Tag-Archiv für 'würzburg'Page 3 of 9

Bald auch Würzburg mit Zaha Hadid Bauwerk

Rendering des ISC-Erweiterungsgebäudes (Bautafel)

Jede Stadt, die was auf sich hält, braucht es: Ein Original Zaha Hadid. Nach London, Tokio, Hongkong, Rom, Madrid, Wien…Leipzig, Wolfsburg…ist nun auch Würzburg an der Reihe. Derzeit wird der Erweiterungsbau des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC von dem Londoner Architekturbüro realisiert. Auf der Website des Büros sind leider keine Informationen zu dem Bauvorhaben zu finden-ist wohl eine Nummer zu klein.

Im Gegensatz zu den gewohnt schwungvollen Formen des Renderings ist der Bauzaun eher konventionell geraten. Da habe ich mir von einer Zaha Hadid Baustelle etwas mehr erwartet…Auf jeden Fall arbeitet man sich so langsam aus dem Erdreich heraus. LP10 wird weiter berichten.

Der Bauzaun…

und der Blick durch das Gitterfenster

KOKON | georgia templiner | austellung

vom 02. Oktober bis zum 31. Oktober findet die Austellung »Kokon« der Künstlerin Georgia Templiner bei den Jungs vom »Einraumatelier«, Laufergasse 14, 97082 Würzburg statt . Geöffnet ist Samstags und Sonntags von 16.00 – 18.00 Uhr, oder nach Vereinbarung unter 0178-8193442. Vernissage ist am 02. Oktober um 18.00 Uhr. www.georgia-templiner.de www.einraumtelier.de

QR-Code Fassade aus den 50ern

Bild: Matthias Braun

Neulich in Würzburg entdeckt: Eine QR-Code (Quick Response Code) Fassade aus den 50er Jahren - Fein säuberlich an die Wand gefliest und damit mit jedem  QR fähigen Handy einzulesen. Da soll doch noch einmal jemand wagen zu behaupten, die 50er wären spießig und kleinbürgerlich gewesen. Im sonst so fortschrittlichen Japan sind Architekten erst jetzt auf den Trichter gekommen, die Fassade des N Buildings (Shopping Center in Tokio) als interaktiven QR-Code auszubilden. Schnee von Gestern!

Mehr dazu:

>QR-Code

>N Building Tokio

Updating Würzburg

Heute Abend findet die Abschlussveranstaltung der 5. Architekturwoche des BDA (Bund Deutscher Architekten) in Würzburg statt. Thema des  heutigen Abends ist UMBRUCH: Architektur-Upgrade. Schauplatz ist das Areal des Alten Hafens Würzburg, das sukzessive zu einer Kulturmeile ausgebaut werden soll. Mit Kulturspeicher und Cinemaxx ist der Anfang gemacht, die Frankenhalle auf der gegenüberliegenden Seite der Veitshöchheimer Straße soll in eine multifunktionale Veranstaltungshalle umgeplant werden. Seit vier Jahren findet das einzigartige Musik- und Kulturfestival »Hafensommer« auf der der großen Freitreppe des umgebauten Heizkraftwerks mit einer schwimmenden Bühne im Hafenbecken statt (Beginn des Hafensommers 23. Juli!). Es passiert also was. Die Stadt verändert sich. Und genau das ist auch das Thema der Veranstaltung, die folgenden Ablauf hat:

PODIUMSDISKUSSION
17.00 – 18.30 Uhr Frankenhalle, Zugang Scanzonistraße
18.30 – 20.00 Uhr Treppe/Schwimmbühne Alter Hafen
20.00 – 22.00 Uhr Treppe/Schwimmbühne Alter Hafen

UMBRUCH:
Architektur-Upgrade:

Nur eine sich verändernde Stadt lebt. Hier wird gelebt, gearbeitet, gefeiert.
Wie meistert die gemauerte Stadt die sich ständig ändernde Gesellschaft?
Änderungen werden im besten Sinne demokratisch-kritisch begleitet:

  • Größe, Proportion, Wirkung: Ist dies verhandelbar?
  • Energie, Ökologie, Ökonomie: Was bedeutet dies im Weiterbauen der Stadt?
  • Abbruch.Umbruch.Aufbruch: Sind dies die Jahreszeiten von Stadt?

Die historische Frankenhalle wird zurzeit in eine multifunktionale Veranstaltungshalle umgeplant. Die bestehende Atmosphäre kann bei einer Exkursion in dem seit Jahrzehnten ruhenden Ort erfahren werden. Anschließend wird auf der Schwimmbühne des Hafensommers über Tendenzen in der Stadtentwicklung diskutiert. Danach endet die A5 mit einem Fest auf der Hafentreppe.

Podiumsdiskussion mit:

  • Dr. Wolfgang Bachmann, Chefredakteur Baumeister, München
  • Prof. Gerhard Matzig, Architekturkritiker, Süddeutsche Zeitung, München
  • Christian Baumgart, Stadtbaurat, Würzburg
  • Muchtar Al Ghusain, Kulturreferent, Würzburg
  • Prof. Friedrich von Borries, Architekt/Stadttheoretiker, Forschung, Gestaltung und gesellschaftliche Entwicklung, Hamburg
  • Herr Dipl.-Ing. Rainer Kriebel, Würzburg

Musik: kwmusic
www.kwmusic.de

WM vorbei, jetzt: Fünfte Architekturwoche – 18. bis 21. Juli 2010

Die WM-Pause bei LP10 ist vorbei. Joggis Jungs haben uns sehr viel Freude bereitet und ein tolles Turnier gespielt. Leider sind wir schon wieder an den »Ticki Tacka« der Spanier gescheitert wie uns Paul der Oktopus vorhergesehen hat. Aber vielleicht klappts mit unserem »jungen« Team ja in zwei oder in vier Jahren. Auf jeden Fall haben wir im Ausland mit Spielkultur geglänzt und etwas gegen unser beinhartes Image als »Panzer« getan.

Für ein positiveres Image der Stadt in Sachen Architektur veranstaltet der BDA-Unterfranken die A5 – »die fünfte Architekturwoche« in Würzburg. Thema: Umbruch, Abbruch Aufbruch. Gezeigt werden an drei unterschiedlichen Orten wie sich eine Stadt verändert, ja verändern muß um weiterleben zu können. Vielleicht können diese Beiträge zur Baukultur auch überregional glänzen und etwas gegen den Ruf der beinharten »Bauverhinderer und Dauernörgler« tun.

Mehr Informationen unter architekturwoche.org

Neues Konzept für Würzburger Weindorf 2011: Wein und Architektur

Perspektive Würzburger Weindorf 2011

Sind wir doch mal ehrlich: So wie sich das Würzburger Weindorf bisher präsentierte, konnte es nicht weitergehen. Ein Schlumpfdorf mit hässlichen kleinen zusammengezimmerten Fachwerkbuden in 70er Jahre Optik, das absolut keinen Style hat, lockt doch keinen mehr hinter dem Ofen geschweige denn zum Weintrinken hervor. Auch der Städtebau des Weindorfs wies erhebliche Defizite auf. Es wurde eher der Charme einer miefigen Nachkriegs-Barrackensiedlung vermittelt als der einer temporären innerstädtischen Genussoase. Alles völlig planlos! Doch dem geschmackfreien Ambiente wird ab 2011 der Kampf angesagt.

Zur Eröffnung des Weindorfes 2010 wurde ein völlig neues Konzept für das nächste Weindorf im Jahr 2011 von den Veranstaltern präsentiert: »Weindorf 2011 – Wein und Architektur«. »Nachdem die Qualität des Frankenweins in den letzten Jahren stetig verbessert wurde, muss sich dies nun auch in der Architektur äußern«, so ein Sprecher, »besonders bei einem Weinfest wie dem Würzburger Weindorf«. Ein städtebaulicher Masterplan wurde entwickelt, der vom bisherigen orthogonalen Bebauungsraster abweicht und sich eher an einem mittelalterlichen verwinkelten Stadtgrundriss orientiert. Auch die Bebauungsdichte wird sich zukünftig erhöhen. Im neuen Weindorfbebauungsplan sind nun 2-geschossige Bauten zugelassen. Dies macht das Weindorf urbaner und hat den angenehmen Nebeneffekt, dass die Zahl der Sitzplätze nahezu verdoppelt werden kann-also auch wirtschaftlich ein Volltreffer. Bei einem internationalen Architektenwettbewerb konnten dann Architekturbüros ihre Vorschläge für die Bebauung der einzelnen Baufelder einreichen. Das Ergebnis ist auf dem Foto zu sehen.

Begrüßenswert ist die Idee, die Fassade des Forum-Gebäudes mit wildem Wein beranken zu lassen, was dem Gebäude einen neuen freundlichen Charakter verleiht und wohl auch einige erbitterte Forum-Gegner besänftigen dürfte.

Na dann Prost. Der Frankenwein hat wieder eine Zukunft!

Mehr dazu:

>Würzburger Weindorf

8th International Architecture Workshop in Würzburg

Plakat: Stadt Würzburg

Letztes Jahr musste er leider abgesagt werden, aber dieses Jahr scheint es zu klappen. Vom 18. – 30.07.2010 findet wieder ein Internationaler Architektur Workshop in Würzburg statt. Im Focus stehen bei der diesjährigen Ausgabe das ehemalige Bürgerbräu-Areal (dem ein oder anderen auch als das »AKW-Gelände« besser vertraut) sowie das Gebiet der angrenzenden Alten Mälzerei in Würzburgs »In«-Stadtteil Zellerau. Ein Gesamtareal, das bisher schon kulturell, sportlich und gewerblich genutzt wird, das aber soviel Potential bietet, das man noch wesentlich mehr daraus machen könnte, zumal ein großer Teil der imposanten Brauereigebäude bisher ungenutzt ist. Interessant werden bestimmt auch die Ergebnisse, die in- und ausländische Studenten dazu erarbeiten. 

Ein Besuch des Workshops lohnt sich auf jeden Fall, besonders zu den Präsentationsterminen der Arbeiten oder um einfach bißchen internationale Arbeitsatmosphäre aufzuschnappen, denn es werden wieder Studenten und Tutoren aus ganz Europa vor Ort sein. Ich habe selbst einmal an diesem Workshop teilgenommen und kann nur jedem Architekturstudenten (v. a. denen, die hier in Würzburg studieren) empfehlen, sich diese Chance nicht entgehen zu lassen und daran teilzunehmen. Macht richtig Spaß!

Bild: Stadt Würzburg

»Aufgabenstellung des Internationalen Architektur-Workshops in Würzburg ist auch wie in den bereits vorangegangenen Jahren die Umgestaltung bzw. Neuordnung eines bestehenden, innerstädtischen Areals. In diesem Jahr hat die Stadt Würzburg das ehemalige Bürgerbräu-Areal und die direkt hieran angrenzende Alte Mälzerei als Entwurfsaufgabe gewählt. Beide Grundstücke bieten mit ihrem alten Gebäudebestand und der attraktiven Eingangslage zur Stadt ein interessantes und spannungsreiches Entwurfsgebiet für Studenten verschiedener Disziplinen. 

Ziel des Kurses ist, bereits vorhandene und zu erhaltende Nutzungen neu zu definieren, Teile der beiden Areale mit dem denkmalgeschützten Gebäudebestand umzunutzen und hierdurch auch neue Funktionen zu ermöglichen. Anders als bei einem Architektenwettbewerb, liegt das Interesse darin, die Studenten möglichst frei entwerfen zu lassen, um eine Vielfalt an Ergebnissen zu erhalten…«

Tutoren:

Alle Infos dazu:

>8th International Architecture Workshop

P.S.: LP10 hat das Potential des Geländes schon lange erkannt und einen Umnutzungsvorschlag für das ehemalige Sudhaus im legendären LP10-Film aufgezeigt ;)

LP10 Topspot: Original Christo am Marktplatz Würzburg

Foto: Matthias Braun

Nachdem Schweinfurt in Sachen Kunst Würzburg mehr und mehr den Rang abzulaufen schien (Museum Georg Schäfer, Kunsthalle Schweinfurt) sah sich die Stadtverwaltung gezwungen zu reagieren. Es musste einfach etwas passieren. Schließlich ist Würzburg das Oberzentrum und nicht Schweinfurt. Und damit das so bleibt wurde kurzerhand der weltbekannte Verpackungskünstler Christo (seine Frau und Partnerin Jeanne-Claude verstarb am 18.11.2009) beauftragt, auf dem Würzburger Marktplatz tätig zu werden. Das Ergebnis ist auf obigem Foto zu bewundern.

Zugegeben, von der Dimension her nicht unbedingt zu vergleichen mit der Verhüllung des Reichstagsgebäudes in Berlin, aber immerhin. Bei angespannter Haushaltslage müssen es auch kleine aber feine Projekte tun – oder hat man doch nur einfach vergessen, mal endlich die Schutzverpackung zu entfernen…?

Zum Thema öffentlicher Raum

Im Bild: Hofstraße und Eichhornstraße

In der Presse war es bereits zu lesen: Der öffentliche Raum in Würzburg soll »gepimpt« werden. Im Fall der Hofstraße, die Dom und Residenz miteinander verbindet, wird ein städtebaulicher Ideen- und Realisierungswettbewerb ausgelobt, durch den das Residenzumfeld aufgewertet werden soll. Zum Glück, denn im gegenwärtigen Zustand sieht die wichtige Verbindungsachse von Residenz zu Innenstadt nicht sehr einladend aus. Dies gilt sowohl für den Straßenraum an sich als auch für die städtebauliche Situation, die Schwächen aufweist. Nicht unbedingt die beste Visitenkarte für eine Stadt, für die vor allem der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. 45 Architekturbüros werden für den Wettbewerb ausgewählt bzw. geladen. Nähere Informationen zum Verfahren liegen noch nicht vor.

Ähnliches gilt für die Eichhornstraße. Hier sind die Pläne schon etwas konkreter. Eine Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Adler & Olesch sieht eine Erweiterung der Fußgängerzone in diesem Bereich vor. Der Tiefgaragenschlund soll im Zuge der Maßnahme verschwinden. Die Zufahrt zur Marktgarage wird dann über eine bereits bestehende Tiefgarage im Gebäude der Hypovereinsbank abgewickelt werden, die mit der Tiefgarage am Markt verbunden wird. Das macht Sinn und wäre ein großer Schritt hin zu einem attraktiveren Stadtbild.

Es scheint sich also was zu tun. Und da lohnt es sich für Interessierte wieder einmal über den Tellerrand hinauszublicken. Wie gehen andere Städte mit ihrem öffentlichen Raum um? Hierzu zwei Hinweise (beide aus Österreich):

  1. Architekturradio »a palaver« berichtet am Montag, den 03.05.2010 um 13.00 Uhr auf radio O94 zum Thema »Öffentlicher Raum in Wien«. »Zu Gast sind Doris Lippitsch, Chefredakteurin des Stadtmagazins city und Autorin der kürzlich erschienenen Bücher “Öffentlicher Raum – ein Streifzug durch das Wien von heute” sowie “Lichträume in Wien” und der Architekt Clemens Kirsch, der Autor des gerade realisierten Projektes im Bereich des Stephansplatzes / Kärntnerstrasse und Grabens.«          
  2. Neugestaltung der Maria-Theresien-Straße in Innsbruck: Hier gibt`s eine schöne Website, auf der alle Informationen zum Projekt gebündelt sind. Der Siegerentwurf stammt vom Wiener Büro »AllesWirdGut« – der Name ist Programm. Vorbildlich wie hier Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird. Das wäre ab und an auch in Würzburg wünschenswert, dann gäbe es viel weniger Zündstoff für die immer wiederkehrenden und nicht enden wollenden Diskussionen…

Antonio-Petrini-Preis 2010 ausgelobt

Der Preisträger 2008: Studentenwohnheim Zürnstraße von Michel+Wolf+Partner, Stuttgart

Die Stadt Würzburg hat den Antonio-Petrini-Preis 2010 ausgelobt. Mit dem Bauherrenpreis werden Bauobjekte ausgezeichnet, die »besonderen architektonischen Ansprüchen und dem Wunsch nach einer besseren Stadtgestaltung in Würzburg im hohen Maß genügen sollen.« Vergeben werden drei Preise, Anerkennungen sowie gegebenenfalls auch ein Sonderpreis für ein »wegweisendes barrierefreies Objekt«. Voraussetzung ist, dass das Bauwerk innerhalb der letzten zwei Jahre im Stadtgebiet Würzburg realisiert worden ist.

Terminplan:

Abgabe der am Wettbewerb teilnehmenden Objekte: 10. September 2010

Sitzung des Preisgerichts (geplant): 15. Oktober 2010

Preisverleihung (geplant): 23. Oktober 2010

Mehr Informationen zur Bewerbung:

>Stadt Würzburg – Antonio-Petrini-Preis 2010