Tag-Archiv für 'Mozartschule'

Kulturräume Würzburg, Teil 2

Alt und Neu in Ulm  Foto: Stadt Ulm

Die Veranstaltungsreihe »Kulturräume – Gespräche zur kulturellen Stadtentwicklung in Würzburg« des Dachverbands freier Würzburger Kulturträger macht an der nächsten Station halt: dem ehemaligen Mozartgymnasium. Im zweiten Teil der Reihe wird es um die städtebaulichen Lösungsmöglichkeiten zur Innenstadtgestaltung gehen. Exemplarisch aufgezeigt wird dies am Beispiel der »Neuen Mitte Ulm«. Im Gegensatz zu Würzburg scheint man in Ulm ein etwas unverkrampfteres Architekturverständnis zu haben. Alt und Neu schließen sich hier nicht aus, sondern gehen eine Symbiose ein. Wegweisend war die Eröffnung des Stadthauses im Jahr 1993, das der New Yorker Architekt Richard Meier entworfen hat. Es folgten die Stadtbibliothek von Gottfried Böhm, die Kunsthalle Weishaupt von Wolfram Wöhr sowie das Kaufhaus Münstertor und die Sparkasse von Stephan Braunfels.

Der Stadtplaner und Architekt Christian Guther aus Ulm wird hierzu am Montag, den 12.04.2010 um 20.00 Uhr in der Aula der Mozartschule referieren. Im Anschluss an den Vortrag ist eine Gesprächsrunde geplant. Der Eintritt ist frei!

Mehr zum Thema:

>Dachverband freier Würzburger Kulturträger 

>Neue Mitte Ulm

>Film: Neue Mitte

>Kunsthalle Weishaupt

>Stadtbibliothek Ulm

>Kaufhaus Münstertor

Bürgerversammlung Innenstadt

Oberbürgermeister Georg Rosenthal lädt alle Würzburger Bürgerinnen und Bürger, insbesondere aus der Würzburger Innenstadt, zu einer Bürgerversammlung ein. Der Oberbürgermeister und seine Referenten möchten bei dieser Bürgerversammlung schwerpunktmäßig über allgemeine Entwicklungen in der Würzburger Innenstadt informieren und mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.

Tagesordnung:

  • Interessenskonflikt „Wohnen versus Gastronomie“ in der Würzburger Altstadt
  • Nutzung Mozart-Areal
  • Entwicklung Straßenbahn Linie 6
  • Verschiedenes

Zeit: Dienstag, 23. Februar 2010, um 18.30 Uhr

Ort: Ratssaal des Rathauses

Neue Stadtschönheitschirurgen in Würzburg

Als hätten wir nicht schon genug davon: Verschönerungspolizei (VVW Würzburg), das omniphobe Sammelbecken »Ringpark-in-Gefahr«, Heiner-Reitberger-Stiftung und der AK Denkmalschutz (Kummers »AK 47″)…nun droht dem »entstellten« Patienten Würzburg neues Heil: die Initiative »Stadtbild Würzburg« – Würzburgs neue Stadtschönheitschirurgen, Praxiseröffnung am 26. Januar in der Aula der ehemaligen Mozartschule, Sprechzeiten ab 19.00 Uhr.

Da ist Urban-Faceliftung der ganz besonderen Art angesagt. Mumifizierung des Würzburger Stadtkörpers bis in alle Ewigkeit, damit wir auch 2050 noch das Schönheitsideal der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts/-tausends bewundern können. Hier und da die Barock-Botox- Spritze angesetzt, die hässlichen modernen Architekturfettpölsterchen abgesaugt, mit dem Laser noch ein paar Ornamente auf Sichtbetonfassaden eingraviert, partielle Flachdachkorrekturen durch implantierte Satteldächer, Ringparkvergrößerung – zum Schluss das Ganze auf einheitliche Traufhöhe abgesäbelt und alles wird (bleibt) gut, so wie es schon immer gewesen ist. Würzburg – Forever Young! JA, ich will so bleiben wie ich bin – und  DU, DU DARFST nichts verändern.

Zum Glück ist für psychologische Betreuung durch die Sprecherin des neuen Bürgerforums gesorgt, denn solch heikle Eingriffe am Stadtkörper sind häufig mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Bleibt zu hoffen, dass nach der Operation »Stadtbild Würzburg« noch ein paar sichtbare hässliche moderne Architekturnarben zurückbleiben und es nicht heißt: Operation gelungen, Patient tot.

hier noch eine Literaturempfehlung zum Thema:

> »Alternate Reality« bei Würzblog