Tag-Archiv für 'kultur'

My Favourite Tracks Vol. 7

Bild: my favourite tracks

Leider ist schon die erste Veranstaltung mit Kulturmanager Johannes Engels als Gast am LP10 Blog vorübergegangen, aber es folgen ja noch fünf weitere Veranstaltungen.

Die nächste heute Abend mit Tilman Hampl im Cairo!

Was ist »My favourite tracks«?:

»Über Musik reden. Das ist die inhaltliche Vorgabe für die Musik-Talkshow, die von Oktober 2011 bis März 2012 jeden ersten Dienstag im Monat an wechselnden Orten in Würzburg stattfindet. Vorgestellt wird an jedem Abend ein Akteur der Würzburger Kulturszene und seine zehn persönlichen favourite tracks, also seine zehn allerliebsten Lieder. Nach gemeinsamer Anhörung werden diese Tracks zum Ausgangspunkt für ein Gespräch über Musik … und gerne auch ein paar andere Themen

Erfunden hat dieses »Folterinstrument« Dennis Schütze. Es ist nämlich eine Tortur, sich auf zehn Musiktitel festzulegen. Mich hat es drei Nächte gekostet, bis die Playlist stand. Aber mal im Ernst: »My Favourite Tracks« ist wirklich ein unterhaltsames und spannendes Format, das leider immer viel zu wenig Gäste hat. Deswegen: Hingehen – es lohnt sich!

Initiator und Moderator der Abende ist Dennis Schütze.

Eintritt frei!

hier die Daten:

  • 8. 11. 2011 Tilman Hampl (Öffentlichkeitsarbeit), Cairo
  • 6. 12. 2011 Sebastian Fickert (Autor), Tiepolo Keller
  • 3. 01. 2012 Claus Peter Berneth (Artbreit), Marktbreit
  • 7. 02. 2012 Dierk Berthel (Bildhauer), BBK Galerie
  • 6. 03. 2012  Rainer Reichert (Journalist), Tiepolo Keller

zu allen Veranstaltungen. Pünktlicher Beginn jeweils 20 Uhr.

Mehr dazu:

>www.myfavouritetracks.de – Profile, Playlists, Updates

Gelebte Integration

Foto: mb

Ein Musterbeispiel für Integration und Kulturaustausch im Zellerauer Kiez ist das »Frankenstüble« in der Weißenburgstraße. Die Spezialitäten des Hauses Bratwurstdöner und Pizzabloatz kann der Gast im netten Biergarten genießen. Von hier aus hat meinen einen schönen Überblick über die Hood. Wer dann noch etwas Abwechslung sucht, dem sei ein Besuch des Casinos um die Ecke ans Herz gelegt. LP10 findet`s fei echt net schlecht, Alter!, und vergibt deswegen das Gütesiegel »LP10 TOPSPOT«.

Fotoausstellung Kon.strukt 1.0: Endspurt und Rückblick Vernissage

Fotos: LP10

Noch bis einschließlich Montag, den 01.11.2010, sind die Fotoarbeiten von Arkadiusz Dmytrow im Rahmen der Ausstellung »Kon.strukt 1.0″ im Treffpunkt Architektur, Herrnstraße 3, zu sehen. Wer noch nicht da war, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen. Öffnungszeiten: Mo-Fr 14.00-20.00 Uhr, Sa/So 10.00-19.00 Uhr, Eintritt frei! Übrigens sind die Fotos auch käuflich zu erwerben. Nähere Informationen gibt`s bei der Ausstellungsaufsicht.

Die Vernissage am letzten Donnerstag war ein voller Erfolg. Weit über 100 Besucher kamen zur Eröffnung der Ausstellung. Bei Cocktails und Musik ging es dann auch recht lang. Ein Dank an die Anwohner für ihr Verständnis! Ein paar Eindrücke sind hier zu sehen:

8th International Architecture Workshop in Würzburg

Plakat: Stadt Würzburg

Letztes Jahr musste er leider abgesagt werden, aber dieses Jahr scheint es zu klappen. Vom 18. – 30.07.2010 findet wieder ein Internationaler Architektur Workshop in Würzburg statt. Im Focus stehen bei der diesjährigen Ausgabe das ehemalige Bürgerbräu-Areal (dem ein oder anderen auch als das »AKW-Gelände« besser vertraut) sowie das Gebiet der angrenzenden Alten Mälzerei in Würzburgs »In«-Stadtteil Zellerau. Ein Gesamtareal, das bisher schon kulturell, sportlich und gewerblich genutzt wird, das aber soviel Potential bietet, das man noch wesentlich mehr daraus machen könnte, zumal ein großer Teil der imposanten Brauereigebäude bisher ungenutzt ist. Interessant werden bestimmt auch die Ergebnisse, die in- und ausländische Studenten dazu erarbeiten. 

Ein Besuch des Workshops lohnt sich auf jeden Fall, besonders zu den Präsentationsterminen der Arbeiten oder um einfach bißchen internationale Arbeitsatmosphäre aufzuschnappen, denn es werden wieder Studenten und Tutoren aus ganz Europa vor Ort sein. Ich habe selbst einmal an diesem Workshop teilgenommen und kann nur jedem Architekturstudenten (v. a. denen, die hier in Würzburg studieren) empfehlen, sich diese Chance nicht entgehen zu lassen und daran teilzunehmen. Macht richtig Spaß!

Bild: Stadt Würzburg

»Aufgabenstellung des Internationalen Architektur-Workshops in Würzburg ist auch wie in den bereits vorangegangenen Jahren die Umgestaltung bzw. Neuordnung eines bestehenden, innerstädtischen Areals. In diesem Jahr hat die Stadt Würzburg das ehemalige Bürgerbräu-Areal und die direkt hieran angrenzende Alte Mälzerei als Entwurfsaufgabe gewählt. Beide Grundstücke bieten mit ihrem alten Gebäudebestand und der attraktiven Eingangslage zur Stadt ein interessantes und spannungsreiches Entwurfsgebiet für Studenten verschiedener Disziplinen. 

Ziel des Kurses ist, bereits vorhandene und zu erhaltende Nutzungen neu zu definieren, Teile der beiden Areale mit dem denkmalgeschützten Gebäudebestand umzunutzen und hierdurch auch neue Funktionen zu ermöglichen. Anders als bei einem Architektenwettbewerb, liegt das Interesse darin, die Studenten möglichst frei entwerfen zu lassen, um eine Vielfalt an Ergebnissen zu erhalten…«

Tutoren:

Alle Infos dazu:

>8th International Architecture Workshop

P.S.: LP10 hat das Potential des Geländes schon lange erkannt und einen Umnutzungsvorschlag für das ehemalige Sudhaus im legendären LP10-Film aufgezeigt ;)

Vierter Würzburger Hafensommer

LP10 empfiehlt: Vierter Würzburger Hafensommer. Vom 23. Juli bis zum 15. August.

Konzerte, Kabarett, Tanz, Kino, eine Lesung(!) mit Marianne Faithful etc.. Ein sehr vielfältiges Programm, bei dem nur eines fehlt – Mainstream. Wir freuen uns besonders auf Carolin No, die uns schon bei der Preisverleihung am 23. April ein Ständchen gespielt haben.

Vielen wird es vielleicht wie mir gehen. Ein paar Fixpunkte, die man kennt – »Ah, Fehlfarben – Paul ist tot, kein Freispiel drin! Die Hymne meiner Jugend« – aber man guckt auch ein wenig ratlos ins Programm. »Andromeda Mega Express Orchestra? Nie gehört.« Aber Web-sei-Dank nur wenige Googleminuten später ist man schlauer (und begeistert):

»Hier ist ein 20köpfiges Orchester, das unter der Leitung eines 25jährigen Berliner Komponisten ein Feuerwerk an Energie, Musikalität und Einfallsreichtum abfackelt.[…] Mit den Freunden von The Notwist verbindet das Orchester eine enge musikalische Zusammenarbeit. Gemeinsame Konzerte in Amsterdam, Hamburg und München wurden frenetisch bejubelt.« (www.andromedameo.com)

The Notwist’s »Where in this World« featuring Andromeda Mega Express Orchestra

So wird das Programm zum kulturellen Bildungsleitfaden. Also, unbedingt reinklicken: Programm Hafensommer 2010.

LP10 erhält Preis für Junge Kultur 2010

Foto: Matthias Braun

Nicht ohne ein bisschen Stolz dürfen wir es nun nach der gestrigen Preisverleihung im Jugendkulturhaus Cairo offiziell verkünden:

LP10 erhält den Preis für Junge Kultur 2010 der Stadt Würzburg

Die Stadt Würzburg verleiht seit 2005 mit dem Kulturpartner Distelhäuser Brauerei und dem Umsonst & Draussen e. V. regelmäßig jährlich einen Preis für Junge Kultur (Jugendkulturförderpreis). In diesem Jahr wurde neben der Band Shokei und JoJo Schulz (Posthalle Würzburg) auch LP10 mit der Auszeichnung in der Sparte »Besonderes« bedacht. Das freut uns sehr! Zum einen weil es eine Anerkennung für jahrelange Arbeit (LP10 gibt es seit 2004) ist und zum anderen weil es ein »Würzburger« Preis ist. Denn nachdem LP10 bisher eher außerhalb der Stadtgrenzen Würzburgs wahrgenommen worden ist (Zündfunk, Bayerisches Fernsehen »Südwild«, A Palaver Architekturradio Wien) ist es besonders schön zu sehen, dass unsere Arbeit auch in unserer Heimatstadt gewürdigt wird. 

»Die Stadt Würzburg, der Umsonst & Draussen e.V. und die Distelhäuser Brauerei verleihen, wie vom Stadtrat am 25. März 2010 beschlossen, dem Projekt »LP10″ den »Preis für Junge Kultur« 2010 in der Sparte Besonderes. Sie zeichnen dadurch einen Verbund junger Architekten aus, der sich kritisch, provokativ, mitunter ironisch, aber immer fundiert mit der Entwicklung des Würzburger Stadtbildes auseinandersetzt. Vor allem durch das Online-Architekturmagazin erreicht »LP10″ neben Diskussionsveranstaltungen und Workshops einen erweiterten und stetig wachsenden Interessentenkreis.

In Anerkennung und als Dank für diese Engagement in der Kulturszene wird »LP10″ mit dem diesjährigen »Preis für junge Kultur« ausgezeichnet…«

Bürgermeisterin Schäfer überreicht die Urkunde an die LP10ler, Foto: Ralf Thees (würzblog)

im Bild (v. l.): Bürgermeisterin Marion Schäfer, Matthias Braun, Manfred Ring, Georg Fries, Julia Roth, Franziska Liebig, Thomas Leiser und Stefan Lang

Vielen Dank für den Preis und Gratulation an Shokei und JoJo Schulz!

>Urkunde Preis für Junge Kultur

>Bericht bei TVtouring

>Bericht Zündfunk

Kulturräume Würzburg, Teil 2

Alt und Neu in Ulm  Foto: Stadt Ulm

Die Veranstaltungsreihe »Kulturräume – Gespräche zur kulturellen Stadtentwicklung in Würzburg« des Dachverbands freier Würzburger Kulturträger macht an der nächsten Station halt: dem ehemaligen Mozartgymnasium. Im zweiten Teil der Reihe wird es um die städtebaulichen Lösungsmöglichkeiten zur Innenstadtgestaltung gehen. Exemplarisch aufgezeigt wird dies am Beispiel der »Neuen Mitte Ulm«. Im Gegensatz zu Würzburg scheint man in Ulm ein etwas unverkrampfteres Architekturverständnis zu haben. Alt und Neu schließen sich hier nicht aus, sondern gehen eine Symbiose ein. Wegweisend war die Eröffnung des Stadthauses im Jahr 1993, das der New Yorker Architekt Richard Meier entworfen hat. Es folgten die Stadtbibliothek von Gottfried Böhm, die Kunsthalle Weishaupt von Wolfram Wöhr sowie das Kaufhaus Münstertor und die Sparkasse von Stephan Braunfels.

Der Stadtplaner und Architekt Christian Guther aus Ulm wird hierzu am Montag, den 12.04.2010 um 20.00 Uhr in der Aula der Mozartschule referieren. Im Anschluss an den Vortrag ist eine Gesprächsrunde geplant. Der Eintritt ist frei!

Mehr zum Thema:

>Dachverband freier Würzburger Kulturträger 

>Neue Mitte Ulm

>Film: Neue Mitte

>Kunsthalle Weishaupt

>Stadtbibliothek Ulm

>Kaufhaus Münstertor

Montags bleibt die Kiste aus

Montags bleiben in Würzburg die Fernseher aus – dafür sorgt die Kulturabteilung des Cafés zum schönen René. Nach langen Diskussionen, wie es mit dem Programmkinoangebot in Würzburg weitergehen soll, folgen nun Taten:

Das Panoptikum

»…bei Popcorn,Chips und Eisconfekt wird es ab dem 22.02.2010 im Café Zum Schönen René immer montags einen handverlesenen sehr gut ausgesuchten und spannenden, packenden, romantischen, harten, kaputten, lustigen und zum Nachdenken anregenden Film geben!«

immer Montags ab 19:30 Uhr im Café zum schönen René am Bahnhofsplatz

KulturRäume: Teil 1 – Die Frankenhalle

Bild: Dachverband freier Würzburger Kulturträger

Am 08.02.2010 findet eine Gesprächsrunde zum Thema »Zukunft der Frankenhalle« statt. Um 19.30 Uhr gibt es die Möglichkeit zu einem Rundgang in der Frankenhalle; die Gesprächsrunde selbst findet dann ab 20.00 Uhr im Bockshorn statt.

Teilnehmer:

Muchtar Al-Ghusain (Kulturreferent der Stadt Würzburg)
Christian Schuchardt (Stadtkämmerer)
Hermann Schneider (Intendant des Mainfranken Theaters)
Christian Brückner (Architekten Brückner & Brückner)
Joachim Schulz (Posthalle, Gastronom & Konzertveranstalter)

Moderation: Maria Saemann (TV Touring) – Der Eintritt ist frei!

Veranstalter: Dachverband freier Würzburger Kulturträger

Ein »kleines Plädoyer« für eine »kleine Kulturinstitution«

Montage: Matthias Braun

Ein »kleines Plädoyer« für eine »kleine Kulturinstitution«

Auferstanden ist durch den Abriss des Gebäudes in der Karmelitenstraße und den einhergehenden Grabungsarbeiten ein Stück Würzburger Kultur aus der Stauferzeit, was einige Archäologen und Kunsthistoriker erfreuen wird -  verschwunden ist dabei leider auch ein Stück Würzburger Kultur der Gegenwart: der Propeller. Und das macht Würzburg um einiges trister. 

Leider verzögert sich die Neueröffnung des Kultladens an anderer Stelle, woran straffe Auflagen der Stadt wohl nicht ganz unschuldig zu sein scheinen. Dabei stünde es einer Stadt wie Würzburg ganz gut zu Gesicht auch die junge Kultur, manche mögen es »Subkultur« nennen, zu fördern, statt ihr Steine in den Weg zu legen. Gerade in einer Zeit, in der endlose Debatten über die »Provinzialität« oder das »Weltniveau« Würzburgs geführt werden. Reicht es noch nicht, dass das Autonome Kulturzentrum geschlossen ist oder dass das letzte Programmkino (Corso) bald von der Bildfläche verschwinden wird? Würzburg wirbt damit eine lebendige Universitäts- und Studentenstadt zu sein. Doch das Angebot für die Studierenden (und nicht nur für diese!) an alternativen Clubs oder Kultureinrichtungen ist eher begrenzt, außer man ist Anhänger der fränkischen »Weinfestlekultur«. Da wird es mit den Auflagen nicht ganz so eng gesehen, so erweckt es man manchmal den Eindruck.

Jetzt kann man natürlich trefflich darüber streiten, ob es nicht etwas zu hoch gegriffen ist, den Propeller als »kleine Kulturinstitution« zu bezeichnen. Ich wage zu behaupten: Nein. Natürlich war der Propeller in erster Linie eine Kneipe oder Club. Aber er war auch mehr. Der minimalistische »Low Budget« Style war einzigartig und paßte sogar nicht in das »Provinzstädtchen«. Die Wände waren von nicht unbekannten Graffiti-Künstlern verziert. Neben guten DJs, die im Propeller auflegten, gab es auch eine Konzertreihe, in der sich regionale und überregionale Künstler präsentieren konnten. Während des Hafensommers 2008 stellte der Laden eine gern genutzte Anlaufstelle für die weit gereisten Künstler nach ihren Konzerten dar, die im Propeller die für Würzburg ungewöhnlich lockere Atmosphäre genossen. Und nicht zu vergessen, der bunte Besuchermix: Schülern, Studenten, Musiker, Angestellte, Grafiker, Azubis, Ärzte, Rechtsanwälte, Handwerker, Künstler, normale Leute, einige wenige gestörte Leute, Architekten…und, und, und, waren in allen Altersklassen vertreten. Wenn das nicht Kultur und Vielfalt ist, die heutzutage aller Ortens gepredigt wird, was bitte dann?

Auferstanden aus Ruinen? Ist Würzburg zum Glück! Und der Zukunft zugewandt? Da habe ich, wie das »kleine« Beispiel der »kleinen Kulturinstitution« zeigt, so manchmal meine Zweifel.

P.S.: Es soll bitte nicht der Eindruck entstehen, dass eine besondere Affinität zur Nationalhymne der ehemaligen DDR oder deren Ideologie besteht. Die beiden Textzeilen boten sich lediglich besonders gut als Aufhänger für diesen Artikel an.