
Ein Langohrhamster (lat.: cricetus auritus) ist in eine Fotofalle im Ringpark getappt…
Den Möbelriesen Ikea hätten die Feldhamster beinahe zu Fall gebracht. Nun droht der Straßenbahnline 6 das vorzeitige Aus. Im Bereich des geplanten neuen Ringparkdurchstichs der Trasse (Gericht / Ottostraße) ist ein Exemplar der äußerst seltenen Spezies »cricetus auritus«, ein sog. Langohrhamster, mittels einer Fotofalle aufgespürt worden. Dieses Tier steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Besonders prekär an der Situation ist die Tatsache, dass sich diese Hamsterart laut Expertenaussagen im Gegensatz zum gemeinen Feldhamster kaum umsiedeln lassen könne, da die Langohrhamster ihr einmal gewähltes Revier bis an ihr Lebensende nicht mehr verlassen. Bedeutet das, dass die Planungen für die Straßenbahnlinie 6 eingestampft werden können?
P.S.: Gerüchten zufolge sollen am Mozartareal auch schon Langohrhamster gesichtet worden sein.
Schönes Wochenende!
Münchner Modell; Foto: Isochrom, via baunetz.de
Der so genannte „Pavillon 21 Mini Opera Space“ , dessen Entwurf das Wiener Architekturbüros Coop Himmelblau gestern vorstellte, soll als temporäres Musiktheater der Bayerischen Staatsoper für die Münchener Opernfestspiele 2010 ab April 2010 auf dem Münchner Marstallplatz gebaut werden.
Gefährlich spitze Zacken und glänzende Aluminiumbleche aussen, schräge Wände und wilde Prismen innen: Die Konstruktion besteht aus Fertigteilen, die auf eine Stahlkonstruktion montiert sind, und ist komplett zerlegbar. Die Oper kann auf- und abmontiert werden.
Das temporäre und laut den Entwurfsanforderungen „kleine, billige, zerlegbare Theater“ soll Platz für 300 Besucher bieten und in seiner Gestaltung von Bühne, Bestuhlung und Bankett-Gestaltung völlig variabel sein. Sponsor ist Mini. Kosten darf das Projekt ca. 2,1 Mio Euro. Schon im Juni 2010 soll der „Ort des Experiments, des Labors und des Risikos“ mit einem dafür entwickelten Schlingensief-Werk eröffnet werden.
Könnte das nicht auch ein Beitrag sein zur Würzburger Theater-Neubau-Sanierungs-Vorübergehend in die Frankenhalle – oder was denn nun – Diskussion ?
…wobei da vielleicht noch ein bisschen Umdenken zum Thema Architektur, Experiment und Risiko nötig wäre …

Würzburger Modell, Fotomontage: J.Roth

Foto: Matthias Braun
Eigentlich dachte man die Tage von Käfighaltung und Tierquälerei seien in der heutigen Zeit gezählt. Nicht so in Würzburg! Drei Katzenwesen (?) wurden am neugestalteten Würzburger Rathaushof über Nacht von Unbekannten ausgesetzt. Doch damit nicht genug! Das »Kleinste« der Drei befindet sich unter unwürdigen Bedingungen in Isolationshaft in einem viel zu kleinen Käfig. Anscheinend sollen die Tierchen auf diese brutale Art und Weise für ihr zukünftiges Schicksal »abgehärtet« werden. Bald werden sie als schutzlose »Objekte« Horden kleiner Kinder ausgeliefert sein, die auf ihnen herumtollen werden.
LP10 fordert eine sofortige Befreiung und eine artgerechte Haltung! Sollte dies nicht geschehen, sehen wir uns genötigt eine Bürgerinitiative zum Schutz der armen Wesen zu gründen und ein Bürgerbegehren zu starten!

Nach New York haben wir auch Paris in unsere beliebte LP10-Postkartenserie aufgenommen. Sorry Thomas für den Missbrauch deines Bildes!
P.S.: Der »Würzburger« Eifelturm wirkt wesentlich filigraner als sein schwerfälliges »Pendant« in Paris. Kein Wunder – schließlich ist Würzburg Pionierstandort für die Entwicklung leichter Raumfachwerke (siehe MERO)

Montage: Matthias Braun
Nachdem sich die ganze »Würzburg. Provinz auf Weltniveau«-Kampagne immer mehr zu einer Provinzposse entwickelt, werde ich meine Installation beim Hafensommer jedenfalls hier im Blog ab sofort »umtaufen«:
Ein Quadratmeter Würzburg – Provinz auf Weldniveau.
»LP10Blog am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen«
M.B.

via arch.maaik network – »a worldwide community for architects and people working in the building industry« with the daily comic strip starring Archibald, the architect ….

Quelle: Praktiker
Die Frühlings-Edition von massa haus und Bild.de macht`s jetzt zum Dumping-Preis von 66.999 Euro (inklusive Architektenleistung!) für (fast) jedermann möglich. Fehlt nur noch, dass man sich Familie (passend eingekleidet mit dem Volks-T-Shirt) und Hund gleich auf seinem Volks.Notebook mitbestellen kann…und dazu dudelt noch Volksmusik bei der sommerlichen Grillparty im Garten aus dem Volksempfänger. Schöne neue alte Welt.
Doch was bedeutet das jetzt für die Architekten. Muss ich als Architekt meinem Bauherrn beim nächsten Auftrag für ein Einfamilienhaus mein Auto schenken, um im Geschäft zu bleiben? Ist diese Option schon bei der Neufassung der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) berücksichtigt? Fragen über Fragen…

Foto: geheime Quelle
Wie LP10 exklusiv aus internen Kreisen erfuhr, scheint der Streit zwischen Straßenbahnbefürwortern und den Freunden der Würzburger Residenz e.V. beigelegt worden zu sein. Nachdem auch die UNESCO damit drohte, der Würzburger Residenz den Status des Weltkulturerbes zu entziehen, wenn eine Straßenbahnlinie mit Oberleitungen in unmittelbarer Nähe der Residenz errichtet werden würde, sah man bei allen Verantwortlichen dringenden Handlungsbedarf. Gemeinsam am runden Tisch wurde zusammen mit der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) ein völlig neues Konzept für die geplante Straßenbahnlinie 6 entwickelt:
Die neue Linie 6 Fair zur Umwelt. Fair zur Residenz
Durch den Einsatz neuartiger Triebwagen mit Bioantrieb kann nun auf die störenden Oberleitungen sowie Masten vollständig verzichtet werden. Auch die Vibrations- und Lärmentwicklung ist bei dieser Fahrzeugtechnologie wesentlich geringer als bei herkömmlichen elektrifizierten Straßenbahnen, so ein Sprecher. Gefallen finden dürfte auch das neue Design der Schienenfahrzeuge, passt es doch in seiner Retro-Formensprache wesentlich besser zu den historischen Gebäuden der Stadt. Bedenken von Tierschützern können schon im Vorfeld ausgeräumt werden: Auf dem Gelände des Leighton-Areals soll ein Betriebshof mit großzügigen Weideflächen angelegt werden, auf denen sich die Zugpferde optimal und artgerecht erholen können.

Bild: Christian Rudolph
Kürzlich entdeckt in Berlin direkt neben David Chipperfields Galerie »Am Kupfergraben 10″. Während Architekt Chipperfield bei seinem Galerieneubau noch auf konventionelle Baumaterialien wie Mauerziegel setzte, wurden bei der Fassadensanierung des Nebengebäudes ganz neue Wege beschritten. Mikrosteine aus farbigem Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) schließen millimetergenau die Fehlstellen des beschädigten Mauerwerks und zeigen auf subtile Weise den Unterschied zwischen Bestand und nachträglicher Ergänzung auf. Eine bahnbrechende Methode, die die Arbeit der Restauratoren revolutionieren wird. Vielleicht auch schon bald an der Würzburger Residenz zu sehen…
Neueste Kommentare