Tag-Archiv für 'Marktplatz'

Dirk Nowitzki Denkmal im Herzen Würzburgs geplant!

Dirk Nowitzki Denkmal (DND) bei Tag, Bild: mb

Nach einer außerplanmäßigen nicht öffentlichen Stadtratssitzung ist die Sensation perfekt: Der Würzburger Basketballsuperstar Dirk Nowitzki bekommt sein Denkmal in der Stadt, wie LP10 aus internen Quellen exklusiv erfahren hat. Der Entwurf eines international bekannten Künstlers, dessen Name noch nicht genannt werden darf, wurde mit nur zwei Gegenstimmen abgesegnet.

An prominenter Stelle mitten im Herzen Würzburgs – auf dem Marktplatz – soll das DND realisiert werden, das auf einem Upcycling-Konzept basiert. Der sanierungsbedürftige und kaum mehr beachtete Obelisk auf dem Platz soll als Sockel für einen überdimensionalen Basketball aus glasfaserverstärktem Kunststoff dienen. In goldenen Lettern ziert die Inschrift »DANKE DIRK« das Monument im unteren Bereich.

Der Clou: Das Material ist transluzent, so dass der Basketball nachts von innen mittels LED-Technik beleuchtet werden kann. Somit ist gleichzeitig das Problem der Beleuchtung des Marktplatzes gelöst.

Doch die Zeit drängt. Das Denkmal soll bis zum Ehrenempfang Nowitzkis im Sommer auf dem Balkon der Residenz fertig gestellt sein. Danach ist nämlich ein Festumzug von der Residenz zum Marktplatz vorgesehen, bei dem Dirks Obelisk feierlich eingeweiht werden soll.

DND bei Nacht, Bild: mb

LP10-Topspot: Hochwassermelder auf dem Marktplatz

Bild: Matthias Braun

Würzburg: Von vielen Passanten wurde dieses Objekt irrtümlicherweise für ein Spielgerät gehalten. Doch nach den letzten Arbeiten, die gestern durchgeführt worden sind, ist endlich klar, um was es sich bei dieser Gerätschaft handelt: Würzburgs erster öffentlicher Hochwassermelder.

Von nun an kann jeder den aktuellen Hochwasserstand des Mains bequem und trockenen Fußes auf dem Marktplatz ablesen. Hochwassermeldestufe 4 wird zusätzlich durch eine Rundumleuchte auf dem empfindlichen Messgerät signalisiert. Der Hochwassermelder stellt den krönenden Abschluss der umfangreichen baulichen Hochwasserschutzmaßnahmen dar, die in den letzten Jahren durchgeführt wurden. Geschmackloser Hochwasserkatastrophentourismus auf der Alten Mainbrücke sollte in Zukunft der Vergangenheit angehören.

Neues Konzept für Würzburger Weindorf 2011: Wein und Architektur

Perspektive Würzburger Weindorf 2011

Sind wir doch mal ehrlich: So wie sich das Würzburger Weindorf bisher präsentierte, konnte es nicht weitergehen. Ein Schlumpfdorf mit hässlichen kleinen zusammengezimmerten Fachwerkbuden in 70er Jahre Optik, das absolut keinen Style hat, lockt doch keinen mehr hinter dem Ofen geschweige denn zum Weintrinken hervor. Auch der Städtebau des Weindorfs wies erhebliche Defizite auf. Es wurde eher der Charme einer miefigen Nachkriegs-Barrackensiedlung vermittelt als der einer temporären innerstädtischen Genussoase. Alles völlig planlos! Doch dem geschmackfreien Ambiente wird ab 2011 der Kampf angesagt.

Zur Eröffnung des Weindorfes 2010 wurde ein völlig neues Konzept für das nächste Weindorf im Jahr 2011 von den Veranstaltern präsentiert: »Weindorf 2011 – Wein und Architektur«. »Nachdem die Qualität des Frankenweins in den letzten Jahren stetig verbessert wurde, muss sich dies nun auch in der Architektur äußern«, so ein Sprecher, »besonders bei einem Weinfest wie dem Würzburger Weindorf«. Ein städtebaulicher Masterplan wurde entwickelt, der vom bisherigen orthogonalen Bebauungsraster abweicht und sich eher an einem mittelalterlichen verwinkelten Stadtgrundriss orientiert. Auch die Bebauungsdichte wird sich zukünftig erhöhen. Im neuen Weindorfbebauungsplan sind nun 2-geschossige Bauten zugelassen. Dies macht das Weindorf urbaner und hat den angenehmen Nebeneffekt, dass die Zahl der Sitzplätze nahezu verdoppelt werden kann-also auch wirtschaftlich ein Volltreffer. Bei einem internationalen Architektenwettbewerb konnten dann Architekturbüros ihre Vorschläge für die Bebauung der einzelnen Baufelder einreichen. Das Ergebnis ist auf dem Foto zu sehen.

Begrüßenswert ist die Idee, die Fassade des Forum-Gebäudes mit wildem Wein beranken zu lassen, was dem Gebäude einen neuen freundlichen Charakter verleiht und wohl auch einige erbitterte Forum-Gegner besänftigen dürfte.

Na dann Prost. Der Frankenwein hat wieder eine Zukunft!

Mehr dazu:

>Würzburger Weindorf

LP10 Topspot: Original Christo am Marktplatz Würzburg

Foto: Matthias Braun

Nachdem Schweinfurt in Sachen Kunst Würzburg mehr und mehr den Rang abzulaufen schien (Museum Georg Schäfer, Kunsthalle Schweinfurt) sah sich die Stadtverwaltung gezwungen zu reagieren. Es musste einfach etwas passieren. Schließlich ist Würzburg das Oberzentrum und nicht Schweinfurt. Und damit das so bleibt wurde kurzerhand der weltbekannte Verpackungskünstler Christo (seine Frau und Partnerin Jeanne-Claude verstarb am 18.11.2009) beauftragt, auf dem Würzburger Marktplatz tätig zu werden. Das Ergebnis ist auf obigem Foto zu bewundern.

Zugegeben, von der Dimension her nicht unbedingt zu vergleichen mit der Verhüllung des Reichstagsgebäudes in Berlin, aber immerhin. Bei angespannter Haushaltslage müssen es auch kleine aber feine Projekte tun – oder hat man doch nur einfach vergessen, mal endlich die Schutzverpackung zu entfernen…?

Die schöne Sichtachse ……!

Ob das so gut ist? Der »schöne Blick« auf den Neubau am Marktplatz wird durch Grüntöpfe verstellt.

 

 

 

 

Illustration Adler & Olesch

Gut geplant!

Bilder: M. Marrach

Das Gerüst des s. Oliver-Flagshipstores am Marktplatz wurde am Samstag abgebaut. Nun kann man sich bereits ein städtebauliches Bild des Neubaus von RKW machen. Wir finden ihn sehr gelungen und mal richtig »städtisch«. Besonders die Tatsache, dass sich speziell für die Freunde des »Würzburger Barock«,  die Zwiebeltürme oder die Kuppel des Neumünsters in den Glasflächen des »Monitors« wiederspiegeln. Eine gelungene Überlagerung zwischen Historisch und Modern.

Würzburg als Trendsetter?

Habe heute morgen die Baunetz-Meldungen gelesen und hatte ein Déjà-vu-Erlebnis. Lamellengebäude in historischem Umfeld – irgendwie kommt mir das bekannt vor. In Mainz wurden jetzt die »Mainzer Markthäuser« des italienischen Architekten Massimiliano Fuksas eröffnet. Mit einer Fassade, die einem Würzburger bekannt vorkommen dürfte. Auch in Mainz gibt (gab) es anscheinend heftige Diskussionen. Aber das haben wir zum Glück schon alles hinter uns…

>>>Baunetz-Aktuelle Meldungen

>>>Werkbericht Opus Architekten