007 versucht die Schweizer Architektin Regula Lüscher, die deutsche Hauptstadt von morgen zu entwerfen. Als Senatsbaudirektorin von Berlin ist sie Teil des Kräftespiels zwischen den Interessen von Investoren, Politikern, Architekten sowie Bürgerinnen und Bürgern. Ihr stellen sich, wie zum Beispiel mit dem alten Flughafen Tempelhof, ganz konkret die aktuellen Fragen zur Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert: Was soll abgerissen werden, was erhalten? Was macht die Identität einer Stadt aus?
Gemeinsam mit der Berliner Stadtbaumeisterin Regula Lüscher nimmt der Film »Denk Mal Berlin« die Hauptstadt als städtebaulichen Fakt und als Zukunftsentwurf unter die Lupe. Er kreist um architektonische Brennpunkte in Berlin und auch Zürich, wo Regula Lüschers Stadtbaupolitik konkrete Ausgestaltungen erfahren hat, an denen sich ihre Thesen und ihr Standpunkt messen lassen.«
Sendetermin: Heute, 14. April, 21.05 Uhr, 3sat

Foto: desinglines.de
Wer mal wieder nach Berlin will und dort keinen Studienkollegen mehr hat der ohne weiteres die Couch Freiräumen will, habe ich hier einen Übernachtungstipp für ein »Designhotel« der etwas anderen Art.
Das Michelberger Hotel, in der Warschauer Straße, wurde vom Designer Werner Aisslinger komplett gestaltet. Er wurde 2007 bekannt durch das Regal »books«, das jeder individuell aus eigenen Büchern mit einer Art »Kreuzklammer« selbst zusammenbauen kann. Ziel war es beim Hotel ein junges Publikum anzusprechen und die »besondere« Atmosphäre der Hauptstadt Berlin auch in die Innenräume zu übertragen. Ein Besuch der Webseite des Michelberger Hotel ist auch schon lohnent.

Bild: Holger Stumpf
Ein sehr gelungenes Projekt ist vor kurzem auf dem St. Matthäus-Friedhof in Berlin Schöneberg realisiert worden. Holger Stumpf und seine Kollegen von Innerfields, die sich professionell der Gestaltung von Wänden und Räumen widmen, haben den Brandschutz- und Stützwänden, die den Friedhof flankieren, ein neues Gesicht gegeben.
Zum Hintergrund:
Im Zuge von Albert Speers Planungen für »Germania« wurden 250 Grabmale nach Stahnsdorf umgebettet, da sie dem Vorhaben im Weg »standen«. Zur Ausführung »Germanias« kam es aus bekannten Gründen nicht, doch die Grabmale waren für immer verschwunden. Bis jetzt. Im Rahmen seiner Diplomarbeit nahm sich Holger Stumpf des Themas an und machte die Grabmale in Form von Silhouetten und Schattenüberlagerungen an den Wänden wieder »sichtbar«, um so an diesen geschichtsträchtigen Zusammenhang zu erinnern. Auf rbb-Online ist ein kleiner Bericht darüber noch bis Ende dieser Woche zu sehen.
Mehr dazu:
> Fernsehbeitrag auf rbb
> Innerfields





Foto: gefunden bei architekten 24.de
In einer Baulücke im Berliner Innenstadt-Bezirk Prenzlauer Berg steht Europas erstes Hochhaus aus Holz. Anlass Ihrer Materialwahl war für die Architekten und Holzbau-Spezialisten Kaden und Klingbeil aus Berlin die Idee auch in dieser Dimension gesunden, nachhaltigen und energiesparenden Wohnraum zu schaffen.In Sachen Brandschutz hat das Projekt Modellcharakter.
85 Prozent des Rohbaumaterials des siebenstöckigen Gebäudes sind Holz. Das 22 Meter hohe Tragwerk des Wohnhauses ist ein Holzskelett aus Stützen und Riegeln mit einer Stärke von 30 mal 36 Zentimetern. Verbunden sind die Holzbalken durch Knotenpunkte aus Stahlblech, die speziell für diesen Bau entwickelt wurden. Auch die tragenden Außenwände sind aus Massivholz, Brettschichtholz zwischen 16 und 20 Zentimeter stark.
Ein bisschen Beton ist freilich dann doch im Spiel: für eine notwendige Brandschutzwand zur Nachbarbebauung, zwei austeifende Betonschächte für die haustechnischen Installationen und bei der Deckenkonstruktion aus Holz-Beton-Verbunddecken, welche die einzelnen Stockwerke trennen.
Mehr zur Konstruktion und zum Projekt findet sich hier
Das DMY International Design Festival Berlin findet in diesem Jahr von Mittwoch, den 3. Juni bis Sonntag, den 07. Juni statt. Über fünf Tage hinweg lädt es Designer, Fachpublikum und Interessierte verschiedener Nationen zu Ausstellungen, Lectures, Panel Talks, Workshops, Performances und Parties ein. Zu den Ausstellungen der über 550 teilnehmenden Designern werden über 30.000 internationale Besucher erwartet. Die offizielle Eröffnung des Festivals findet am 3. Juni um 20h mit der Ausstellungseröffnung der DMY Youngsters in der Arena, Eichenstr. 4 in Berlin statt.
>DMY 2009
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