Tag-Archiv für 'Hochhaus'

Hochhäuser leiden unter Wellblechhütten

Chinesische Immigranten besiedeln die Hochhäuser von Hongkong ein bericht von Claudia Bäckmann auf ARTE am 17.10.2009, um 19.00Uhr. »Zu viele Hütten auf den Dächern von Hongkong«

http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/arte-reportage/2894668.html

Ob das eine gute Lösung ist?

Lustiges Bauprojekt. Wo ist der Verschönerungsverein ? Was sagt der Denkmalschutz ?

Die Wohnungen scheinen sich ganz gut zu verkaufen.
Eine traumhafte Familienwohnung! Diese Wohnung ist ideal für die Familie. … und das Beste: Sonne pur durch die Süd/West-Lage!
»Der Ostflügel der einstigen Heiligengeistkirche (Hamburg Barmbek) wird in eine neue Wohnanlage integriert  und erhält an seiner Rückseite im Eingangsbereich der neuen Wohnanlage ein kunstvoll gestaltetes Relief.(Text und Bild: Behrendt Wohnungsbau)

nextwürzburg – neue konzepte für die stadt

Foto: Matthias Braun

Während auf der gegenüberliegenden Seite der Bundesstraße 27 noch die Konsumtempel des Kapitalismus in bunten Farben erstrahlen, zeichnet sich auf dem Gelände des ehemaligen Furnierwerks Kohl schon die nüchterne Zukunft der Post-Finanzkrise-Ära  ab. Industrielle Brachen werden wieder in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt. Die Rückbesinnung auf den primären Sektor der Wirtschaftsproduktion hat begonnen. Zurück zu wahren Werten: Die Stadt als Selbstversorger in der Krise!

Da zerbrechen sich Architekten und Stadtplaner bei der IBA Stadtumbau 2010 (internationale Bauausstellung) noch den Kopf darüber , wie man das Problem der »Shrinking Cities« (schrumpfenden Städte) in Sachsen-Anhalt bewältigen kann, sucht verzweifelt nach Lösungen und Konzepten für Brachflächen und Gebäudeleerstand – und Würzburg: zeigt wieder einmal, wo`s langgeht! Landschaften stapeln, wie es die verrückten Holländer von MVRDV mal vorgeschlagen haben, oder Visionen von vertikal organisierten landwirtschaftlichen Produktionsbetrieben – in Würzburg keine Utopie mehr. Das Pilotprojekt auf dem Kohl-Areal könnte Schule machen: Frühstückseier für Würzburg von freilaufenden Hühnern im Hochhaus am Berliner Ring, frische Champignons und Austernpilze aus den Posthallen…

noch ein Hochhaus?!

Noch ein Hochhaus, diesmal in Hamburg.
Hadi Teheranis (BRT Architekten) »Tanzende Türme« sollen die Reeperbahn aufwerten. Baubeginn für die ca. 88m hohen Türme soll noch dieses Jahr sein.
Kosten für das 24-Stockwerke-Projekt werden mit ca. 150 Millionen Euro (inkl.  achtgeschossigen Hotelkomplex) angegeben.
Den ganzen Artikel gibt es auf sueddeutsche.de . (Bildquelle: welt.de)


K(l)ein(er) Unterschied, oder?

Lieber Würzburger Verschönerungsverein,
Liebe Würzburger,

auf der Webseite des Verschönerungsverein Würzburg e.V gibt es derzeit eine Fotomontage zum Planungsvorhaben  Augustiner-Hochhaus zusehen.
Das Höhe und Volumen des gezeigten Gebäudes dem aktuellen Planungsstand entsprechen setzte ich bei sachlichen Diskussion voraus.
Laut Blogeintrag oder diesem Mainpost-Artikel scheint mir aber die vom VVW gezeigte Fassadenfarbe etwas willkürlich dargestellt!
Hier die Überarbeitung als Gegenüberstellung. (Haus hell:VVW / Haus dunkel:LP10)

P.S. In der Augustinerstraße wurde ein Höhengerüst installiert.
Vielleicht kann jemand oben gezeigte Bilder überprüfen.

„Brauchen keine Schlaumeier“ ———————————– Tricyan Tower: CSU und OB weisen Kritik zurück

hier ein Artikel aus dem Volksblatt vom 04.03.09:
Würzburg

(pw)

Die CSU wehrt sich gegen die Kritik des Verschönerungsvereins (VVW) an den Plänen für das neue Hochhaus in der Augustinerstraße. „Guten Morgen, Würzburg“, sagte CSU-Fraktionschef Thomas Schmitt am Montag in der Sitzung des Hauptausschusses. Für den „Tricyan Tower“, den geplanten Nachfolger des maroden städtischen Ämterhochhauses, sei nach gültigen Beschlüssen des Stadtrats „die Messe längst gelesen“, so Schmitt.

Der CSU-Chef wehrt sich dagegen, dass durch den Verschönerungsverein in der Öffentlichkeit „der Eindruck erweckt wird, der Stadtrat habe nicht sauber gearbeitet“. Das städtische Ämtergebäude aus dem Jahr 1930 wurde wegen akuter Einsturzgefahr vor vier Jahren geräumt und mit Gerüsten abgesichert. Im Mai 2007 beschloss der Stadtrat den Abriss. Der Investor „Informica Real Invest“ aus Reichenberg gewann mit seinem Entwurf für den Neubau einen Architektenwettbewerb. Zuletzt wurde im Stadtrat über die äußeren Maße des Neubaus diskutiert und die Höhe mit 33,90 Metern festgelegt.

Dagegen will sich der VVW mit allen legalen Mitteln zur Wehr setzen. Der Vorsitzende Professor Stefan Kummer legte Fotomontagen vor und kündigte rechtliche Schritte und ein Bürgerbegehren an, sollte der Stadtrat seine Beschlüsse nicht rückgängig machen (wir berichteten). Die Hochhaus-Gegner befürchten durch das Gebäude, das „wie ein abgebrochener Riese“ wirke, schweren Schaden für die von Kirchtürmen und Walmdächern geprägte Silhouette der Altstadt.

Der VVW dürfe sich zwar „bei jeder Ecke und Kante einbringen, aber wir müssen die Entscheidungen politisch verantworten“, hielt Thomas Schmitt dagegen. Auch der Grünen-Fraktionschef Matthias Pilz fühlt sich an die Stadtrats-Entscheidungen in Sachen „Tricyan-Tower“ gebunden.

Die Äußerungen fielen in der Diskussion um die „Kommission für Stadtbild und Architektur“ am Montag im Hauptausschuss. Oberbürgermeister Georg Rosenthal wurde deutlich, ohne sich allerdings konkret auf das Thema Augustiner-Hochhaus oder den VVW zu beziehen: Man brauche keine „Schlaumeier“, die gültige Entscheidungen des Stadtrats hinterher wieder rückgängig machen wollten, so Rosenthal.

vvw-logik

Fotomontage: Diplom-Ingenieur, anonym

Es wird schon langsam schwierig, die innere Logik, die den Vorstellungen und Forderungen des Verschönerungsvereins Würzburg (VVW) zu Grunde liegt, nachzuvollziehen. Das alte Hochhaus dürfte stehen bleiben, obwohl es eigentlich auch zu hoch ist, ein Neubau sollte sich aber gefälligst an den Höhen der benachbarten Gebäude orientieren. Das soll noch einer verstehen. 

LP10 hat keine Kosten und Mühen gescheut und eine vierstellige Summe ausgegeben, um zu visualisieren, was der VVW vielleicht gemeint haben könnte:

Das verkürzte historische Hochhaus, angepasst an die vorhandenen Traufhöhen, mit silhouettenverträglichem Walmdach und optisch reizvoller Grünfassade …man gewöhnt sich ja langsam an den Anblick des Gerüstes. Ein Schmankerl für jeden Investor.

Denkmalschutz für hässliches Hotel

So läuft das hier in Hamburg. Vor kurzem erst gebaut – und schon kommt der Denkmalschutz!
Ob das auch ein Thema für den Hotelturm in Würzburg ist – mal sehen ob der VVW etwas von dieser Idee aufgreift!:

Gebäude am Dammtor sei »einzigartig« / Bezirksamtsleiter und Bürger überrascht der Vorstoß

Mit 105 Metern ist das »Radisson Hotel« am Dammtor Hamburgs höchstes Haus. Nun soll der hässliche Betonklotz mit dem CCH in die Denkmalliste eingetragen werden. Die Begründung: »Die signifikante Kontur des Hotelhochhauses ist in ihrer Art einzigartig.«

Das heutige CCH mit dem Hochhaus liegt auf geschichtsträchtigem Boden: Vor 400 Jahren gab es die mächtigen Bollwerke der Wallanlagen, ab 1821 entstand hier der Botanische Garten, und 1861 wurde neben dem großen städtischen Friedhof ein Zoo gebaut. Als 1970 Baubeginn für das Congress-Centrum und den Hotelturm war, feierte der Senat die Gebäude als Fortschrittssymbole – drei Jahre später waren sie fertig. Dass der Bettenturm, der aktuell für 45 Millionen Euro saniert wird, den wohl schönsten Hamburger Bahnhof am Dammtor regelrecht erdrückt und »Planten un Blomen« Fläche klaut, war in den 70ern kein Thema.

Heute schwärmen die Denkmalschützer von der »prägnanten Formensprache« und der interessanten Fassade des Wolkenkratzers. In einem Gutachten heißt es: »Die Erhaltung des Hotelhochhauses liegt als Zeugnis städtebaulicher Entwicklungen der Nachkriegsmoderne mit hoher architektonischer Qualität sowie zur Bewahrung charakteristischer Eigenheiten des Stadtbildes im öffentlichen Interesse.« Bei Mitte-Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (SPD) stößt die Eintragung in die Denkmalliste eher auf Unverständnis: »Ich wäre nicht auf die Idee gekommen.« Doch Frank Pieter Hesse, der Chef des Denkmalschutzamts, verteidigt den Bau: »Das Hotelhochhaus setzt einen wesentlichen Akzent in der Hamburger Skyline.« Der Fachmann erklärt, dass sich seine Zunft erst seit Kurzem mit Bauten der 60er und 70er Jahre befasst. Ihr Wert würde erst jetzt langsam erkannt: »Über den Denkmalwert entscheidet nicht der gerade herrschende Geschmack, sondern der Zeugniswert und der historische Gehalt der Bauwerke.« Hamburgs oberster Denkmalschützer stellt fest: »Ein Denkmal muss weder uralt noch besonders schön sein!« Er verweist darauf, dass beispielsweise in den 20er Jahren die heute heiß geliebten Gründerzeit-Häuser oft unbeliebt waren. Hesse hofft, dass Bauten wie das CCH mehr Anerkennung finden: »Die jüngere Generation findet die 70er Jahre oft wieder richtig gut.«

Artikel aus der Mopo vom 27.02.09

»Die Würzburger Guillotine«

Zeichnung: Matthias Braun

VVW gegen neues Hochhaus – andere dafür!

Lieber VVW,
warum haben Sie den als Verein seinerzeit nicht das alte Ämterhochhaus in der Augustinerstrasse gekauft, renoviert & sinnvoll genutzt ??
Jetzt einfach zu sagen: … „Es ist nicht hinnehmbar, wegen eines möglichst hohen Verkaufserlöses der Stadt und der Renditeüberlegungen eines Investors eine solche Bausünde zu begehen“ … (Zitat Herr Kummer, Mainpost vom 20.01.09) scheint mir persönlich doch etwas einfach.

Die Stadt Würzburg muss zwar nicht Ihre Seele verkaufen, aber der eine oder andere Euro im Städtehaushalt schade bestimmt nicht.
Was wäre den Ihr (VVW & Freunde) Nutzungsvorschlag für den Bauplatz in der Augustinerstraße? Wie würde z.B. die Fassade aussehen? Wer würde investieren? Gibt es namentlich bekannte Mäzen, die der »Zerstörung der Innenstadt« einhalt gebieten würden?

Ich bin gespannt und bitte um eine offene & sachliche Diskussion!