Lange war die »KSA« für Würzburg angekündigt. Heute triff sie sich zum ersten mal. Zusammensetzen wird sie sich aus folgenden Personen:
Vorsitz (Oberbürgermeister): OB Rosenthal
Fachpersonen (Architekten): Ferdinand Stracke; Christiane Thalgott; Norbert Diezinger ; Rebecca Chestnutt; Bernhard Winking ;
Fachpersonen (Stadträte): Christian Baumgart; Muchtar Al-Ghusein
Sachpersonen (Stadträte): Thomas Schmitt; Wolfgang Scheller; Heinrich Jüstel; Karin Miethaner-Vent; Klaus Zeitler; Karl Graf; Charlotte Schloßereck; Josef Hofmann
Stadtheimatpfleger: Hans Steidle
Künstler: Ovis Wende
Kunsthistoriker: Thomas Gunzelmann
Wir sind mal gespannt in wieweit die »KSA« einerseits die Stadtentwicklung beeinflußen wird, und ob sie es andererseits hoffenlich schafft das Niveau der öffentlich geführte Architekturdiskussion zu heben.

Foto: J. Königer
Etwas an gewohnter »Schärfe« vermisste man fast schon bei der gestrigen Podiumsdiskussion im ehemaligen Mozart-Gymnasium zum Thema »Was wird aus dem Nachkriegs-Würzburg?«, wie obiges Foto zeigt. Die Veranstaltung hatte beinahe den Charakter von »Koalitionsverhandlungen« und man hätte den Eindruck gewinnen können, als habe es niemals großartige Differenzen bei den unterschiedlichen »Lagern« in der Betrachtungsweise und im Umgang mit der Stadt gegeben.
Aber vielleicht ist das auch gut so, nachdem sich die Lage in den letzten Monaten und Jahren zusehends »verschärft« hatte. Wenigstens sitzt man jetzt wieder gemeinsam an einem Tisch und spricht in einem vernünftigem Ton miteinander. Das ist das Positive, was man aus diesem Abend mitnehmen kann. Die Zukunft wird zeigen, ob es dabei bleiben wird oder ob es nur die Ruhe vor dem Sturm ist.

Sehen so unsere zukünftigen städtischen Mitbewohner aus?
Zeichnung: Matthias Braun
LP10 hat den Trend ja schon lang erkannt: Ob die visionäre Umnutzung des halb fertigen Hotelturms in Würzburg zum vertikalen Stadtbauernhof – vorgestellt im LP10-Film – oder die Konvertierung von städtischen Brachflächen im Neuen Hafen zu Weideflächen für Nutztiere. Anfangs belächelt wird dieses Thema in letzter Zeit immer häufiger diskutiert. Und zwar ernsthaft.
So auch in Weißenfels an der Saale. Ich habe die Stadt persönlich während eines Kolloquiums für einen Fassadenwettbewerb kennen gelernt, der im Rahmen des IBA Stadtumbaus 2010 stattfand. Und das Bild, das die Stadt abgab war erschreckend. Leerstand und Brachflächen ohne Ende. Ein Problem mit dem viele Städte vergleichbarer Größe im Osten zu kämpfen haben und für das ganz neue Lösungsansätze gefunden werden müssen.
So haben sich die beiden Architekturabsolventen Moritz Ahlert und Robert-Christian Friebe von der Universität der Künste in Berlin, Gedanken zu diesem Thema gemacht und sehen als eine Strategie die Einführung einer urbanen Landwirtschaft an.
WSF2050 – Stadtvision Weißenfels – Urbane Landwirtschaft
»Unter dem Leitbild der Urbanen Landwirtschaft bündeln die beiden Architekturabsolventen Moritz Ahlert und Robert-Christian Friebe Universität der Künste Berlin vorhandene Potentiale zu einem Handlungsansatz, der insbesondere die Weißenfelser Kernstadt zu einem attraktiven Lebensraum umgestaltet. Die Zukunftsvision beinhaltet eine Verdichtung des Stadtbildes durch landwirtschaftliche Nutzung städtischer Brachen sowie die Stärkung des Weißenfelser Images als »Gründe Stadt an der Saale«. Ein Gebäudeentwurf am Saaleufer führt alle Aspekte architektonisch zusammen.«
Das ganze ist in einer Ausstellung mit Rahmenprogramm vom 14.09.2009 bis 10.10.2009 in der Burgstraße 1 in Weißenfels zu sehen.
mehr zum Thema:
> http://wsf2050.blogsport.de/
Neueste Kommentare