Tag-Archiv für 'ringpark-in-gefahr'

Hamster im Ringpark – Aus für Strabalinie 6?

Ein Langohrhamster (lat.: cricetus auritus) ist in eine Fotofalle im Ringpark getappt…

Den Möbelriesen Ikea hätten die Feldhamster beinahe zu Fall gebracht. Nun droht der Straßenbahnline 6 das vorzeitige Aus. Im Bereich des geplanten neuen Ringparkdurchstichs der Trasse (Gericht / Ottostraße) ist ein Exemplar der äußerst seltenen Spezies »cricetus auritus«, ein sog. Langohrhamster, mittels einer Fotofalle aufgespürt worden. Dieses Tier steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Besonders prekär an der Situation ist die Tatsache, dass sich diese Hamsterart laut Expertenaussagen im Gegensatz zum gemeinen Feldhamster kaum umsiedeln lassen könne, da die Langohrhamster ihr einmal gewähltes Revier bis an ihr Lebensende nicht mehr verlassen. Bedeutet das, dass die Planungen für die Straßenbahnlinie 6 eingestampft werden können? 

P.S.: Gerüchten zufolge sollen am Mozartareal auch schon Langohrhamster gesichtet worden sein.

Schönes Wochenende!

Neue Stadtschönheitschirurgen in Würzburg

Als hätten wir nicht schon genug davon: Verschönerungspolizei (VVW Würzburg), das omniphobe Sammelbecken »Ringpark-in-Gefahr«, Heiner-Reitberger-Stiftung und der AK Denkmalschutz (Kummers »AK 47″)…nun droht dem »entstellten« Patienten Würzburg neues Heil: die Initiative »Stadtbild Würzburg« – Würzburgs neue Stadtschönheitschirurgen, Praxiseröffnung am 26. Januar in der Aula der ehemaligen Mozartschule, Sprechzeiten ab 19.00 Uhr.

Da ist Urban-Faceliftung der ganz besonderen Art angesagt. Mumifizierung des Würzburger Stadtkörpers bis in alle Ewigkeit, damit wir auch 2050 noch das Schönheitsideal der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts/-tausends bewundern können. Hier und da die Barock-Botox- Spritze angesetzt, die hässlichen modernen Architekturfettpölsterchen abgesaugt, mit dem Laser noch ein paar Ornamente auf Sichtbetonfassaden eingraviert, partielle Flachdachkorrekturen durch implantierte Satteldächer, Ringparkvergrößerung – zum Schluss das Ganze auf einheitliche Traufhöhe abgesäbelt und alles wird (bleibt) gut, so wie es schon immer gewesen ist. Würzburg – Forever Young! JA, ich will so bleiben wie ich bin – und  DU, DU DARFST nichts verändern.

Zum Glück ist für psychologische Betreuung durch die Sprecherin des neuen Bürgerforums gesorgt, denn solch heikle Eingriffe am Stadtkörper sind häufig mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Bleibt zu hoffen, dass nach der Operation »Stadtbild Würzburg« noch ein paar sichtbare hässliche moderne Architekturnarben zurückbleiben und es nicht heißt: Operation gelungen, Patient tot.

hier noch eine Literaturempfehlung zum Thema:

> »Alternate Reality« bei Würzblog

U6 statt Straba 6 – Würzburg goes Underground!

Sensation zu Jahresbeginn: U6 statt Straba 6 – Würzburg goes Underground!

Nachdem sich für die Probleme bei der Trassenführung der geplanten Straßenbahnlinie 6 keine Lösung abzuzeichnen schien, besann man sich bei den Verantwortlichen und entwickelte in einer Klausurtagung zwischen den Jahren ein atemberaubendes Konzept auf Weltniveau, das jetzt exklusiv LP10 vorliegt.

In Anbetracht der Tatsache, dass UNESCO, Verschönerungsverein und die BI »Ringpark in Gefahr« mit keiner der angedachten Trassenvarianten der Linie 6 im Bereich der Residenz Würzburg zufrieden waren (Hauptkritikpunkt: die Oberleitungen) und schon der Weltkulturerbe-Status zu wackeln schien, musste ein völlig neuer Lösungsansatz her. Ein Blick über den Tellerrand, wie andere Großstädte mit dieser Frage umgehen, machte schnell klar: Wenn`s über der Erde nicht stadtbildverträglich funktioniert, dann eben unter der Erde. Würzburg braucht eine U-Bahn!

Dank Konjunkturpaket 2 steht nun auch der Finanzierung des ehrgeizigen Projekts nichts mehr im Wege. Im ersten Teilabschnitt soll bis 2014 die Kernstadt durch die U6 erschlossen werden. Geplant sind drei Stationen: Juliuspromenade, Plattnerstraße/Dom sowie Residenz/Hofkeller (siehe Grafik). In einem zweiten Abschnitt werden dann Bahnhof und Hubland bis 2018 an das Streckennetz angeschlossen. Auch der Tourismusverband begrüßte das Konzept. In welcher anderen Stadt kommt man als Besucher und Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel schon so direkt mit den Schätzen der Region in Kontakt wie zum Beispiel bei der Station Residenz/Hofkeller.

U6 – Würzburg erfahren.

Grafik: Matthias Braun

Stadtgespräch – »Linie 6 – Volle Fahrt voraus?«

Am Mittwoch, den 25.11.2009, findet um 19.30 Uhr im Rahmen der »Stadtgespräche« eine Diskussionsrunde zur geplanten Straßenbahnlinie 6 statt:

»Residenz-Passage, Schwarze Promenade, Ringpark – Die Trassenführung der geplanten neuen Straßenbahnlinie 6 wirft viele Fragen auf. Diese und andere Aspekte wird das Stadtgespräch aufgreifen. Mit dabei sind: Thomas Schäfer (WVV), Heiko Brückner (Regierung von Unterfranken), Stefan Kummer (Verschönerungsverein) und der Straßenbahn-Experte Thomas Naumann (früher Verkehrsministerium). Die Moderation hat Andreas Jungbauer von der Main-Post-Lokalredaktion.«

Veranstaltungsort: Saalbau Luisengarten, Martin-Luther-Str. 1, Würzburg

Veranstalter: Schröder Haus Würzburg und MAIN-POST

 Der Eintritt ist frei!

Auch LP10 hat sich bereits mehrfach des Themas angenommen:

>Die neue Linie 6

>Strabalinie 6 vs. Residenz Würzburg

>LGS 2016 in Bayreuth

Der Spruch der Woche

»LP10Blog am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen«

M.B.

Guerilla Gardening in Würzburg

illegale »Flowerracks« verunstalten die Innenstadt und behindern Fußgänger

Photo: Matthias Braun

Jetzt ist es auch hier soweit: Großstädtische Unsitten wie das so genannte »Guerilla Gardening«, initiiert von anarchistischen Bewegungen, die das Hoheitsgebiet des urbanen öffentlichen Raums nicht respektieren wollen, breiten sich in unserer Innenstadt aus – eine beispiellose Attacke auf das Stadtbild!

Erschreckend ist die Tatsache, dass dieser Terror im Fall Würzburg ganz neue Dimensionen angenommen hat. Bisher begnügten sich  »Guerilleroes« in Metropolen wie Berlin, London oder New York damit, »Seedbombs« auf öffentlichen Grünflächen auszustreuen. In Würzburg kamen erstmals eigens angefertigte Stahlgerüstkonstruktionen zum Einsatz, die als Träger für geschmacklose Blumenkombinationen dienen: »Flowerracks« – die neue Bedrohung. Die Handschrift lässt auf eine außerordentlich hohe Professionalität der Täterschaft schließen. Abgesehen davon, dass die »Blumenpoller« das ästhetische Empfinden empfindlich stören, stellen diese illegalen Anpflanzungen auch ein erhebliches Gefahrenpotential für den  Fußgängerverkehr dar. Mehrere Passanten erlitten schon Verletzungen bei der Kollision mit den besagten Konstrukten, die die Laufwege auf Gehwegen und im Fußgängerzonenbereich blockieren.

Wer steckt hinter dieser Aktion: Der Verschönerungsverein oder die BI »Ringpark in Gefahr«? LP10 ermittelt. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, ist als Belohnung eine Freikarte für den Besuch des Würzburger Residenzgartens ausgesetzt.

Dass es auch stadtverträglicher geht, hat LP10 schon hier aufgezeigt…

»Wie schäbig ist Würzburgs Stadtbild?«

Im Mittelpunkt stehen bei diesem Stadtgespräch die Stadtbildpflege. Nicht die aktuelle Architektur, laut Ankündigung! Termin am Donnerstag, 2. April, um 19.30 Uhr, Ort: Saalbau Luisengarten. Veranstalter sind Main-Post und Rudolf-Alexander-Schröder-Haus diesmal in Kooperation mit der BI Ringpark in Gefahr. Der Eintritt ist frei. Am Podium diskutieren Stadtbaurat Christian Baumgart, Wirtschaftsförderer Klaus Walther (CTW), Raimund Binder (Bürgerinitiative) und als externer Experte Rudolf Saule. Er war lange Jahre leitender Stadtplaner in Regensburg und Stadtbaurat in Augsburg, Mitglied des Bauausschusses des Bayerischen Städtetages und Fachpreisrichter bei städtebaulichen Wettbewerben in Bayern und Baden-Württemberg. Rudolf Saule wird über politische und rechtliche Möglichkeiten berichten, um positiven Einfluss auf die Stadtgestaltung zu nehmen. Für die Bürgerinitiative werden drei Vertreter einige Beispiele aus Würzburg dokumentieren. Den Abend moderiert Main-Post-Redakteur Andreas Jungbauer.

http://www.schroeder-haus.de/programm/aktuelles.htm

Bauskandal in Würzburg von 1810 endlich aufgedeckt

(Achtung Satire):

Durch die Sensibilisierung für das homogene Würzburger Stadtbild der »Phantastischen Vier« (VVW, Arbeitskreis Studierende für Denkmalschutz, Heiner-Reitberger-Stiftung, ringpark-in-gefahr) haben wir endlich wahrgenommen, dass der Mannheimer »Revolutionsarchitekt« Peter Speeth bereits im Jahre 1810 in der Burkharder Straße eine riesige Bausünde in Würzburg begangen hat. Bei dem Bau des »Frauengefängnisses« hatte er doch tatsächlich die Frechheit besessen den vorherrschenden Barock abzulehnen und auch noch zeitgemäß im Stile der »sprechenden Architektur« (architecture parlante) zu bauen. Diese bezog sich auf eine Rückbesinnung zu den klaren Formen der Antike und bezeichnete die Barockarchitektur als »ausschweifend und überladen«.

Wir fordern deshalb die Stadt Würzburg auf, das Gebäude an die Traufhöhe der Nachbarbebauung anzupassen (2 Stockwerke abbrechen) und die restliche Fassade nachträglich barockisieren zu lassen. Auch auf die Gefahr hin, dass dieses Gebäude aus den Geschichtsbüchern verschwinden würde.
Die Finanzierung geht natürlich auf Kosten des Stadtsäckels.

Ringpark in Gefahr!

Bei der ganzen Diskussion um den geplanten »Hochhaus«-Neubau in der Augustinerstraße und der damit drohenden Verschandelung der Stadtsilhouette darf niemals vergessen werden, dass von jeder Veränderung des Status-Quo in Würzburg stets auch eine Gefahr für den Ringpark ausgeht. Doch so weit wird es nicht kommen: die BI »Ringpark in Gefahr«, die Multi-Task-Force Würzburgs, wird einschreiten… 

Ringpark in Gefahr

Arcaden, Maulwürfe, Spaziergänger,

Borkenkäfer, Volleyballspieler, saurer Regen

Hochhäuser, Taschendiebe, Verteilerkästen,

Touristen, Hundekacke, Quellenverschmutzer,

Architekten, Freiluftgriller, Kioske,

Investoren, Außengastronomie, Bahnhöfe,

Finanzkrise, Spechte, Terroristen,

FH-Studenten, Kaninchen, Bodenbeläge,

Asteroiden, Hütchenspieler, Klimaerwärmung…

Ringpark in Gefahr