Tag-Archiv für 'Tricyan Tower'

K(l)ein(er) Unterschied, oder?

Lieber Würzburger Verschönerungsverein,
Liebe Würzburger,

auf der Webseite des Verschönerungsverein Würzburg e.V gibt es derzeit eine Fotomontage zum Planungsvorhaben  Augustiner-Hochhaus zusehen.
Das Höhe und Volumen des gezeigten Gebäudes dem aktuellen Planungsstand entsprechen setzte ich bei sachlichen Diskussion voraus.
Laut Blogeintrag oder diesem Mainpost-Artikel scheint mir aber die vom VVW gezeigte Fassadenfarbe etwas willkürlich dargestellt!
Hier die Überarbeitung als Gegenüberstellung. (Haus hell:VVW / Haus dunkel:LP10)

P.S. In der Augustinerstraße wurde ein Höhengerüst installiert.
Vielleicht kann jemand oben gezeigte Bilder überprüfen.

„Brauchen keine Schlaumeier“ ———————————– Tricyan Tower: CSU und OB weisen Kritik zurück

hier ein Artikel aus dem Volksblatt vom 04.03.09:
Würzburg

(pw)

Die CSU wehrt sich gegen die Kritik des Verschönerungsvereins (VVW) an den Plänen für das neue Hochhaus in der Augustinerstraße. „Guten Morgen, Würzburg“, sagte CSU-Fraktionschef Thomas Schmitt am Montag in der Sitzung des Hauptausschusses. Für den „Tricyan Tower“, den geplanten Nachfolger des maroden städtischen Ämterhochhauses, sei nach gültigen Beschlüssen des Stadtrats „die Messe längst gelesen“, so Schmitt.

Der CSU-Chef wehrt sich dagegen, dass durch den Verschönerungsverein in der Öffentlichkeit „der Eindruck erweckt wird, der Stadtrat habe nicht sauber gearbeitet“. Das städtische Ämtergebäude aus dem Jahr 1930 wurde wegen akuter Einsturzgefahr vor vier Jahren geräumt und mit Gerüsten abgesichert. Im Mai 2007 beschloss der Stadtrat den Abriss. Der Investor „Informica Real Invest“ aus Reichenberg gewann mit seinem Entwurf für den Neubau einen Architektenwettbewerb. Zuletzt wurde im Stadtrat über die äußeren Maße des Neubaus diskutiert und die Höhe mit 33,90 Metern festgelegt.

Dagegen will sich der VVW mit allen legalen Mitteln zur Wehr setzen. Der Vorsitzende Professor Stefan Kummer legte Fotomontagen vor und kündigte rechtliche Schritte und ein Bürgerbegehren an, sollte der Stadtrat seine Beschlüsse nicht rückgängig machen (wir berichteten). Die Hochhaus-Gegner befürchten durch das Gebäude, das „wie ein abgebrochener Riese“ wirke, schweren Schaden für die von Kirchtürmen und Walmdächern geprägte Silhouette der Altstadt.

Der VVW dürfe sich zwar „bei jeder Ecke und Kante einbringen, aber wir müssen die Entscheidungen politisch verantworten“, hielt Thomas Schmitt dagegen. Auch der Grünen-Fraktionschef Matthias Pilz fühlt sich an die Stadtrats-Entscheidungen in Sachen „Tricyan-Tower“ gebunden.

Die Äußerungen fielen in der Diskussion um die „Kommission für Stadtbild und Architektur“ am Montag im Hauptausschuss. Oberbürgermeister Georg Rosenthal wurde deutlich, ohne sich allerdings konkret auf das Thema Augustiner-Hochhaus oder den VVW zu beziehen: Man brauche keine „Schlaumeier“, die gültige Entscheidungen des Stadtrats hinterher wieder rückgängig machen wollten, so Rosenthal.

vvw-logik

Fotomontage: Diplom-Ingenieur, anonym

Es wird schon langsam schwierig, die innere Logik, die den Vorstellungen und Forderungen des Verschönerungsvereins Würzburg (VVW) zu Grunde liegt, nachzuvollziehen. Das alte Hochhaus dürfte stehen bleiben, obwohl es eigentlich auch zu hoch ist, ein Neubau sollte sich aber gefälligst an den Höhen der benachbarten Gebäude orientieren. Das soll noch einer verstehen. 

LP10 hat keine Kosten und Mühen gescheut und eine vierstellige Summe ausgegeben, um zu visualisieren, was der VVW vielleicht gemeint haben könnte:

Das verkürzte historische Hochhaus, angepasst an die vorhandenen Traufhöhen, mit silhouettenverträglichem Walmdach und optisch reizvoller Grünfassade …man gewöhnt sich ja langsam an den Anblick des Gerüstes. Ein Schmankerl für jeden Investor.

»Die Würzburger Guillotine«

Zeichnung: Matthias Braun

VVW gegen neues Hochhaus – andere dafür!

Lieber VVW,
warum haben Sie den als Verein seinerzeit nicht das alte Ämterhochhaus in der Augustinerstrasse gekauft, renoviert & sinnvoll genutzt ??
Jetzt einfach zu sagen: … „Es ist nicht hinnehmbar, wegen eines möglichst hohen Verkaufserlöses der Stadt und der Renditeüberlegungen eines Investors eine solche Bausünde zu begehen“ … (Zitat Herr Kummer, Mainpost vom 20.01.09) scheint mir persönlich doch etwas einfach.

Die Stadt Würzburg muss zwar nicht Ihre Seele verkaufen, aber der eine oder andere Euro im Städtehaushalt schade bestimmt nicht.
Was wäre den Ihr (VVW & Freunde) Nutzungsvorschlag für den Bauplatz in der Augustinerstraße? Wie würde z.B. die Fassade aussehen? Wer würde investieren? Gibt es namentlich bekannte Mäzen, die der »Zerstörung der Innenstadt« einhalt gebieten würden?

Ich bin gespannt und bitte um eine offene & sachliche Diskussion!

Augustinerhochhaus – Tricayn Tower

Hier eine Ansicht des Gebäudes in der Augustinerstraße.

tricyan-tower würzburg

Fachkreise und Presse berichten, dass es sich bei der Ansicht um den aktuellen Planungsstand (15.01.2009) handelt.  »Gestaltungsfragen werden erst im Rahmen des Bauantrags geklärt.!« Wir berichten weiter …….

Weichen gestellt

Es tut sich etwas in Würzburg. Heute Gestern in der Mainpost:

Wichtige Weichen haben die Stadträte im Umwelt- und Planungsausschuss am Dienstag für einen Nachfolgebau des Ämterhochhauses in der Augustinerstraße gestellt. Mit großer Mehrheit befürworteten sie den Vorhaben- und Erschließungsplan, der die Rahmenbedingungen für die künftige Bebauung festlegt.
Heut dann noch dieses:
Weichenstellung für eine neue Baustelle neben dem Hotelturm in der Schweinfurter Straße: Die Stadträte Planungsausschuss haben den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Gewerbegebiet an der Schweinfurter Straße“ auf den Weg gebracht, der vor allem die Rahmenbedingungen für das geplante Ärzte- und Gesundheitszentrum regeln soll.
Im Text geht es dann auch noch um die STRABA – deshalb »Weichenstellung« & um Bebauung die „höherwertig“ sein soll. Klingt doch ganz gut – schließlich »…wolle man ein Signal … setzen…«